Konferenztelefone: Am Ohr der Zeit

Quelle: http://www.telecom-handel.de/Marktreports/Festnetz-Breitband/Konferenztelefone-Am-Ohr-der-Zeit/Die-Beratung-bringt-s

Unternehmen ersetzen Reisen zunehmend durch Telefonkonferenzen – vor allem im Mittelstand bieten sich viele Chancen für den Channel. Unsere Marktübersicht gibt einen Überblick über aktuelle Modelle.

Der Markt für Konferenzlösungen brummt – und das nicht erst seit der Wirtschaftskrise, die viele Unternehmen dazu gezwungen hat, bei den Reisekosten den Rotstift anzusetzen. Auch die Schweinegrippe oder der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajoküll haben in vielen Unternehmen zu einem Umdenken geführt: An die Stelle der stationären Meetings treten in immer mehr Firmen Audio- oder Videokonferenzen. Während die meisten Konzerne große Telepresence-Lösungen einsetzen, statten vor allem kleine und mittlere Unternehmen ihre Konferenzräume mit reinen Audio-Lösungen aus. Und gerade in diesem Kundensegment hat der Channel – da sind sich die Anbieter einig – gute Vermarktungschancen.

Telecom Handel (www.telecom-handel.de) hat eine Übersicht der aktuellen Konferenztelefone mit ihren wichtigsten Funktionen zusammengestellt. Die Einsteigermodelle, wie beispielsweise das Chat 50 vom US-amerikanischen Hersteller ClearOne oder das Konftel 50, sind vor allem für kleinere Räume und Konferenzen geeignet. Ebenso werden diese Geräte gerne im Home-Office eingesetzt, damit die Telearbeiter komfortabel an Audiokonferenzen teilnehmen können. Entsprechend karg ist auch die Ausstattung: Das Chat 50 zum Beispiel bietet außer einem USB-Anschluss an den PC keine weiteren Anschlussmöglichkeiten, ist dafür laut Hersteller aber einfach per Plug & Play zu installieren und außerdem für den Microsoft Office Communicator zertifiziert.

Systeme wie beispielsweise die Soundstation-Serie von Polycom hingegen bieten deutlich mehr Features: Von einer vom Anwender konfigurierbaren Kontaktliste über die Sprechpausenerkennung bis hin zur automatischen Mikrofonsteuerung hat sich der Hersteller hier einiges einfallen lassen. „Tendenziell werden Audiokonferenzsysteme immer leistungsfähiger und komfortabler“, erklärt denn auch Dirk Gottschalk, Produkt Manager bei Komsa Systems. Die Folge: Der Beratungsbedarf beim Kunden steigt – und damit die Chancen für den Channel.

Die Beratung bringt’s

Seine Aufgabe ist es, aus der großen Auswahl an Lösungen die richtige für den Kunden herauszufinden. Neben den Anschlussmöglichkeiten spielt zum Beispiel auch der Konferenzraum selbst eine entscheidende Rolle: Wie weit muss das Mikrofon reichen, wie viele Teilnehmer sind im Durchschnitt bei den Audio-Meetings anwesend, muss das System in eine Videokonferenzlösung integriert werden?

Nur mit dezidierten Fragen kann der Verkäufer die passgenaue Lösung für den Kunden finden. Uwe Peters, Conference Phones Manager EMEA bei Polycom, warnt im Umkehrschluss vor einem typischen Fehler, der „Unterdimensionierung“: Oft fällt die Entscheidung für ein kleineres, kostengünstiges System statt für ein Konferenztelefon mit größerer Reichweite – nur wegen des Preises. Besser sei es, den Kunden auch auf künftige Anforderungen hinzuweisen und ihm ein höherwertiges und dafür ausbaufähiges Modell anzubieten.

Nach oben scrollen