20.01.2011: Heute bringt Kerio Technologies, Hersteller von Groupware und Firewalls, mit dem „Kerio Operator“ eine IP-PBX heraus. Die VoIP-Anlage basiert auf dem Open-Source-Projekt Asterisk, adressiert kleine sowie mittelständische Unternehmen und ist laut Hersteller sowohl für Admins als auch Nutzer sofort intuitiv bedienbar. Gegen den Trend gibt es die Anlage nicht nur als Software, sondern auch in zwei Hardware-Ausführungen.
„Alles, was bisher an VoIP-Anlagen auf dem Markt angeboten wird, ist zu komplex“, sagt Stubbe Stubbe, Director of Sales von Kerio in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Das könnten die Technik-affinen Mitarbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die die Telefone und die Anlagen einrichten und nutzen, nicht gebrauchen. Asterisk alleine sei beispielsweise eine Anwendung für „Techies“.
So sei der Anspruch der Kerio-Produkte, die der Hersteller nun seit rund zwei Jahren entwickelt, dass sich der Umgang mit der IP-PBX ganz einfach gestalten solle. Und daher konfigurieren sich die Telefone der Hersteller Cisco, Linksys und Snom beim Anschluss an die Anlage quasi automatisch.
Doch basiert Kerio auf der Open-Source-Software Asterisk, die ein hohes Maß an Zuspruch und Unterstützung durch die SIP-Community genießt. Die Anbindung von Engeräten ist somit vergleichsweise einfach, da das Standardprotokoll für Voice over IP (VoIP) SIP unterstützt wird. So können Administratoren manuell jedes SIP-fähige Endgerät mit der Telefonanlage nutzen.
Voreinstellungen und Konfigurationen
Admins greifen zur Konfiguration über die Web-basierte Bedienoberfläche der Anlage mit kontextbezogener Hilfe und einen Konfigurationsassistenten auf die Anlage zu. Sie benötigen somit laut Stubbe kein VoIP-Experten-Wissen.
Auch die Bedienung für die Benutzer sei einfach. Ihnen steht die Browser-basierte Oberfläche „MyPhone“ zur Verfügung, die sie beispielsweise auch von unterwegs nutzen können, um auf ihre Voicemails und Telefoneinstellungen zuzugreifen.
Voice-Mails, die auf Reisen abgerufen werden, bekommen übrigens einen „bearbeitet“-Status. Das funktioniert, wenn neben einem Operator-Produkt auch der Mail-Server von Kerio, das Produkt „Connect“, genutzt wird.
IP-PBX-Varianten
Generell stellt Kerio Operator Verbindungen zum öffentlichen Telefonnetz über SIP-Trunks, T1/E1- oder Euro-ISDN-Anschlüsse her. Kerio unterstützt dabei mehrere PSTN-Verbindungen gleichzeitig, sodass Unternehmen leicht von ihren herkömmlichen Telefonsystemen zu Kerio Operator migrieren können.
Allerdings gibt es für die unterschiedlichen Ansprüche verschiedene Varianten des Produkts. Das Produkt ist als Software-Appliance mit einem vom Hersteller gehärteten Linux sowie als virtuelle Appliance für VMware erhältlich. Dies ermöglicht den Einsatz des Produkts auf Standard-PC-Hardware.
Weiterhin ist die IP-TK-Anlage als Hardware-Appliance unter der Bezeichnung „Kerio Operator Box“ in ausgewählten Ländern und in zwei Ausführungen verfügbar: Das Einstiegsmodell „1210“ unterstützt bis zu 40 gleichzeitige Anrufe und verfügt über vier Gigabyte Speicher für Voice-Mails. Das Stand-alone-Produkt besitzt die Maße 172 x 195 x 44 Millimeter und eine Leistungsaufnahme von 60 Watt.
„Kerio Operator Box 3210“ hingegen ist mit 19 Zoll ein einbaufähiges Gerät. Es findet somit in einem Rack auf einer Höheneinheit Platz und ermöglicht 150 gleichzeitige Anrufe. Zudem kann die Anlage mit einer Digium-Karte TE122 T1/E1 oder Digium B410 Euro-ISDN bestellt werden.
Warum Hardware?
Nutzen Kunden die reine Softwarevariante und SIP-Trunk, beispielsweise von Vodafone oder Sipgate, können sie die VoIP-Verbindungen ebenfalls um ISDN- und T1- Anschlüsse erweitern.
Fax-Funktionen fehlen in der IP-PBX von Kerio. Allerdings lassen sich Fax-Geräte an die Anlage anschließen.
Für Kerio ist die VoIP-Anlage nicht nur eine Erweiterung der Produktpalette. Es ist auch das erste Mal, dass der Hersteller ein Produkt direkt als Hardware auf den Markt bringt. „Das ist für uns ein großer Schritt“, sagt Vertriebschef Stubbe.
Die Anforderung für die Erstellung eines solchen Produkts hätten die Vertriebspartner geliefert – rund 700 Händler und Distributoren laut Kerio.
Die Markteinführung neuer Hardware ist insofern bemerkenswert, als der Trend in Richtung reiner Software, Service und Virtualisierung zeigt. Doch die Virtualisierung von Telefonie sei „nicht so leicht“, sagt Stubbe. Zum Beispiel sorgten Latenzen immer wieder für Probleme.
Allerdings ist die IP-PBX nicht das allererste Gerät aus dem Hause Kerio. Seit dem vergangenen Dezember verkauft der Hersteller auch die „Kerio Control Box“, ein UTM-Produkt, in zwei Hardware-Modellen, für 20 und für 40 Nutzer.
Preise und Verfügbarkeit
Die Preise für Kerio Operator beginnen bei 480 Euro für eine Fünf-Nutzer-Server-Lizenz. Die Kerio Operator Box 1210 mit einer 20-Nutzer-Lizenz ist für 1.600 Euro erhältlich. 3210er Box ist für 40 Nutzer zu 2.400 Euro zu bekommen. Zusätzliche Benutzerlizenzen kosten den Fachhandel 19 pro Nutzer und sind als Erweiterungspakete für je 5 Nutzer erhältlich.
Wer Kerio Operator in Augenschein nehmen will, kann das Produkt zur CeBIT 2011, die vom 1. bis 5. März in Hannover stattfindet, auf dem Stand A20 von Brainworks in Halle 2 begutachten.
Fast die Hälfte der deutschen Führungskräfte ist pro Jahr bis zu 60 Tage auf Geschäftsreisen unterwegs und verliert dadurch produktive Arbeitszeit
Jeder Fünfte hat mehr als 36.000 Euro Reisekosten im Jahr
Telepresence-Kommunikationsmittel werden als Alternative oftmals aus Informationsmangel nicht genutzt
Trotz wachsender Bedeutung des Internets und der Kommunikation per E-Mail oder über Telefonkonferenzen, gehören Geschäftsreisen weiterhin zum Alltag in Unternehmen in Deutschland. Moderne Kommunikationsmittel wie etwa Telepresence werden als Alternative hingegen kaum genutzt. Dies belegt eine neue Studie von Tata Communications, weltweiter Anbieter von Kommunikationslösungen, unter Entscheidungsträgern in Unternehmen in den Großräumen Frankfurt am Main und München.
Demnach ist fast die Hälfte der über 100 befragten Führungskräfte (49 Prozent) im Jahr bis zu 60 Tage unterwegs. Dies entspricht fast drei kompletten Arbeitsmonaten. Doch oftmals kann aufgrund von langen Wartezeiten bei An- und Abreise gerade einmal ein Bruchteil der beanspruchten Zeit zum produktiven Arbeiten genutzt werden. Dennoch bevorzugt die überwiegende Mehrheit der Befragten (91 Prozent) das persönliche Zusammentreffen. Ausschlaggebend hierfür ist die Bedeutung des persönlichen Kontakts, aber auch die bessere Vertrauensbasis, die durch das direkte Aufeinandertreffen geschaffen wird.
Ständig auf Achse zu sein, wirkt sich auch deutlich auf die Reisekosten aus: Jeder fünfte Manager (22 Prozent) gibt im Jahr mehr als 36.000 Euro alleine für Geschäftsreisen aus. Gerade in wirtschaftlich kritischen Zeiten können durch den Einsatz von virtuellen Collaboration-Werkzeugen als Alternative effektiv Kosten eingespart werden. Bei der Umfrage kristallisierte sich allerdings ein deutliches Informationsdefizit heraus: Viele Führungskräfte kennen aktuelle verfügbare Technologien nicht und verschenken somit wertvolle Einsparpotenziale.
Blickkontakt wird bevorzugt
Ein virtuelles Collaboration-Tool sind Videokonferenzen. Generell werden Treffen mit Blickkontakt besser bewertet als “anonymere” Formen. So bestätigt die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (84 Prozent), eher Konferenzen per Video an Stelle von Telefonaten durchführen zu wollen, wenn man den Kosten- und Zeitfaktor nicht berücksichtigen müsste. Ebenso ist fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) der Meinung, dass Videokonferenzen genauso förderlich für die Kommunikation und Pflege von Geschäftsbeziehungen sind, wie persönliche Treffen von Angesicht zu Angesicht. In der Realität werden trotz allem nur wenige durchgeführt. Die Befragten nennen meist technische Gründe: der Aufwand, Probleme sowie Bild- und Tonqualität, Sicherheit und die Verfügbarkeit der Technologie bei Kunden und Partnern wurden als Gründe genannt, warum eine Videokonferenz nicht genutzt wird.
Hier zeigt sich eine große Wissenslücke bezüglich der neuesten Entwicklungen von virtuellen Collaboration-Werkzeugen. So gaben beispielsweise 90 Prozent der Befragten an, innovative verfügbare Services wie etwa Telepresence nicht zu kennen. Telepresence ist ein Collaboration-Tool in HD-Qualität der nächsten Generation, dass Treffen mit Kunden, Partnern oder Mitarbeitern an einem virtuellen Konferenztisch ermöglicht. Die Vorteile der Lösung reichen dabei von Zeit- und Kostenersparnis über den direkten Blickkontakt mit dem Gesprächspartner bis hin zum möglichen Einsatz von Präsentationstechniken und Umweltbewusstsein.
Von München und Frankfurt zum Rest der Welt
“Die Umfrage zeigt deutlich, dass die deutschen Führungskräfte für technologische Neuheiten offen sind, um die Arbeitszeit außerhalb des Büros zu reduzieren und gleichzeitig die globale Zusammenarbeit zu fördern. Was sie zurückhält, ist mangelnde Kenntnis zu den aktuellen Entwicklungen virtueller Collaboration-Werkzeuge, die ein realitätsnahes Echtzeiterlebnis ermöglichen”, erklärt Claude Sassoulas, Managing Director Europe and Africa bei Tata Communications. “Wir haben diese Marktlücke erkannt und arbeiten mit Partnern wie der Starwood Hotelgruppe zusammen, um Unternehmen in Deutschland über Telepresence-Einrichtungen in München und Frankfurt einen virtuellen Zugang zu weltweiten Geschäftspartnern zu ermöglichen.”
Versionen für Unternehmens- und Privatkunden Zugang zu Livechat-Kundensupport inklusive
Skype gab Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas das offizielle Debüt seiner Gruppen-Videogespräche für Verbraucher und Unternehmen. Bisher war diese Funktion im Beta-Stadium. Privatpersonen und Firmen können damit drei Teilnehmer oder mehr in einem einzelnen Videoanruf zusammenzubringen und so virtuelle Familientreffen oder Firmenkonferenzen abhalten. Videogespräche machten in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 etwa 41,5 Prozent aller Gesprächsminuten zwischen Skype-Nutzern untereinander aus.
Skype bietet die Gruppen-Videogespräche im Rahmen seines neuen Premium-Pakets an, das auch Zugang zum Livechat-Kundensupport beinhaltet. Es ist als Tagespass für €3,49* oder als Monatsabo für €5,99* pro Monat erhältlich. Skype-Nutzer, die sich während des ersten Monats nach der Einführung für Gruppen-Videoanrufe registrieren, erhalten 33 Prozent Rabatt auf drei- und zwölfmonatige Abonnements. Neue Nutzer können den Service sieben Tage lang kostenlos ausprobieren. Neukunden, die sich für Gruppen-Videogespräche registrieren, bekommen 25 Prozent Rabatt auf eine HD Webcam im Skype-Online-Shop. Videogespräche zwischen zwei Teilnehmern bietet Skype auch weiterhin kostenlos an.
Videokonferenzen für Unternehmen
Gruppen-Videogespräche stehen auch in der neuen Unternehmensversion von Skype zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Desktop-Anwendung für PCs, mit der Unternehmen kontrollieren können, wie Skype am Arbeitsplatz genutzt wird. Mitarbeiter können problemlos Videokonferenzen mit Kollegen rund um den Globus aufsetzen und die Zusammenarbeit intensiver und produktiver gestalten. Unternehmen, welche die Skype-Manager-Software nutzen und sich für Gruppen-Videoanrufe registrieren, erhalten 33 Prozent Rabatt auf drei- und zwölfmonatige Abonnements. Darüber hinaus bekommen sie 15 Prozent Rabatt auf ein Paket mit Headset und Lautsprecher.
Bereits in der Beta-Phase haben Gruppen-Videogespräche viele Familien, Freunde und Arbeitskollegen über große Entfernungen zusammengebracht. Beispielsweise eine spanische Familie, die sich nach sechs Jahren Trennung wiedergesehen hat, oder eine Organisation namens Global Learning Exchange, die Klassenzimmer aus Singapur und Bakersfield, Kalifornien zusammenschaltete, und Unternehmen wie ePromos, die durch Gruppen-Videogespräche ihre Zusammenarbeit mit externen Mitarbeitern und Zulieferern verbessern.
Um ein Gruppen-Videogespräch zu beginnen, muss nur ein Teilnehmer die siebentägige Probezeit aktiviert oder einen Tagespass bzw. ein Monatsabo über Skype für Windows 5.1 erworben haben. Damit alle Teilnehmer das Video empfangen können, benötigen sie mindestens Version 5.0 für Mac oder Windows.
*Preisangaben ohne Mehrwertsteuer. Inklusive Mehrwertsteuer kostet ein Tagespass €4,01 und ein Monatsabo €6,89. Es gelten die Richtlinien zur fairen Nutzung.
Die modernen Technologien für die Collaboration sind dabei, die Arbeitsprozesse tief greifend zu verändern. Künftig werden sich mehr und mehr Mitarbeiter in virtuellen Teams organisieren.
Je mehr die Unternehmen das Internet für die Kommunikation nutzen, desto stärker verändern sich die Arbeitsabläufe in den Büros. In allen verwaltenden Tätigkeiten gewinnt die Zusammenarbeit eine andere Qualität: Mitarbeiter können weltweit in einer Weise gemeinsam arbeiten wie dies bisher allenfalls zwei Kollegen möglich war, die sich im selben Büroraum unmittelbar gegenübersaßen. “Collaboration” geht daher weit über die herkömmliche gegenseitige Abstimmung und Information hinaus. Es ist wirklich ein gemeinsames Arbeiten möglich, ortsunabhängig und trotzdem in Echtzeit, flexibel, und multimedial. Die nötige Infrastruktur ist heute fast überall verfügbar und verursacht zudem nur minimale Kosten. Vor diesem Hintergrund lassen sich heute folgende zentrale Trends für die weitere Entwicklung der ausmachen:
Etablierung virtueller Teams
Integration in Social Media
Zunehmend mobile Collaboration
Cloud-basierte Collaboration
Integration der Technologien
VIRTUELLE TEAMS
Die neuen technischen Möglichkeiten erlauben es, unabhängig von bestimmten Orten multi-polar in Echtzeit zu kommunizieren und damit virtuelle Gruppen aufzubauen, die in den Prozessen ohne weiteres reale Arbeitgruppen ersetzen können. Was die privaten Web-Nutzer mit ihren Communities vorgemacht haben, vollziehen nun die Unternehmen. Sie bilden virtuelle Teams, die sich primär funktionell definieren. Mitglieder solcher virtueller Arbeits- oder Projektgruppen kennen sich oft nur übers Web oder arbeiten ausschließlich im Web zusammen. Insbesondere durch die Globalisierung sind diese Unternehmens-Communities heute bereits weit verstreut. Traditionelle Kommunikationsformen wie Arbeitsbesprechungen oder Mitarbeiterversammlungen lassen sich in diesem Szenario ohnehin nicht mehr oder nur mit sehr hohem Aufwand organisieren.
Damit zeichnet sich schon ein Trend ab: Auf die virtuellen Arbeitsgruppen folgen virtuelle Abteilungen. Am Ende dieser Entwicklung steht das virtuelle Unternehmen, bei denen die Mitarbeiter mobil sind oder im Home Office arbeiten. Natürlich wird nicht jedes Unternehmen ganz in die virtuelle Welt abwandern, aber überall dort, wo die Wertschöpfung sowieso schon in der virtuellen Sphäre erbracht wird, wie zum Beispiel beim Betrieb eines Online-Brokers, werden sich virtuelle Unternehmen etablieren. Je größer das Gewicht virtueller Strukturen in einem Unternehmen ist, desto flexibler ist es und desto besser kann es sich auf Veränderungen einstellen.
Durch die zunehmende Nutzung moderner Collaborations-Technologien wird sich die Arbeit generell von festen Standorten abkoppeln. Diese waren bisher eine technische Notwendigkeit, weil die für die Arbeitsprozesse benötigten Arbeitsmittel eben nur dort verfügbar sein konnten. Die Menschen mussten daher ihren Arbeits- und Kommunikationsmitteln folgen, mit den bekannten Auswirkungen der physischen Mobilität mit einem enormen Zeitverlust und hohen Kosten, sowie zu den gesamtgesellschaftlichen Folgen für Infrastruktur und Umwelt. Heute sind Arbeits- und Kommunikationsmittel in der Lage, den Menschen zu folgen. Diese Entwicklung hat weit reichende Folgen nicht nur für die Arbeitsprozesse, sondern für das gesamte gesellschaftliche Leben.
SOCIAL MEDIA
Die Business-Collaboration ist bereits heute von den Social Media geprägt. Virtuelle Unternehmens-Communities umfassen nicht nur ortunabhängige, digitale Kommunikation, sie vollziehen auf dieser Basis auch immer mehr das nach, was Communities auf Facebook, Linkedin oder Xing bereits auf privater Ebene vorgezeichnet haben. Diese Entwicklung wird sich noch verstärken, künftig werden die Unternehmen nicht nur eigene virtuelle Communities aufbauen, diese werden auch stärker mit den privaten verbunden sein und mitunter mit diesen sogar zusammenwachsen: Private Facebook-Seiten oder Twitter-Account lassen sich nur schwer von denen der Unternehmen trennen. Für die Unternehmen stellt dies eine große Herausforderung hinsichtlich Compliance und Sicherheit dar, denn nicht jeder Unternehmens-Content hat etwas auf einer privaten Seite zu suchen. Hier müssen unternehmensweite Vereinbarungen über die Grenzen getroffen werden.
MOBILE COLLABORATION
Mobile IT-Systeme geben dem Nutzer heute die Leistungsfähigkeit eines kleinen Rechenzentrums in die Hand. Durch die ständige Verbindung zum Internet sind solche mobilen Hochleistungssysteme die ideale Schnittstelle für die Collaboration, zumal dabei auch anspruchsvolle Anwendungen möglich sind. Damit lassen sich dynamische Geschäftsprozesse abdecken, denn in mehr und mehr Unternehmen sitzen die Mitarbeiter kaum noch an festen Schreibtischen mit traditionellen Telefonen. Mobile Mitarbeiter können ohne Aufwand und ohne spezielle Infrastruktur die für sie wichtigen Ressourcen außerhalb herkömmlicher Büroumgebungen nutzen und sich direkt in die Arbeitsprozesse einschalten. Dies gilt mittlerweile nicht mehr nur für klassische Office-Funktionen oder den Einsatz als Client von Enterprise-Applikationen.
Unternehmen können mit Mobilsystemen virtuelle Business-Communities auf- und ausbauen, deren Teilnehmer sich dann nicht nur an jedem Ort, sondern auch wirklich ganz unabhängig von bestimmten Orten agieren können. Da Collaboration über die Sprach-Kommunikation hinausgeht und beispielsweise das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten oder Präsentationen umfasst, können Unternehmen auch in mobilen Communities arbeiten. Collaborations-Lösungen müssen dafür die gesamt Vielfalt von Systemen von Blackberry bis iPhone unterstützen, so dass sich Mitarbeiter keine Gedanken über die Kompatibilität ihrer Geräte machen müssen. Damit wird aber auch die Vielfalt der Geräte und Gerätetypen, die in Collaborationsstrukturen eingebunden sind, zunehmen. Damit dies nicht zu zusätzlichem Aufwand führt, wird Standardisierung und Kompatibilität hier eine wichtige Aufgabe bleiben.
Mobile Systeme haben mittlerweile alle durch die geringe Größe und die fehlende Verbindung mit festen Leitungen bedingten Einschränkungen hinter sich gelassen. Sobald die Unternehmen auch die nötigen organisatorischen Voraussetzungen geschaffen haben – beispielsweise die zentrale Frage: Wer bekommt welches Smartphone? – wird die mobile Collaboration in Unternehmen Standard sein.
CLOUD-BASIERENDE COLLABORATION
Der derzeitige Mega-Trend Cloud Computing lässt natürlich auch die Collaboration nicht aus. Bewegen sich die Prozesse schon in der virtuellen Welt, so ist der Zugriff auf virtuell bereitgestellte Ressourcen nur nahe liegend. Jetzt schon lassen sich Collaborations-Anwendungen On-Demand via Cloud nutzen. Unternehmen müssen so nicht in eigene Hardware und Applikationen investieren, sie sind flexibler und können diese Lösungen weitaus leichter skalieren. Vor allem aber sind die Anwendungen über die Cloud überall verfügbar, jeder kann sich problemlos von jedem Web-fähigen Endgerät an jedem Ort der Welt einloggen und findet dort die gewünschte Plattform mit seinen jeweiligen Inhalten vor. Anbieter wie Cisco WebEx stellen dafür auch eine Infrastruktur zur Verfügung, die vom öffentlichen Web abgekoppelt ist und eine sicher Collaboration erlaubt. Der Aufbau eigener Inhouse-Lösungen für Collaborations-Anwendungen ist demgegenüber fast schon widersinnig. Cloud Computing wird sich im Bereich Collaboration daher schon recht bald durchsetzen.
INTEGRATION DER TECHNOLOGIEN
Die Integration von IT und Kommunikation ist fast schon kein Trend mehr, sondern häufig Realität. Allerdings ist die Entwicklung hier in der Praxis längst nicht abgeschlossen, die Zukunft muss hier erst noch die Versprechungen der Vergangenheit einlösen, denn noch immer stehen die für eine umfassende Collaboration nötigen alten und neuen Technologien nicht ausreichend verbunden nebeneinander: Telefon, E-Mail, Instant Messaging, Webkonferenz, Telepräsenz, Corporate Social Networks, Unternehmens-Websites, Microblogging aber auch unternehmensspezifische Kommunikationsplattformen wie Beschaffungsportale arbeiten zunächst einmal für sich. Eine moderne Collaborations-Infrastruktur kann dafür sorgen, dass diese Technologien endlich reibungslos ineinander greifen und einen direkten Übergang beispielsweise von Instant Messaging zur Webkonferenz realisieren.
Virtuelle Communities, intensive Nutzung mobiler Systeme und die Nutzung von Anwendungen aus der Cloud – diese Entwicklungen sind im privaten Sektor bereits seit langem zu beobachten. Seit Jahren nimmt die private Kommunikation nun schon vorweg, was Unternehmen bei der Organisation ihrer Collaboration erst nach und nach umsetzen. Insofern kann man hier durchaus einen Meta-Trend konstatieren: Der private Sektor fungiert als Schrittmacher – in den Unternehmen wird morgen so kommuniziert werden, wie heute schon in der Freizeit vieler Menschen: In sozialen Netzen, auf speziellen Kommunikationsplattformen, mit Video-Chats, per Kurznachricht, mit intensivem Multimedia-Einsatz. Unternehmen müssen diese Entwicklungen im Auge behalten, wenn sie sich für die Zukunft der Collaboration – ihrer Collaboration – interessieren.
* Peer Stemmler ist Country Manager Germany bei Cisco WebEx in Düsseldorf.
Salesforce.com erwirbt mit Dimdim für 31 Millionen Dollar Technologie für Echtzeitkommunikation. Sie soll in die vor rund einem Jahr gestartete Kommunikationsplattform Chatter integriert werden. Die Lösungen der 2007 gegründeten US-Firma Dimdim erlauben Mitarbeitern in Unternehmen ihren Präsenzstatus zu verwalten, browserbasiert Dokumente und Bildschirmansichten gemeinsam zu bearbeiten sowie per Text zu kommunizieren.
In einer Stellungnahme zu der Übernahme wiederholte Salesforce.com seinen Anspruch, mit Chatter ein “Facebook für Unternehmen” schaffen zu wollen. Dazu trügen die Technologien von Dimdim bei. Da Chatter hinter der Firewall läuft, können Nutzer von außen nicht auf Unternehmensinformationen zugreifen, die in dem Netzwerk gespeichert sind.
Wie bei anderen Sozialen Netzen können Nutzer auch bei dem seit Ende Juni 2010 verfügbaren Chatter ein Profil anlegen, Statusmeldungen veröffentlichen und Real-Time-Feeds abonnieren. Zudem lassen sich über Google Docs Dokumente und Dateien austauschen sowie Termine koordinieren. Zum Funktionsumfang gehören auch Analyseinstrumente, ein auf Adobes AIR basierender Desktop, der den Zugriff ohne Browser ermöglicht, sowie ein E-Mail-Manager.
Dimdim ähnelt in vielem WebEx von Cisco oder GoToMeeting von Citrix. Anders als diese beiden bietet es aber keine Möglichkeit für Videokonferenzen. Salesforce.com hat auch keine Pläne, diese Funktion zu ergänzen. Das Unternehmen selbst sieht seinen Dienst als direkte Konkurrenz zu Microsofts SharePoint und IBMs Lotus Notes. Für Kunden, die die Cloud-Plattform Force oder andere Software von Salesforce.com nutzen, ist der Dienst kostenlos. Mit der Übernahme ist dei Nutzung von Dimdim für Firmen ohne Salesforce-Kundenbeziehung nicht mehr möglich.
Der große Hype um das Thema Unified Communications & Collaboration (UCC) ist zuletzt abgeklungen. Was aber vor allem ein Zeichen dafür ist, dass der Trend erwachsen geworden ist. Was nun kommt, beschrieb vor kurzem Netzwerkspezialist Cisco unter dem Schlagwort “mobile UCC”.
“Unser Portfolio wird im dynamischen Unternehmensnetzwerk vollständig miteinander verschmelzen”, sagte Barry O’ Sullivan, Senior Vice President Voice Technology Group Cisco, im Rahmen der Hausmesse der Cisco Expo. Künftig würden beim Netzwerkspezialisten mobile Lösungen auf Basis von Cius und Quad zusammenwachsen. So nutzen unternehmensintern die Kollaborationsplattform Cisco Quad bereits 70.000 Mitarbeiter im Netzwerk. Mit dem Unified Communication Manager stehe eine zentrale Schaltkonsole bereit, um alle Aktivitäten übersichtlich zu steuern. O’ Sullivan deutete in seiner Keynote aber auch an, dass es schwierig sei, die unübersichtliche Vielfalt, sprich das Chaos, in den sozialen Netzwerken zu organisieren. Mit dem Social Miner, einer Art erweiterten Suchmaschinenfunktion soll die effiziente Zusammenarbeit im Web-2.0-Zeitalter besser gelingen.
Was aber verbirgt sich hinter dem Integrationskonzept von Cisco, das als Antwort auf Branchenrivalen wie IBM zu sehen sein dürfte. Anders gefragt: Wie marktreif ist die mobile UCC wirklich? Diese Frage ist kaum mit ein paar griffigen Werbeslogans zu beantworten. Denn noch lauern auf die Anwender zahlreiche Tücken. Heterogene Gestaltungselemente wie Festnetztelefon, Handy, PDA, Smartphones, Voice-Box, Fax, PC und Notebook sowie Web- und Videokonferenzsysteme gehören zwar für viele Menschen heute bereits zum Arbeitsalltag.
Mit einem Haken: Solange all die verschiedenen Kontaktkanäle, Medien und Endgeräte unzureichend in ein schlüssiges Gesamtkonzept integriert sind, lassen sich Synergien für eine verbesserte Zusammenarbeit nicht im erwünschten und möglichen Maß realisieren. Dieser misslichen Lage will Cisco jetzt ein Ende bereiten. Zudem, so macht O’ Sullivan deutlich, stecke enormes Potenzial in mobilen Lösungen, etwa im Gesundheitsbereich in den “Emerging Markets” wie China oder Indien.
Der entscheidende Vorteil: Mit “mobiler UCC” könnten Unternehmen Kosten für teure Telefone am Arbeitsplatz von Mitarbeitern einsparen, die aus unterschiedlichen Gründen viel Zeit außerhalb des Unternehmens verbringen. Das hört sich gut an. Dennoch gibt es keine allgemein verbindliche Definition rund um die mobile Kollaborations- und Kommunikationswelt.
Auf welches Gesamtkonzept setzt also Cisco? Im Gespräch mit den Spezialisten werden die ersten Grundzüge deutlich. Der sieben Zoll große Cius ist mit einer Dockingstation, externem Monitor sowie Thin-Client-Architektur ausgestattet. Im Frühjahr kommt er auf den Markt, laut Cisco handelt es sich um einen “vollwertigen Arbeitsplatz auf einer breiten Systemgrundlage und Anwendungsvielfalt”.
Der Cius soll quasi als Großplattform im kleinen Endgerät mit einfacher Bedienung nutzbar sein. Ein zentrales Augenmerk liege dabei auf der Sicherheitsarchitektur, inklusive virtueller “Fernlöschung” beim Verlust des Geräts. Umfassend kommunizieren soll der Cius auch mit der ebenfalls aus dem Hause Cisco stammenden Kommunikationsplattform Quad.
Bislang separate Gerätewelten sollen so via Schnittstellen etwa für Chatfunktionen vereinigt werden. Derzeit lassen die Spezialisten von Cisco das zwischen Cius und Quad angesiedelte ultramobile Management-Cockpit von kleinen ausgewählten Nutzergruppen mit 20 bis 50 Personen in einem umfassenden Testlauf auf Herz und Nieren überprüfen. Die Erprobungsphase ist auf ein sukzessives Ausrollen binnen eines halben Jahres in ausgewählten Fachbereichen angelegt.
Kosten je Arbeitsplatz sollen dramatisch sinken
Werbung macht der IT-Netzwerkspezialist aber primär damit, wie es Barry O’ Sullivan auf der Cisco Expo an mehreren Praxisbeispielen verdeutlichte, mit seinen drei Standbeinen Video Conferencing, Desktop-Virtualisierung und eingebetteten Social- Media-Kanälen. Die Kernbotschaft lautet, nicht nur mehr Bedienkomfort und eine anwenderfreundliche Umgebung in der mobilen Arbeitswelt herzustellen. Mehr noch: Die Kosten je Arbeitsplatz sollen deutlich fallen. Die Zauberformel dazu lautet: “Video Everywhere”, wie die allgegenwärtige Arbeitswelt in Miniatur á la Cisco im internen Fachjargon bezeichnet wird. Cisco offeriert in seinem Drei-Säulen-Modell zum einen eine ganze Reihe neuer sparsamer Endpunkte zur Tele Presence. Dies ist zum einen das Desktop-System EX60 (Tandberg), das noch 30 Prozent preiswerter als das populäre EX90 sein soll. Hinzu kommen High-Quality-Videobilder für Ciscos WebEx Meeting Center.
Die neue Cisco Virtualization Experience Infrastructure (VXI) wiederum bietet eine Ende-zu-Ende-Architektur zur Desktop-Virtualisierung über alle relevanten Kollaborationswerkzeuge hinweg, vom Netzwerk bis zum Datenzentrum. Darin vertreten sind neben bekannten Partnern des Ökosystems Namen wie Citrix, EMC , Microsoft, NetApp, VMware und Wise.
Die Infrastruktur-Plattform VXI adressiert dabei bisherige Limitierungen, aufgrund derer sich die Desktop-Virtualisierung bis heute meist nur fragmentarisch hat umsetzen lassen. Bestehende Lösungen lassen sich laut Cisco auch auf die Video- und Rich-Media-Collaboration hin erweitern. Dadurch sollen Unternehmen einen Mix aus Kosten-, Sicherheits- und Flexibilitätsvorteilen erzielen. Die zentrale Aussage aus Sicht der Anwender aber lautet: Mit Hilfe einer möglichst durchgängigen Desktop-Virtualisierung sollen sich aus Sicht der Endanwender die Kosten pro Client und User nahezu halbieren. Auch die Kostenspirale für die Gesamtbetriebskosten (TCO) soll deutlich nach unten geschraubt werden, da deutlich mehr virtuelle Desktops auf einen Server passten.
Und schließlich bietet Cisco künftig zwei “Zero-Client-Devices” an, mit denen bei der Desktop-Virtualisierung keine Kompromisse mehr bei der Rich-Media-Nutzung notwendig seien. Dies betrifft demnach sowohl die USB-Video-Erweiterungseinheit für Ciscos IP-Telefone 8900 und 9900, als auch ein virtualisiertes Stand-Alone-Device. Auch das Cisco Cius Tablet lässt sich demnach künftig quasi nahtlos in die Desktop-Virtualisierung einbeziehen, etwa durch neue Client-Applikationen von Citrix, VMware und Wise. Und nicht zuletzt bringt laut Netzwerkspezialist die Quad-Variante Cisco Finesse eine Web-2.0-basierte “Collaboration-Desktop-Umgebung” auf die Notebooks der Außendienstler. Dies soll eine kostengünstige Zusammenarbeit direkt vor Ort beim Kunden ermöglichen. Und schließlich soll Ciscos Finesse auch auf der HTML-basierten Kollaborationsplattform Quad als Kontaktcenter-Funktion eingerichtet sein.
Elisa arbeitet mit Vidyo bei Videokonferenzlösungen für Desktop-Rechner, Raumsysteme, Smartphones und Tablet-PCs zusammen
Pasila (Finnland)/München – Elisa Corporation, ein führender Anbieter von Kommunikations-Services in Nordeuropa, startet den ersten Videokonferenzdienst, mit dessen Hilfe Nutzer von Smartphones und Tablet-PCs an Konferenzen mit Desktop- und Raumsystemen teilnehmen können. Der Service von Elisa bietet Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern in TV-Qualität (HD-Auflösung). Die Services von Elisa basieren auf der patentierten Technologie von Vidyo.
Elisa Corporation nutzt die Architektur von Vidyo bereits für seine Videokonferenz-Services, die das Unternehmen für Desktop- und Raumsysteme anbietet. Nun erweitert der Service-Provider aus Finnland seine Produktpalette um Dienste für Smartphones und Tablet-PCs. Den neuen Videokonferenz-Service testet Elisa zunächst auf den Mobiltelefonen und dem Tablet-PC der Reihe “Galaxy” von Samsung.
“Mitarbeiter von Unternehmen und Organisationen sind heutzutage viel häufiger unterwegs als noch vor wenigen Jahren”, sagt Pasi Mäenpää, Direktor der Sparte Corporate Customer Business bei Elisa. “Heute brauchen sie Kommunikations-Tools, mit denen sie sich von überall aus in eine Videokonferenz einwählen können. Smartphones und Tablet-PCs ermöglichen Mitarbeitern, deutlich flexibler mit Kollegen, Kunden und Partnern zu kommunizieren. Wartezeiten am Flughafen oder Reisezeiten lassen sich nun effizient nutzen, etwa um ad hoc ein Meeting per Videokonferenz durchzuführen. Desktops, Smartphones und Tablet-PCs haben viel ungenutztes Potential und nur Vidyo ist in der Lage, diese Qualität zu liefern.”
“Mobile Geräte geben Geschäftsanwendern die Möglichkeit, Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern zu führen, und das in High Definition-Qualität”, sagt Ofer Shapiro, Chief Executive Officer und Mitgründer von Vidyo. “Dies geht weit über die sonst üblichen “Chats” zwischen nur zwei Teilnehmern hinaus. Elisa Corporation ist ein innovativer Service-Provider, der hochwertige Videokommunikation zum Preis von Sprach-Services bietet.”
Global tätige Unternehmen müssen verstärkt innovative Kommunikationsmittel einsetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mobiltelefone und Tablet-PCs bieten ihnen dank Videokonferenz-Services Mobilität ohne Produktivitätsverlust.
Elisa ist einer der führenden Anbieter von Kommunikationsdiensten in Nordeuropa. Das Unternehmen ist an der Börse in Helsinki gelistet. Die Services von Elisa nutzen derzeit rund zwei Millionen Privatkunden in Skandinavien, den baltischen Staaten und in Russland. Hinzu kommen 150.000 Firmenkunden und Nutzer in öffentlichen Einrichtungen. “Elisa wird seine IT- und Kommunikationsdienste sowie Online-Services für private und Geschäftsanwender weiter ausbauen”, erläutert Pasi Mäenpää. “Im Jahr 2009 erzielte Elisa mit seinen 3200 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,43 Milliarden Euro.” Zu den Partnern des finnischen Service-Providers zählen unter anderem Vodafone und Telenor. Weitere Informationen zum Unternehmen sind auf folgender Web-Seite zu finden: www.elisa.fi.
Vidyos Lösung bietet HD-Multipoint-Videokonferenzen auf Desktops und Raumsystemen. Das Unternehmen bietet heute Software Development Kits (SDK) für Smartphones und Tablet-PCs. Vidyos patentierte VidyoRouter-Architektur ist die erste – und bislang einzige erhältliche – Videokonferenzlösung, die auf dem Videokomprimierungsstandard H.264/Scalable Video Coding (SVC) basiert. Dieser offene Standard ermöglicht es, einen Video-Stream in verschiedene Auflösungen, Qualitätsstufen und Bitraten zu teilen. So passt sich das System an die jeweils zur Verfügung stehende Bandbreite an und verhindert störende Verzögerungen bei der Bild- und Ton-Übertragung, indem es die so genannte Latenzzeit auf einem kaum wahrnehmbaren Niveau hält. Mithilfe dieses Verfahrens kann die VidyoTechnology ohne eine teure Multipoint Control Unit (MCU), der zentralen Komponente traditioneller Systeme, eine hohe Ausfallsicherheit gewährleisten. Vidyo ist seit 2005 in mehreren Organisationen aktiv, die H.264 SVC Interoperabilität vorantreiben.