Milliardenschwere Rekord-Übernahme perfekt: Microsoft und Skype gehen gemeinsame Wege
Heute morgen war es noch ein Mediengerücht - jetzt ist es perfekt: Microsoft wagt die größte Übernahme der Firmengeschichte: Für 8,5 Milliarden Dollar übernimmt der Windows-Hersteller den Internettelefonie-Dienst Skype.
RedmondMicrosoft kauft den Internettelefonie-Dienst Skype. Der Windows-Konzern zahlt 8,5 Milliarden Dollar in bar - drastisch mehr als bei bisherigen Skype-Verkäufen fällig wurde. Es ist der bisher größte Zukauf von Microsoft. Der Konzern will damit seine Position im Internet-Geschäft und Mobilfunk verbessern. Zuvor hatten bereits mehrere US-Medien von einem Deal in dieser Größenordnung berichtet.
Die Dienste beider Unternehmen sollen eng zusammengeführt werden: So werde Skype etwa auf Microsofts Spielkonsole Xbox kommen und mit dem Mailprogramm Outlook verknüpft werden, kündigte Microsoft am Dienstag an.
Skypes Geschäft hat weltweit Millionen Fans gefunden: die Telefonie über das Internet. Skype ist der größte Profiteur dieser Branche - und ist deshalb schon seit seiner Gründung heiß begehrt. Nun aber steht das einstige Start-up, das erst 2003 vom Schweden Niklas Zennström und seinem dänischen Kumpel Janus Friis gegründet wurde und heute von Luxemburg aus operiert, vor einem Milliardendeal. Wenn alles klappt, wäre das ein Coup für die Skandinavier. Schon früh formulierten sie ihren Plan: “Wir wollen die Art und Weise verändern, wie Menschen kommunizieren.”
Nun zahlt Microsoft an mehr als fünf Milliarden Euro für Skype. Dabei bietet das erst acht Jahre alte Unternehmen im Prinzip bloß eines: deutlich günstigere Gespräche, als sie übers klassische Telefonnetz möglich sind. Aber das vor allem auch mit Bild - Kameras in Laptops und Handys oder auf den Bildschirmen machen das möglich. Mehr als eine halbe Milliarde Nutzer hat Skype schon überzeugt. All das weckt Begehrlichkeiten, von denen vor allem die diversen Investoren etwas haben dürften, die Skype heute in ihren Händen halten.
Ursprünglich war geplant, Skype noch in diesem Frühjahr an die Börse zu bringen. Sollte Microsoft aber tatsächlich zuschlagen, hätte sich die Idee, den Kapitalmarkt um eine kräftige Finanzspritze zu bitten, indes prompt erledigt. Die Investoren dürften sich die Hände reiben. Sie sind in der noch jungen Skype-Geschichte ohnehin nur wenige von vielen bisherigen Eigentümern: Schon 2005, nur zwei Jahre nach der Gründung des Unternehmens, verkauften Zennström und Friis ihr Unternehmen an Ebay - und erhielten von der Auktionsplattform knapp zwei Milliarden Euro.
Im Festnetz ist Telefonieren über das Internet längst gang und gäbe. Auf dem Handy hingegen fristet Voice over IP immer noch ein Nischen-Dasein. Warum aber ist die erwartete Umwälzung mit endlosen Gesprächen zum Nulltarif ausgeblieben?
Die Erwartungen waren groß. Mit den mobilen Internet-Flatrates werde man praktisch zum Nulltarif telefonieren können, lautete die Wunschvorstellung vor ein paar Jahren. Das Zauberwort: Voice over IP, kurz VOIP, telefonieren über Internet-Protokoll. Dabei werden die Gespräche - wie sonst alle Internet-Inhalte auch - als kleine Datenpakete verpackt, statt übers Mobilfunk-Netz zu laufen. Doch die Revolution blieb aus. Telefonieren übers Internet auf dem Handy kann man zwar. Aber die neue Möglichkeit bleibt trotz des Booms von Smartphones und Flatrates ein Nischen-Angebot.
Das liegt zum einen an den hohen Einstiegshürden. Man braucht zunächst einmal Smartphone und Datentarif, was allein schon Kosten von mehreren Dutzend Euro bedeutet. Doch damit nicht genug: Die Mobilfunk-Anbieter lassen sich die Möglichkeit zur Internet-Telefonie in ihren Netzen entweder als zusätzliche Option extra bezahlen - oder erlauben sie erst in teureren Inklusiv-Paketen.
Bei der Deutschen Telekom zum Beispiel ist VOIP erst ab dem Tarif «Complete Mobile L» inklusive, der 49,95 Euro im Monat kostet, beziehungsweise 5 Euro weniger bei Preisaktionen. Ähnlich ist es beim Konkurrenten Vodafone, bei dem der entsprechende Tarif «SuperFlat Internet» heißt. Nutzt der Kunde einen «kleineren» Tarif, muss er bei beiden Anbietern Voice over IP als Zusatzoption buchen - für 9,95 Euro im Monat.
Der kleinere Rivale O2 verlangt dafür sogar mindestens 12,75 Euro mit dem zusätzlichen «Internet-Pack M+». Dabei war ausgerechnet O2 zunächst der einzige Mobilfunk-Anbieter in Deutschland, bei dem man im Datennetz frei über das Internet telefonieren konnte. Doch schließlich entschloss sich auch die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns, VOIP als Zusatzoption zu vermarkten.
Laut Sprecher Markus Göbel gab es mehrere Gründe dafür, allen voran: unzufriedene Nutzer. So habe mancher Kunde mit günstigerem Tarif schnell sein Inklusiv-Datenvolumen verbraucht. «Und das wollen die Leute dann auch nicht, dass sie nur noch langsam im Netz sind, nur weil sie ein wenig länger telefoniert haben.»
Das zweite Problem ist laut Göbel, dass die aktuellen Mobilfunk-Datennetze für die Bedürfnisse der Internet-Telefonie noch nicht reif sind. So liege die sogenannte Ping-Zeit - der Zeitraum, in dem ein Datenpaket zwischen zwei Nutzern hin und her geschickt werden kann - bei 300 Millisekunden. Das ist auf den ersten Blick immer noch ziemlich schnell, sorgt jedoch in der Praxis für Pausen in den Telefonaten und den bekannten Effekt, dass beide Gesprächspartner gleichzeitig drauflosreden. «IP-Telefonie macht erst ab einer Ping-Zeit von 50 Millisekunden Spaß», sagt Göbel.
Zum Teil nahmen aber auch die purzelnden Preise im Mobilfunk den VOIP-Träumen Wind aus den Segeln. Zuhauf gibt es Prepaid-Angebote mit Minutenpreisen um die zehn Cent, zum Teil auch Nulltarife innerhalb eines Netzes oder extrem günstige Anrufe zu bestimmten Telefonnummern. Das verleite viele Verbraucher dazu, sich beim Mobilfunk gar nicht erst mit dem Thema Internet-Telefonie zu beschäftigen, gibt Rafaela Möhl vom Preisvergleichsportal teltarif.de zu bedenken.
Hinzu komme, dass VOIP auf dem Handy immer noch ein relativ umständliches Unterfangen sei, argumentiert sie. «Man muss sich spezielle Apps herunterladen und immer darauf achten, dass die Datenflat nicht ausgeschöpft wird. Die Datennetze haben häufiger Aussetzer. Der Akku ist schneller leer», zählt Möhl auf.
Lohnt sich Internet-Telefonie unter diesen Umständen überhaupt? «Letztlich hängt das von dem individuellen Nutzungsverhalten ab», sagt die Expertin. Angesichts der Einstiegskosten führe kein Weg daran vorbei, die aktuellen Ausgaben mit VOIP-Angeboten gegenzurechnen. Es gibt Fälle, in denen sich auch die Ausgaben für Zusatzoptionen lohnen: «Zum Beispiel, wenn man noch für Monate in einem Tarif mit einem Minutenpreis von 29 Cent feststeckt.»
Eine andere Anwendungsmöglichkeit ist der Auslandsurlaub: «Da kann man massiv Roaming-Gebühren sparen, wenn man einen kostenlosen WLAN-Hotspot findet.» Das Beste daran: Für Voice over IP in WLAN-Netzen braucht muss man grundsätzlich auch keine Zusatztarife buchen.
Auf lange Sicht sollte man die mobile Internet-Telefonie aber nicht abschreiben. Beim UMTS-Nachfolgestandard LTE sollen auch die Telefongespräche über Internet-Protokoll übertragen werden - eine andere Möglichkeit ist gar nicht vorgesehen. Derzeit ist das noch Zukunftsmusik: Bisher wurde bei LTE noch nicht einmal ein konkreter Standard für die Sprachübermittlung festgeschrieben, wie der O2-Sprecher betont. Insofern sei es auch noch viel zu früh, über mögliche Folgen für die Mobilfunk-Tarife nachzudenken. Die Ping-Zeiten, die dem Mobilfunk-Mann Göbel so am Herzen liegen, sind bei LTE mit 20 Millisekunden jedenfalls mehr als in Ordnung.
20.01.2011: Heute bringt Kerio Technologies, Hersteller von Groupware und Firewalls, mit dem „Kerio Operator“ eine IP-PBX heraus. Die VoIP-Anlage basiert auf dem Open-Source-Projekt Asterisk, adressiert kleine sowie mittelständische Unternehmen und ist laut Hersteller sowohl für Admins als auch Nutzer sofort intuitiv bedienbar. Gegen den Trend gibt es die Anlage nicht nur als Software, sondern auch in zwei Hardware-Ausführungen.
„Alles, was bisher an VoIP-Anlagen auf dem Markt angeboten wird, ist zu komplex“, sagt Stubbe Stubbe, Director of Sales von Kerio in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Das könnten die Technik-affinen Mitarbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die die Telefone und die Anlagen einrichten und nutzen, nicht gebrauchen. Asterisk alleine sei beispielsweise eine Anwendung für „Techies“.
So sei der Anspruch der Kerio-Produkte, die der Hersteller nun seit rund zwei Jahren entwickelt, dass sich der Umgang mit der IP-PBX ganz einfach gestalten solle. Und daher konfigurieren sich die Telefone der Hersteller Cisco, Linksys und Snom beim Anschluss an die Anlage quasi automatisch.
Doch basiert Kerio auf der Open-Source-Software Asterisk, die ein hohes Maß an Zuspruch und Unterstützung durch die SIP-Community genießt. Die Anbindung von Engeräten ist somit vergleichsweise einfach, da das Standardprotokoll für Voice over IP (VoIP) SIP unterstützt wird. So können Administratoren manuell jedes SIP-fähige Endgerät mit der Telefonanlage nutzen.
Voreinstellungen und Konfigurationen
Admins greifen zur Konfiguration über die Web-basierte Bedienoberfläche der Anlage mit kontextbezogener Hilfe und einen Konfigurationsassistenten auf die Anlage zu. Sie benötigen somit laut Stubbe kein VoIP-Experten-Wissen.
Auch die Bedienung für die Benutzer sei einfach. Ihnen steht die Browser-basierte Oberfläche „MyPhone“ zur Verfügung, die sie beispielsweise auch von unterwegs nutzen können, um auf ihre Voicemails und Telefoneinstellungen zuzugreifen.
Voice-Mails, die auf Reisen abgerufen werden, bekommen übrigens einen „bearbeitet“-Status. Das funktioniert, wenn neben einem Operator-Produkt auch der Mail-Server von Kerio, das Produkt „Connect“, genutzt wird.
IP-PBX-Varianten
Generell stellt Kerio Operator Verbindungen zum öffentlichen Telefonnetz über SIP-Trunks, T1/E1- oder Euro-ISDN-Anschlüsse her. Kerio unterstützt dabei mehrere PSTN-Verbindungen gleichzeitig, sodass Unternehmen leicht von ihren herkömmlichen Telefonsystemen zu Kerio Operator migrieren können.
Allerdings gibt es für die unterschiedlichen Ansprüche verschiedene Varianten des Produkts. Das Produkt ist als Software-Appliance mit einem vom Hersteller gehärteten Linux sowie als virtuelle Appliance für VMware erhältlich. Dies ermöglicht den Einsatz des Produkts auf Standard-PC-Hardware.
Weiterhin ist die IP-TK-Anlage als Hardware-Appliance unter der Bezeichnung „Kerio Operator Box“ in ausgewählten Ländern und in zwei Ausführungen verfügbar: Das Einstiegsmodell „1210“ unterstützt bis zu 40 gleichzeitige Anrufe und verfügt über vier Gigabyte Speicher für Voice-Mails. Das Stand-alone-Produkt besitzt die Maße 172 x 195 x 44 Millimeter und eine Leistungsaufnahme von 60 Watt.
„Kerio Operator Box 3210“ hingegen ist mit 19 Zoll ein einbaufähiges Gerät. Es findet somit in einem Rack auf einer Höheneinheit Platz und ermöglicht 150 gleichzeitige Anrufe. Zudem kann die Anlage mit einer Digium-Karte TE122 T1/E1 oder Digium B410 Euro-ISDN bestellt werden.
Warum Hardware?
Nutzen Kunden die reine Softwarevariante und SIP-Trunk, beispielsweise von Vodafone oder Sipgate, können sie die VoIP-Verbindungen ebenfalls um ISDN- und T1- Anschlüsse erweitern.
Fax-Funktionen fehlen in der IP-PBX von Kerio. Allerdings lassen sich Fax-Geräte an die Anlage anschließen.
Für Kerio ist die VoIP-Anlage nicht nur eine Erweiterung der Produktpalette. Es ist auch das erste Mal, dass der Hersteller ein Produkt direkt als Hardware auf den Markt bringt. „Das ist für uns ein großer Schritt“, sagt Vertriebschef Stubbe.
Die Anforderung für die Erstellung eines solchen Produkts hätten die Vertriebspartner geliefert – rund 700 Händler und Distributoren laut Kerio.
Die Markteinführung neuer Hardware ist insofern bemerkenswert, als der Trend in Richtung reiner Software, Service und Virtualisierung zeigt. Doch die Virtualisierung von Telefonie sei „nicht so leicht“, sagt Stubbe. Zum Beispiel sorgten Latenzen immer wieder für Probleme.
Allerdings ist die IP-PBX nicht das allererste Gerät aus dem Hause Kerio. Seit dem vergangenen Dezember verkauft der Hersteller auch die „Kerio Control Box“, ein UTM-Produkt, in zwei Hardware-Modellen, für 20 und für 40 Nutzer.
Preise und Verfügbarkeit
Die Preise für Kerio Operator beginnen bei 480 Euro für eine Fünf-Nutzer-Server-Lizenz. Die Kerio Operator Box 1210 mit einer 20-Nutzer-Lizenz ist für 1.600 Euro erhältlich. 3210er Box ist für 40 Nutzer zu 2.400 Euro zu bekommen. Zusätzliche Benutzerlizenzen kosten den Fachhandel 19 pro Nutzer und sind als Erweiterungspakete für je 5 Nutzer erhältlich.
Wer Kerio Operator in Augenschein nehmen will, kann das Produkt zur CeBIT 2011, die vom 1. bis 5. März in Hannover stattfindet, auf dem Stand A20 von Brainworks in Halle 2 begutachten.
VoIP ist praktisch, einfach und kostengünstig. Mit der passenden Software und einem USB Headset kann man über seine Internetverbindung und den Computer gratis telefonieren. Wer allerdings den gleichen Service über das normale Telefon nutzen möchte, sollte sich einen Adapter besorgen.
Voice over IP über das reguläre Telefon zu nutzen, ist nicht so schwer, wie man es sich vielleicht vorstellt. Die einfache Lösung des Problems liegt in einem kleinen, zusätzlichen Gerät, das an das Telefon angeschlossen wird. Neben der gängigen Methode, direkt über den Computer mit einer Software wie etwa Skype Voice over IP zu nutzen, kann man sich auch für teures Geld ein extra darauf ausgelegtes VoIP-Telefon oder ein VoIP-Router besorgen – der Adapter hingegen ist eine preiswerte Variante, die dazu auch noch weitere Möglichkeiten bietet, wie das Telefonieren über das Festnetz (was Voice over IP-Telefone nicht beherrschen) und die Nutzung bei ausgeschaltetem Computer. ISDN Telefone können allerdings nicht verwendet werden.
VoIP: Was wird benötigt?
DSL Anschluss
Router
analoges Telefon
Voice over IP Adapter
passende Kabel
VoIP: So wirds gemacht!
1. DSL Anschluss
Bevor man jegliche Form von Voice over IP nutzt, benötigt man einen DSL Anschluss. Preiswerte Flatrates gibt es bei nahezu jedem der zahlreichen Anbieter.
2. Router
Auch ein Router ist Grundvoraussetzung. Meistens bekommt man von den Anbietern ein Gerät zur Verfügung gestellt, das das Modem und den Router bereits in einem Gehäuse unterbringt.
3. Adapter
Einen Adapter für das analoge Telefon gibt es bereits für einen Preis um 10 Euro, die meisten allerdings liegen zwischen 30 und 50 Euro. Natürlich können die Preise auch bis 180 Euro ansteigen.
4. Integrierte Adapter
Einige Adapter beherbergen auch neben der Schnittstelle für das Telefon auch ein DSL Modem und einen Router. Erfahrungsgemäß sind diese etwas teurer, für komplette Neueinsteiger, die diese Geräte noch nicht besitzen, aber eine gute Alternative.
5. Anschluss
Jeder Adapter ist anders, jedoch haben sie auch einiges gemeinsam: Das Analoge Telefon muss an den Adapter und dieser an den Router angeschlossen werden. Der Router ist wiederum mit dem DSL Anschluss und dem Computer verbunden. Die richtigen Steckplätze ersieht man aus den jeweiligen Betriebsanleitungen, die passenden Kabel sollten mitgeliefert werden oder sind im Fachhandel erhältlich.
6. Konfiguration
Ein Voice over IP Adapter kann auf mehrere Arten konfiguriert werden, unter anderem auch wie ein Router über ein Menü im Browser. Auch diese Einstellungen variieren zwischen den Geräten, sollten aber der Anleitung entnommen werden können und recht schnell einzurichten sein.
Global IP Telecommunications veröffentlicht Ninja VoIP Telefon, welches Webkollaboration mit einem Klick über Desktop Sharing von FastViewer ermöglicht.
Schöffengrund, München, Neumarkt, 01.10.2010, Global IP Telecommunications Ltd. und FastViewer GmbH & Co. KG haben erneut einen Sieg für Konsumenten und Unternehmen mit dem “Ninja Pro (CTI)” SIP Software Telefon erzielt. Das neue Produkt ermöglicht per Mausklick während eines Telefonats weitere Teilnehmer über geografische Grenzen hinweg zur gemeinsamen Zusammenarbeit an Bildschirminhalten (Desktop Sharing) einzuladen.
War es bisher notwendig, für eine ad hoc Sitzung eine Sitzungsnummer einzugeben, so ist dies beim Ninja Client nicht mehr notwendig. Das Ninja Pro (CTI) SIP Software Telefon ist das erste Produkt seiner Art, welches Desktop Sharing Sitzungen ad hoc während eines normalen Telefongesprächs einleiten kann. Der Ninja Pro (CTI) SIP Softclient führt die notwendigen Schritte für den Aufbau der Desktop Sharing Sitzung automatisch im Hintergrund aus.
„Es ist ein gigantischer Schritt für die Industrie, dass moderne Unified Communications Technologie jetzt intuitiv bedient werden kann“, so Michael Best von Global IP Telecommunications. „Wir sind stolz darauf, die ersten zu sein, die eine derart leistungsfähige Lösung zu einem extrem wettbewerbsfähigen Preis anbieten können. Dadurch sind wir in der Lage, weltweit für Konsumenten und Unternehmen signifikante Einsparungen zu ermöglichen“.
In Zeiten der globalen VernetÂzung über das World Wide Web ist es bei UnterÂnehmen und bei privaten VerbrauÂchern gleiÂcherÂmaßen beliebt, über das Internet zu teleÂfoÂnieren.
Aufgrund günstiger Flatrates und der Verfügbarkeit höherer Bandbreiten macht das Telefonieren im Web nicht nur dem traditionellen Festnetz zunehmend Konkurrenz, sondern wird auch verstärkt über Internethandys genutzt.
Telefonieren über das Internet
Unter IP Telefonie, auch Internet-Telefonie oder Voice over IP genannt, wird das Telefonieren über Computernetzwerke verstanden. Alle für den Vorgang des Telefonierens notwendigen Informationen werden dabei über ein Netz übertragen, welches auch für die Übertragung von Daten genutzt werden kann. Anders als beim Telefonieren über Mobilfunk- oder Festnetz wird bei der IP Telefonie die Telefonverbindung in der Regel über den Computer, über spezielle Telefonendgeräte, die IP Telefone genannt werden, sowie über klassische Telefone hergestellt, an die ein spezieller Adapter angeschlossen ist.
Konkurrenz für Festnetz und Mobilfunk
Zunehmend entwickelten sich die Möglichkeiten der IP Telefonie zur ernstzunehmenden Konkurrenz für die klassischen Varianten des Telefonierens via Festnetz und Mobilfunk. In Abhängigkeit vom jeweiligen Anbieter und dem gewählten Tarif sind vor allem bei Gesprächen ins Ausland Einsparungen in beachtlicher Höhe möglich. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass man über einen ausreichend bemessenen Datentarif verfügt.
Auf vielen Smartphones ist heutzutage zum Beispiel die Installation des VoIP-Dienstes Skype möglich. So kann die Software von Skype unter anderem auf den Windows-Mobile-Handys sowie auf dem iPhone und iPodTouch installiert und zum telefonieren genutzt werden. Bei den Smartphones des Softwareherstellers Apple funktioniert das Telefonieren via Skype gegenwärtig ausschließlich über W-Lan. Für die Geräte des Herstellers Blackberry soll Skype in naher Zukunft verfügbar sein. Wer Skype in Deutschland auf seinem Smartphone nutzt, sollte jedoch aufpassen: Einige deutsche Mobilfunkanbieter untersagen die Nutzung dieses Dienstes auf ihren Geräten, andere verrechnen für das Telefonieren via Skype zusätzliche Kosten.
Vorteile der IP Telefonie
Sowohl für private Verbraucher als auch für Unternehmen bietet die IP Telefonie zahlreiche Vorteile. Besonders attraktiv ist diese Möglichkeit des Telefonierens sowohl für Privatleute als auch für Geschäftskunden aufgrund der hohen Kosteneinsparungen, die dadurch erzielt werden können. Unternehmen können Gesprächskosten einsparen, indem sie über das unternehmensinterne Netzwerk Telefonieren. Hier entfallen die Gesprächskosten komplett, da für die Übertragung das eigenen Netz und die entsprechenden IP Adresse genutzt wird. Bei externen Gesprächen können durch die Nutzung einer im Unternehmen einheitlichen Telefon-Infrastruktur per Last Cost Routing die Telefongebühren gesenkt werden.
Neben den Kosteneinsparungen ist die Internet-Telefonie für Unternehmen aufgrund der organisatorischen Vereinfachungen, die dadurch möglich sind, ein ganz besonderer Vorteil. Da kein herkömmliches Telefonfestnetz notwendig ist, muss lediglich in regelmäßigen Abständen das IP-Netzwerk gewartet werden.
“Virtuelle Telefonanlagen”, “Telefonanlagen aus dem Netz” oder “IP-Centrex-Lösungen” – die Bezeichnungen sind ebenso vielfältig wie die Anbieter, die sich am Markt positionieren. Beim Versuch aber, ihre „Voice as Service“-Lösungen auf die Agenda von ITK-Entscheidern zu setzen, tun sich die Services-Anbieter – trotz aller Nutzenpotenziale - bislang noch schwer.
Die Idee, die immer komplexer werdenden Funktionalitäten einer Telefonanlage als Dienstleistung aus dem Internet zu beziehen, ist bestechend. Denn warum sollten Unternehmen heute noch in eine eigene Telefonieinfrastruktur investieren und sich mit deren Administration belasten, wenn sie Sprachanwendungen auch bedarfsgerecht, flexibel und zu transparenten Kosten von einem Provider als webbasierten Service beziehen können?
Das Konzept ist nicht ganz neu, und so genannte virtuelle Telefonanlagen sind keine Errungenschaft der letzten Jahre. Erste Centrex-Lösungen wurden bereits in den 60er Jahren in den USA eingesetzt. Heute sind Centrex-Lösungen IP-basiert und können über das Internet bezogen werden. Sie haben zudem einen neuen technologischen Reifegrad erreicht: Neben den Standardtelefoniefunktionen stehen mit einer virtuellen PBX auch Funktionalitäten wie Presence oder One-Number netzbasiert zur Verfügung und können z.B. über CTI mit Businessanwendungen integriert werden.
Allerdings ist die Marktakzeptanz solche “Telefonanlagen aus dem Netz” – trotz des bestechenden Konzepts – in Deutschland noch gering. Das Lösungskonzept und vor allem der Business Case scheinen deutschen Anwenderunternehmen noch weitgehend unbekannt zu sein. Dies gilt insbesondere für den Mittelstand, so die Ergebnisse einer aktuellen von Nfon in Auftrag gegebenen Studie. Demnach kennen 61 Prozent der mittelständischen Entscheider weder die Begriffe “virtuelle Telefonanlage”, noch “IP-Centrex” oder “Hosted PBX”.
Dennoch spricht einiges dafür, dass sich “Voice as a Service” durchsetzen wird: Zum einen wird auf Anwenderseite die Akzeptanz kontinuierlich zunehmen. Im Zuge des Hype um Cloud Computing, SaaS und Virtualisierung werden die Vorteile webbasierter IT-Lösungen derzeit allerorten intensiv diskutiert, und die Argumente für internetbasierte Anwendungen erreichen mittlerweile Unternehmen aller Branchen und Größenklassen. Da sich Cloud Computing besonders für hochstandardisierte Bereiche eignet, ist die Anwendung des Cloud-Prinzips auf TK-Lösungen als “Voice as a Service” mehr als naheliegend. Bei einer Befragung von Anwenderunternehmen durch Berlecon im Jahr 2009 hielt immerhin bereits jedes fünfte Unternehmen den Bezug von Kommunikationsanwendungen und/oder -infrastruktur im As-a-Service-Modell für sinnvoll.
Zum anderen verbreiten sich IP-basierte Kommunikationstechnologien rasant. Während 2008 nur 25 Prozent der deutschen Unternehmen über eine IP-PBX verfügten, waren es 2009 bereits 45 Prozent. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten für internetbasierte Bereitstellungsmodelle. Gleichzeitig sorgt die zunehmende Breitbandpenetration für flächendeckende Nutzungsmöglichkeiten. Der weltweite Rollout von NGNs versetzt Provider in die Lage, die Verfügbarkeit und Qualität der gehosteten Kommunikationsservices durch Quality of Service sicherzustellen.
Last but not least nimmt das Angebot von “Voice-as-a-Service-Lösungen” derzeit deutlich zu. Von Carriern über klassische TK-Hersteller bis hin zu ITK-Systemintegratoren und bekannten Softwareriesen aus den USA werden sich in den kommenden Monaten die Großen und Kleinen der Branche verstärkt mit entsprechenden Angeboten am Markt positionieren.
Sie alle stehen jedoch vor der Herausforderung, virtuelle Telefonanlagen als echte Alternative zur klassischen, eigenen Telefonanlage auf die Agenda von ITK-Entscheidern zu setzen. Dazu müssen nicht nur Potenziale und Herausforderungen des Konzepts nachvollziehbar dargestellt werden. Vielmehr muss überzeugend vermittelt werden, dass die Lösungen in der Praxis den Anforderungen von Unternehmen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Sprachqualität gerecht werden. Anbieter sind gut beraten, die Praxisrelevanz ihrer Lösungen in den Vordergrund zu stellen, schließlich ist nichts bestechender als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Nicht nur die Forschung, auch die Lehre an deutschen Hochschulen soll in den nächsten Jahren internationaler werden. Die derzeitigen Modelle für den Austausch von Dozenten sind allerdings sehr aufwendig. Es werden jedoch Alternativen entwickelt wie z. B. Webkonferenzen für die Kommunikation zwischen Dozenten und Studierenden.
Deutsche Fachhochschulen sind deutlich weniger internationalisiert als vergleichbare Einrichtungen im Ausland. In Frankreich wird beispielsweise ein erheblicher Teil der Lehre von Auslandsprofessoren bestritten. Mittlerweile ist aber anerkannt, dass der Anteil internationaler Dozenten für die Hochschulen ein Qualitäts- und Differenzierungskriterium darstellt, das zukünftig noch an Bedeutung gewinnen wird. So forciert etwa Bayern über Zielvereinbarungen mit den Hochschulen die Internationalisierung der Lehre und schreibt hier auch fest, dass jede Fakultät mindestens einen Auslandsdozenten für ein Semester gewinnen und die Anzahl von Gastdozenten kontinuierlich steigern soll.
Klassischer Dozentenaustausch
Solche Zielvorgaben lassen sich mit dem klassischen Modell des Dozentenaustauschs allerdings nur schwer erfüllen. Hier verbringt ein Gastdozent ein komplettes Semester an einer Auslandshochschule und ist dort in die Lehre und möglicherweise auch in die Forschung eingebunden. Dieses Modell ist für Dozenten und Hochschulen mit erheblichen Problemen verbunden: Unterbringung, Betreuung durch die aufnehmende Hochschule, Kompensation des Lehrausfalls an der entsendenden Hochschule, Honorierung, mehrmonatige Trennung von Familie und sozialem Umfeld sowie die Eingliederung in die aufnehmende Hochschule usw. stellen Probleme dar, die sich nur mit erheblichem Aufwand bewältigen lassen. Neben hohen Kosten und aufwändiger Administration bedingt das Modell auch einen großen persönlichen Einsatz insbesondere von den Dozenten. Gerade besonders qualifizierte Dozenten mit umfangreichen Verpflichtungen an ihrem Heimatort werden davon eher abgeschreckt. Eine langfristige Zukunft hat dieses Modell dort, wo auf Grund politischer Bedingungen eine bewusste Förderung mit einer Minimierung administrativer Hemmnisse einhergeht.
Virtuelle Konferenzräume
Alternative Modelle ergänzen die klassische Präsenzvorlesung durch virtuelle Elemente. Voraussetzung dafür ist der Einsatz von Hilfsmitteln für Besprechungen und die Zusammenarbeit. Damit können sich Teilnehmer an Besprechungen in virtuellen “Räumen” treffen, sich am Bildschirm sehen, über Voice over IP hören, sowie Präsentationen halten und gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Die erarbeiteten Dokumente, verwendeten Dateien und das simultan erstellte Protokoll wird allen Teilnehmern der Arbeitssitzung bei Abschluss des Treffens automatisch zugestellt. Die technischen Voraussetzungen für den Einsatz solcher Techniken sind sehr gering, Investitionen fallen kaum an, da das Equipment in den Hochschulen meist schon vorhanden ist.
Während Unternehmen sich dieser Techniken heute bereits auf breiter Front bedienen, besteht bei den deutschen Hochschulen hier noch erheblicher Nachholbedarf. Dabei lassen sich mit Webkonferenzen nicht nur Kosten einsparen, sondern auch die Kommunikationsfrequenz und -qualität erhöhen. Die Möglichkeiten reichen hier von Vorlesungen, an denen Studierende von zu Hause aus aktiv teilnehmen, bis zu sog. “Webstreams”, in die man zur Prüfungsvorbereitung noch einmal gezielt hinein hören kann (”lecture on demand”). Solche Angebote stoßen auf reges Interesse: Die Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule München konnte im Weiterbildungsstudiengang “MBA and Engineering” bei einer Web-Vorlesung über ein komplettes Semester eine durchschnittliche Nutzungsrate von 20 Prozent erreichen.
Block-Austausch - virtuell plus real
Beim Modell “Block-Austausch” verbringt der Gastdozent eine begrenzte Zeitspanne von etwa drei bis 14 Tagen an einer Auslandshochschule und vermittelt in dieser Zeit den Inhalt seiner Vorlesung. Dabei können einzelne Vorlesungen auch auf bis zu drei Gastdozenten aufgeteilt werden. Bei gut organisierten Hochschulen ist mit der Präsenz vor Ort eine Vor- und Nachbereitung gekoppelt, die durch einen Vertreter der aufnehmenden Hochschule wahrgenommen werden muss. Mit diesem Austausch-Modell werden die meisten Probleme des klassischen Modells vermieden. Mit einer starren Vorlesungsplanung ist dieses Modell allerdings nur schwer zu kombinieren, es setzt ein leistungsfähiges Planungs- und Kommunikationssystem voraus, das eine tagesgenaue Planung der Vorlesungen, eine einfache Kommunikation der Termine und einen individuellen Vorlesungskalender für jeden Studierenden bereitstellen kann. Hierfür gibt es bewährte, webbasierte Systeme. Das Block-Modell eignet sich hervorragend als Basis für die Internationalisierung von Hochschulen. Zusammen mit webbasierten Hilfsmitteln für Besprechungen und die Zusammenarbeit wird es zukünftig die internationalisierte Lehre prägen. […]