DSL ADSL TDSL SDSL

Hier zunächsteinmal eine kurze Erläuterung welche DSL Varianten es gibt:

ADSL- Asymmetric Digital Subscriber Line
Übertragungsverfahren, mit dem 8 Mbit/s Downstream und 768 kBit/s Upstream über die herkömmlichen analogen Telefonkabel bis max. ca. 4 km (bis zur Vermittlungsstelle) übertragen werden können.

ADSL Light
Ein Abwandlung von ADSL mit einer geringeren Übertragungsrate (Down-Stream bis zu 1.512 KBit/s – Up-Stream bis zu 384 KBit/s), aber mit einer „größeren“ Reichweite. D.h. die Entfernung zur Vermittlungsstelle kann etwas (ca. 1 km) länger sein als beim normalen ADSL. Lt. Normierung ETSI/ANSI G.992.2 max. 5,5 km mit 0,4 mm Kabel.

TDSL (oder auch T-DSL geschrieben)
Dabei handelt es sich um die „ADSL-Variante“ der Deutschen Telekom. D.h. T-DSL ist das gleiche Übertragungsverfahren wie ADSL und es wurde nur aus Marketinggründen das „A“ durch ein „T“ ersetzt.

SDSL – Symmetric Digital Subscriber Line
Symmetrisches Übertragungsverfahren mit ca. 2320 kbit/s in beide Richtungen und einer Reichweite von ca. 2,4 km.

Ausserdem gibt es noch weitere DSL-Übertragungsverfahren wie z.B. VDSL, SHDSL, usw. auf die ich hier aber nicht weiter eingehen möchte, da sie nicht bei der breiten Masse der User zum Einsatz kommen.

Was ist ADSL?
Das ADSL-Übertragungsverfahren basiert auf herkömmlicher Kupferleitung, d.h. im Normalfall über die bereits vorhandenen Telefonleitungen. ADSL kann nicht mit Glasfaserkabeln genutzt werden.
Das „A“ bei ADSL steht für asymmetrisch und bezeichnet die Datenübertragung mit unterschiedlichen Down- und Up-Stream-Geschwindigkeiten. Dabei wird der Weg vom Provider (also z.B. der Deutschen Telekom) zum eigenen Anschluss als Down-Stream bezeichnet und vom eigenen Anschluss zum Provider als Up-Stream. Im Gegensatz dazu ist bei SDSL der Down- und Up-Stream gleich groß. SDSL kommt dort zum tragen wo ein höherer Up-Stream (also bis zu ca. 2320 KBit/s) benötigt wird. Dies ist häufig im Business-Bereich der Fall.
ADSL kann sowohl auf analogen, als auch auf ISDN Leitungen genutzt werden da es den hohen Freqenzbereich dieser Leitung nutzt. Da diese hochfrequenten ADSL-Signale störende Nebengeräusche auf der Telefonleitung verursachen würden werden sie durch einen Splitter von der Telefonleitung getrennt.

Bedingungen für einen ADSL Anschluss
Damit man ADSL bekommen kann müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
1. Das gesammte Leitungsnetz (also vom privaten Telefonanschluss bis zum Internetknoten) muß durchgehend mit symmetrischen Kupferleitungen ausgebaut sein. Das ist im Normalfall (abgesehen von den neuen Bundesländern) überall der Fall.
2. Die Entfernung zwischen dem privaten Telefonanschluss und der nächsten Vermittlungsstelle (VSt.) des Providers (also z.B. der Deutschen Telekom) darf nicht mehr als max. 5 km betragen. Info: Hierbei gibt es durchaus technische Unterschiede die sich z.B. aus dem Durchmesser der Kupferleitung, der in der VSt. verwendeten Hardware (DSLAM –> Digital Subscriber Line Access Multiplexer –> Ein Gerät das es ermöglicht Daten von xDSL-Modems auf Netzwerke zu spielen), dem verwendeten DSL-Modem usw. ergeben. Da dies aber sehr spezifisch und technisch ist werde ich darauf hier nicht weiter eingehen.
3. Die Trennungsbedingungen in dem vorhandenen Kabel müssen gewährleistet sein, d.h. es darf nicht zu gegenseitigen Beeinflussungen mehrerer Anschlussleitungen kommen.
Grundsätzlich ist es aber z.B. bei der Deutschen Telekom so das die fuer DSL zur Verfügung stehende Leitung immer, vor der Zusage das DSL möglich wäre, überprüft werden.
4. In der infrage kommenden VSt. muß ein freier DSL-Port beim DSLAM verhanden sein.

DSL Verfügbarkeitsprüfung
Vielleicht noch ein Wort zu den DSL-Verfügbarkeitsprüfungen der div. Anbieter.
Diese Verfügbarkeitsprüfungen sagen nur aus das DSL theoretisch möglich wäre. D.h. das in dem Gebiet (oder sogar in der Straße) in (an) dem (der) man wohnt bereits DSL vorhanden ist. Sie sagt aber nicht aus ob man tatsächlich auch DSL bekommen kann, da die o.g. Punkte 2-4 durch die Verfügbarkeitsprüfung noch nicht geklärt wurden. Selbst eine telefonische Zusage für DSL, bei der die Punkte 2-4 abgeklärt werden können, führt noch nicht dazu das man tatsächlich DSL bekommt. Es wenn eine schriftliche Auftragsbestätigung vorliegt wurden die Daten von allen (für den DSL-Anschluss) beteiligten Stellen „abgesegnet“ und es wurde ein Port in der VSt. reserviert. Anderenfalls kann es einem nämlich passieren das man zwar eine telefonische Zusage hat, aber in dem Moment wo der DSL-Auftrag bei der Auftragserfassung eingegeben wird, plötzlich kein DSL-Port in der VSt. mehr vorhanden ist, da gerade der letzte vergeben wurde. In dem Fall heist es: „Leider verloren“ und man muß darauf warten bis die VSt. mit weiteren DSLAMs aufgerüstet wird und somit wieder ein Port zur Verfügung steht. Dies kann Monate oder durchaus auch Jahre dauern.

Quelle: blog.e-blitz.de

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