Arbeiten mit der «Wolke» wird zum Standard

Berlin (dpa) – Cloud Computing – also die Nutzung von verteilten Anwendungen und IT-Leistungen im Netz – mausert sich einer Studie zufolge zum Standard. Die überwiegende Mehrheit der IT- Manager (81 Prozent) erwarten, dass sich die Nutzung der Cloud (Wolke) zunehmend am Markt etablieren wird.

Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie von Hype über das «vernetzte Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft». Gut die Hälfte der befragten Manager rechnet damit, dass die Cloud sogar der dominierende Ort sein wird, von dem IT-Dienste abgerufen werden.

Cloud Computing ermöglicht es, IT-Dienste wie Software, Speicherplatz für Datenbanken oder auch Rechenleistungen dann abzurufen, wenn sie gerade benötigt werden. Weil nur die effektive Nutzung berechnet wird, können Unternehmen Kosten sparen.

Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass sich das Cloud Computing bereits in den kommenden zwei bis fünf Jahre etablieren wird. Lediglich 4 Prozent sehen im Cloud Computing ein Hype-Thema, das sich nicht durchsetzen wird. 77 Prozent der Manager in Unternehmen, die das Cloud Computing bereits einsetzen, erwarten steigende Investitionen in diesem Bereich.

Als weitere Trends macht die Studie das dezentrale Arbeiten in den Unternehmen mit dem Einsatz von mobilen Endgeräten sowie die Zusammenarbeit im Netz aus. Dabei erwarten die Experten, dass «sich gleichzeitig die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben immer mehr auflösen».

Die Studie «LIFE 2 – Vernetztes Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft» entstand am Institut für Kommunikationsökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München unter der Leitung von Tobias Kretschmer. Befragt wurden 1559 IT-Manager mit Entscheidungskompetenzen sowie zusätzlich auch Anwender in Unternehmen und private Verbraucher in insgesamt fünf Ländern. Die Publikation der Ergebnisse wurde von der Deutschen Telekom unterstützt.

Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1036427

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