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25. April 2005

DSL unter eigenem Namen

Kategorie: Telefonkonferenz — Redaktion: Telefonkonferenz

1&1, Arcor und Freenet:
DSL unter eigenem Namen und ohne Anschlussgebühr

Seit Juli 2004 ist es soweit: 1&1 und Arcor bieten einen eigenen DSL-Anschluss auf Basis der T-DSL Technik. Auch Freenet bietet seit Oktober 2004 einen eigenen DSL-Anschluss auf T-DSL-Basis an. Möglich ist dies durch eine Vorgabe der EU-Komission:

DSL-Provider dürfen jetzt den T-DSL Anschluss der Deutschen Telekom T-Com unter eigenem Namen und in eigener Rechnung vermarkten.

Die Technik bleibt dabei natürlich die Gleiche. Daher werden die DSL-Anschlüsse von 1&1, Arcor und Co. überall dort angeboten werden, wo auch T-DSL verfügbar ist.

Die Vorteile für den DSL-Kunden
Zu den kleineren Verbesserungen gehört, dass die DSL-Kunden von 1&1 , Freenet und Co. alle DSL-Rechnungen nur noch von einem Unternehmen bekommen, also sowohl für den DSL-Tarif wie auch für den DSL-Anschluss. Sie sind für den DSL-Anschluss folglich nicht mehr zwangsläufig Kunden der Deutschen Telekom, sondern haben nun die freie Wahl.Weit interessanter für den Verbraucher ist die verschärfte Wettbewerbssituation unter den Anbietern. Um möglichst viele DSL-Interessenten für den eigenen DSL-Anschluss zu begeistern, bieten sowohl 1&1 als auch Arcor und Freenet mehrere DSL-Anschlussvarianten im Rahmen einer zeitlich befristeten Aktion ohne Einrichtungsgebühr an - bei der Deutschen Telekom beträgt diese Einrichtungsgebühr zur Zeit 99,95 Euro.

Kostenloser Einstieg in DSL
Damit ist ein wichtiger Grund entfallen, der bisher viele Surfer vom Einstieg in DSL abhielt: Der Einstieg ist nun praktisch kostenlos. Denn neben der entfallenen Einrichtungsgebühr bieten beide Anbieter vergünstigte Hardware an. 1&1 hat aktuell bei Bestellung von einem 1&1 DSL Tarif in Verbindung mit einem 1&1 DSL 2048 Anschluss (entspricht T-DSL 2000) sogar ein DSL-Modem für 0,- Euro im Angebot. Hierfür müssen die Kunden dann eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten hinnehmen.

Auch die monatliche Grundgebühr für die DSL-Anschlüsse auf T-DSL Basis könnten je nach Anbieter verschieden sein. Freenet bietet beispielsweise seinen DSL 2000 Anschluss (entspricht T-DSL 2000) zum Preis von T-DSL 1000 an.

Quelle:dslweb.de

14. April 2005

SCO Schlechte Zahlen gute Aussichten

Kategorie: Telefonkonferenz — Redaktion:

Das erste Quartal des SCO-Geschäftsjahres ist nicht sonderlich gut verlaufen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Umsatz von 11,4 Millionen US-Dollar auf 8,9 Millionen. Auch die Verluste konnten im ersten Quartal nicht verringert werden; sie addierten sich auf 2,96 Millionen im Vergleich zu den 2,49 Millionen im Vorjahr. Insgesamt bleiben nach der Vorstellung der Quartalszahlen durch die Geschäftsführung der SCO Group etliche Fragen offen, da der ursprünglich für den 31. Januar vorgesehene Jahresabschluss erst morgen nach Börsenschluss veröffentlicht werden soll. Mit ihm will die SCO Group dem immer noch drohenden Delisting an der Börse entgehen.

Während SCO weiterhin in diversen Prozessen seine an Unix beanspruchten Rechte verteidigen will, scheint die Strategie, von Linux-Installationen Lizenzgebühren zu fordern, nicht mehr die höchste Priorität zu haben. Sie wurde weder im Quartalsbericht noch in der anschließenden Telefonkonferenz zur Vorstellung des Berichtes erwähnt. Stattdessen betonte SCO-Chef Darl McBride erneut die eminent wichtige Rolle der neuen Version von OpenServer 6, der im Sommer erscheinen soll. Für das Unix-Flaggschiff von SCO soll es erheblichen Bedarf bei den Kunden geben. Da die Kosten für die verschiedenen Prozesse um Unix-Rechte durch ein Abkommen mit den Anwälten gedeckelt seien und das Unix-Geschäft bald gute Erträge erwirtschafte, sei man zuversichtlich, sowohl das Software-Kerngeschäft auszubauen wie die Klagen zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, erklärte Finanzchef Bert Young.

Im Rahmen der Telefonkonferenz fuhr SCO-Chef Darl McBride schwere Geschütze gegen die populäre Website Groklaw und vor allem gegen Pamela Jones als Inhaberin dieser Website auf. McBride verstieg sich zu der Behauptung, dass Pamela Jones eine gefälschte Identität sei, die im Auftrag von Dritten die Website Groklaw unterhalte, die mit verfälschten Darstellungen SCO das Leben schwer machen solle. In der Sache kündigte McBride weitere Untersuchungen an: “Wir gehen der Sache auf den Grund und werden bald wissen, wer Pamela Jones ist. Wir sind nahe dran.” Obwohl McBride keine Namen nannte, suggerierte seine Darstellung, dass IBM hinter der Website steckt. Groklaw gilt als wichtigste Anlaufstelle für jedermann, der die endlosen Wendungen der SCO-Prozesse um Unix-Rechte, angebliche Rechte-Verletzungen durch IBM und gegen Linux-Anwender verfolgen will.

Gefragt, was SCO denn von den Plänen des nach Microsoft zweitwichtigsten SCO-Lizenznehmers Sun Microsoystems halte, mit dem Projekt OpenSolaris sich der Open Source anzunähern, erklärte McBride sein OK. Man habe die Pläne von Sun studiert und glaube nicht, dass diese die Unix-Eigentumsrechte von SCO verletzten, erklärte McBride den überraschten Teilnehmern der Telefonkonferenz. Mit seiner Aussage revidierte McBride eine frühere Stellungnahme von SCO, dass ein OpenSolaris die SCO-Eigentumsrechte verletzen würde.

Zu den Entwicklungen im Streit zwischen SCO, IBM und der Open-Source-Gemeinde siehe den Artikel auf c’t aktuell (mit chronologischer Linkliste zu Beiträgen auf heise online, aus Technology Review und der c’t)

Quelle:(Detlef Borchers) / (jk/c’t)

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