>>> Videokonferenz - Technik und Ausstattung
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Räume |
Für eine Videokonferenzen sind spezielle Räume
mit passender Ausstattung empfehlenswert. Der Raum sollte sich
in einer ruhigen Umgebung befinden und für alle Teilnehmer gut
erreichbar sein, vor allem aber sollte jeder der geladenen
Konferenz-Teilnehmer in diesem Raum einen Platz finden. |
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Beleuchtung |
Ist der Konferenzraum falsch ausgeleuchtet, so
erkennt ihre Gegenseite das Bild nur noch schwer. Vermeiden Sie
daher direktes Licht. An die Decke strahlende Neonlichter
bewirken eine gleichmäßig helle Ausleuchtung. |
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Einrichtung |
Gemälde und Kunstgegenstände sorgen dafür, dass
sich die Konferenzteilnehmer wohl fühlen. Jedoch sollten sich
diese Gegenstände nicht im Erfassungsbereich der Kamera
befinden, da diese bei ihrem Gegenüber für Verwirrung sorgen
könnten. Bei der Auswahl der Bestuhlung ist darauf zu achten,
keine neig-, kippel- oder rollbaren Stühle zu verwenden. Als
Folge könnten unscharfe Bilder entstehen, da sich die Kamera nur
schwer auf bewegte Objekte fokussieren kann. |
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Kameras |
Die Platzierung der Kamera ist einer der
wichtigsten Punkte bei der Vorbereitung. Verwenden sie bis zu
drei Kameras, eine nimmt das Gesamtbild auf, eine fokussiert den
redenden Teilnehmer und die dritte ist dazu da Dokumente
aufzunehmen. Verdecken sie am Konferenztisch die Beine der
Konferenzteilnehmer. Sie sollten in einer Höhe von 90-150cm
montiert werden. Ein optimaler Platz für die Kamera ist direkt
neben oder auf dem Monitor, denn ist der Abstand zu groß,
verliert man das Gefühl jemandem gegenüber zu sitzen. In
größeren Räumen empfiehlt es sich den Erfassungsbereich der
Kamera auf dem Boden zu markieren, so lässt sich verhindern,
dass Teilnehmer wärend der Konferenz den Erfassungsbereich
ungewollt verlassen.
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Mikrofone |
Je größer der Abstand zwischen Redner und
Mikrofon ist, desto schlechter wird ihr Gegenüber sie verstehen.
Bei größeren Räumen empfiehlt es sich deswegen mehrere Mikrofone
zu benutzten. |
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Monitore |
Viele Monitore oder Konferenzanlagen ermöglichen
eine Bild-in-Bild Darstellung. Bei mehr als 4 Bild-in-Bild
Darstellungen wird das Bild zu klein, daher ist es zu empfehlen
einen zweiten Monitor zu benutzen. Für flimmerfreie
Bildübertragung sollten sie 100Hz Monitore, TFT sowie LCD oder
Plasma TV einsetzen. Bei mehr als 10 Teilnehmern sollten sie
allerdings auf Beamertechnik zurückgreifen, da diese ein
ausreichend großes Bild liefert.
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ISDN-Anschluss |
Für eine Videokonferenz sind ein oder mehre ISDN
Anschlüsse zwingend nötig, mit jedem weitere Anschluss steigt
die Bildqualität. |
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Desktop-Systeme |
Bei Desktopsystemen handelt es sich um
Videokommunikationslösungen, die in einen PC integriert sind. Es
wird dafür neben einer externen Kamera (heute meist USB-Webcam)
auch ein Mikrofon beziehungsweise Headset benötigt. Man
unterscheidet hardware-basierte (Kodierung und Dekodierung auf
einer Steckkarte) und rein software-basierte Desktop-Systeme
(z.B. Skype). Neben den relativ geringen Kosten bieten
Desktopsysteme den Vorteil, dass der Anwender während der
Videokonferenz vollen Zugriff auf seine Daten und die auf dem PC
installierten Programme hat. Desktopsysteme eignen sich daher
insbesondere dort, wo im Rahmen von Konferenzen auch eine
gemeinsame Datenbearbeitung erfolgen soll, etwa mit Hilfe der
Software NetMeeting®. |
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Settop-Boxen / Rollabouts |
Diese Kompaktsysteme stellen voll integrierte
Videokommunikationslösungen dar, zu deren Betrieb in der Regel
lediglich noch ein Monitor und die entsprechenden Netzanschlüsse
(ISDN und/oder LAN) benötigt werden. Aufgrund des geringen
Gewichtes und der einfachen Installation eignen sich diese
Geräte auch für den mobilen Einsatz. |
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Raumsysteme |
Raumsysteme sind modular aufgebaute,
leistungsstarke Videokommunikationslösungen. Durch variable
Ausstattungsmerkmale sind flexible Systemkonfigurationen für
fast jede Anwendung möglich. Leistungsstarke Kameras,
Raummikrofone und große Monitore erlauben auch in großen
Konferenzräumen die Integration dieser Systeme, die auch die
Einbindung diverser Peripherieeinrichtungen wie zum Beispiel
Dokumentenkameras ermöglichen. |
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Sonstige Geräte |
Hierzu gehört etwa die in der Entwicklung
befindliche Mobilfunk-Videokonferenz per UMTS oder die
Bildtelefonie. |
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Multipoint Control Unit (MCU) |
MCUs sind Sternverteiler – auch als
Reflector bezeichnet – für Gruppenkonferenzen. Sie sind
immer dann notwendig, wenn mehr als zwei Teilnehmer an einer
Konferenz teilnehmen wollen. Es handelt sich um Hard- und/oder
Softwarelösungen, die eine oder mehrere Mehrpunktkonferenzen
verwalten und steuern. Die MCU ist mit allen Teilnehmern
verbunden. Sie verwaltet und regelt die ein- und ausgehenden
Video- und Audiodatenströme. In Deutschland werden MCUs zum
Beispiel innerhalb des DFN-Vereinszum Betrieb seines Dienstes
VideoConference eingesetzt. Aber auch Unternehmen und große
Landesverwaltungen wie z.B. in NRW setzen MCUs für
Videokommunikation ein. MCUs unterstützen u. a. die Protokolle
H.323 und SIP. |
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Gatekeeper |
Der Gatekeeper ist eine zentrale logische
Komponente der Videokonferenz, die unter anderem den
Verbindungsaufbau zwischen den Endgeräten und der MCU
organisieren kann. Alle Geräte, welche einem Gatekeeper
zugeordnet sind, befinden sich in der gleichen Zone (ähnlich den
Vorwahlnummern beim Telefon). Mit einem Gatekeeper werden
Adressumsetzungen durchgeführt. |
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Gateway |
Ein Gateway verbindet unterschiedliche Netze
miteinander und ist über die OSI-Schichten 4 bis 7
implementiert. Dabei konvertieren Gateways Protokolle
ineinander, können aber auch die Kopplung von zwei Netzwerken
übernehmen. Bei gemeinsamer Nutzung von ISDN- und TCP/IP-Endgeräten
ist der Einsatz eines Gateways zwingend notwendig. |
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Peer-to-Peer (P2P)- Videokonferenz- systeme |
Peer-to-Peer (P2P)- Videokonferenzsysteme
stellen einen alternativen Ansatz zu den herkömmlichen
zentralistischen Videokonferenz-Systemen dar, wie z. B. den
H.323-Systemen. Sie verzichten auf einen zentralen Gruppen- und
Kommunikationsserver, wie er bei den H.323-Systemen durch den
Gatekeeper und die MCU gegeben ist. Stattdessen wird die gesamte
Intelligenz in die Endsysteme, d.h. die PCs und Workstations,
verlagert. P2P-Konferenzen benötigen ein verteiltes Gruppen- und
Dienstgütemanagement. Der große Vorteil von P2P-
Videokonferenzsystemen besteht darin, dass sie die Durchführung
von Videokonferenzen unabhängig von einer bestehenden
Videokonferenz- infrastruktur (MCU, Gatekeeper) gestatten. Damit
werden insbesondere spontane Konferenzen unterstützt.
P2P-Videokonferenzsysteme sind zumeist Desktopsysteme. Sie sind
deutlich billiger als herkömmliche Videokonferenzlösungen, was
einem größeren Nutzerkreis den Zugang zu dieser Technologie
ermöglicht. P2P-Videokonferenzen sind gegenwärtig noch
Gegenstand der Forschung. Sie unterliegen bisher keiner
Standardisierung. Beispiel für P2P-Videokonferenzsysteme sind
das System BRAVIS der BTU Cottbus und das System daViKo der FHTW
Berlin. |
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Protokolle als Übertragungs-basis |
Einen wichtigen Teil der technischen Basis
bilden die Protokolle H.320, H.323 und T.120. Diese Protokolle
sind so genannte Regenschirmnormen, welche noch andere
Protokolle zu einzelnen Aspekten beinhalten. |
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Das Protokoll H.323 |
Das wichtigste Protokoll für den Betrieb im
Internet ist das Protokoll H.323. Die Norm regelt die
Zusammenarbeit für Videotelefonie-Endgeräte, die über ein LAN/WAN
verbunden sind. Innerhalb des Rahmens von H.323 wird im
Protokoll H.225 die Steuerung der Verbindung und die Umsetzung
von IP-Adressen geregelt, mittels H.245 einigen sich die Geräte
darauf, welche Dienste sie unterstützen. Das betrifft vor allem
die Videokomprimierung nach H.261, H.263 oder H.264 und die
Audiokodierung von G.711 bis G.729. |
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Das Protokoll H.320 |
Das Protokoll H.320 regelt den Betrieb
von schmalbandigen Videotelefonieendgeräten (z. B. ISDN, Sat,
Richtfunk) und enthält, wie H.323, weitere
Rahmenspezifikationen. |
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Das Protokoll T.120 |
Mit Hilfe des Protokolls T.120 werden
Datenanwendungen innerhalb einer Videokonferenz realisiert. Es
umfasst neun Richtlinien, welche den Verbindungsauf- und -abbau,
die Flusskontrolle, die Zusammenarbeit mit MCUs, die Verwendung
von Whiteboards, den Dateitransfer und das Application Sharing
detailliert festlegen. |
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Das Protokoll H.239 |
Der Standard beschreibt einen zweiten
Medienstrom (Video, Audio oder Daten), der von den Herstellern
unter verschiedenen Namen (z. B. People+Content, DuoVideo) in
erster Linie für die Übertragung von Präsentationen genutzt wird
. Diese proprietären Lösungen werden sukzessive in einen
interoperablen Standard überführt, der jedoch ein Application
Sharing nicht zulässt, da kein beiderseitiger Zugriff auf die
Daten möglich ist. |
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Das Protokoll SIP |
Das Session Initiation Protocol (SIP)
wurde für die Übertragung von Multimedia-Anwendungen entwickelt.
SIP basiert auf SMTP und HTTP und ist nicht mit H.323 oder H.320
kompatibel. Eine konzeptionelle Grundlage ist das
Client-Server-Modell. Der Teilnehmer benötigt einen Client und
alle Datenströme werden über einen zentralen Server verteilt. |
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