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23. März 2011

Einheitliche Unified-Communications-Lösung

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Cisco Jabber überwindet Plattform- und Gerätegrenzen

Die Unified-Communications-Anwendung Cisco Jabber soll auf PCs, Mac-Computern, Tablets und Smartphones Präsenzinformationen, Instant Messaging, Sprach- und Videokommunikation sowie Web-Konferenzen und Desktop-Sharing bündeln. Laut Cisco finden Anwender mit einem Klick den richtigen Ansprechpartner und sehen, ob und über welches Gerät er momentan am besten erreichbar ist.

Cisco Jabber steht derzeit für Windows-PCs, iPhones und iPads sowie für Blackberry-, Nokia- und Android-Geräte zur Verfügung. Zudem arbeitet Jabber mit Videolösungen zusammen, unter anderem mit videofähigen Cisco Unified IP Phones, Cisco WebEx Meeting Center und Cisco TelePresence. Cisco Jabber wird ab dem zweiten Quartal 2011 auch für Mac-Anwender als Unified Client angeboten. Mit dem Client sollen sich sowohl Cloud-Dienste als auch vom Unternehmen selbst bereitgestellte Anwendungen nutzen lassen.

Cisco Jabber ist mit dem Cisco Unified Communications Manager ab Version 6.1.4 kompatibel. Für Präsenz- und Instant-Messaging-Funktionen nutzt die Anwendung das Extensible Messaging and Presence Protocol XMPP. Mitarbeiter verschiedener Unternehmen sollen somit per Google-, IBM-, Microsoft- oder AOL-Anwendung miteinander kommunizieren können. Durch die Integration mit Microsoft Office könnten Nutzer Instant Messaging, Telefonanrufe oder Desktop-Sharing direkt aus einer Office Applikation heraus starten. Laut Cisco ist es Jabber-Anwender problemlos möglich, per Voice-over-Wireless-LAN zu telefonieren. Die Standardunterstützung für H.264 erlaubt HD-Videokonferenzen, auch mit Cisco TelePresence. Bei Multi-Party-Videokonferenzen sehen die User alle Teilnehmer gleichzeitig auf dem Display. Integrierte Jabber-Videofunktionen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2011 hinzukommen.
Quelle: http://www.searchnetworking.de/themenbereiche/unified-communications/online-collaboration/articles/305939/

25. Februar 2011

Unified Communications: Polycom stellt auf der CeBIT gemeinsam mit Partnern zwei Microsoft Lync-Starterkits vor

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

„Lync-in-a-Box“ verhilft Untenehmen zum schnellen und kostengünstigen Einsatz von Unified Communications

Hallbergmoos, 23. Februar 2011 – Polycom, Inc. (Nasdaq: PLCM), ein weltweit führender Anbieter im Bereich Unified Communications (UC) und Microsoft Gold Certified Partner, präsentiert auf der CeBIT 2011 sein umfassendes, standardbasiertes Portfolio an Sprach- und Videolösungen für Microsoft Lync Server 2010. Die Polycom HDX Telepresence-Systeme und die Polycom Intelligent Infrastructure bilden die branchenweit erste Telepresence-Lösung, die konsequent auf maximale Leistung mit Lync ausgelegt ist.

„Lync-in-a-Box“ ist eine gebrauchsfertige Unified Communications-Lösung, mit der Unternehmen schnell, kostengünstig und mit geringem Aufwand ihre Kommunikation optimieren können. Zwei Paketvarianten stehen dazu ab Anfang März bereit: Dabei ist das eine Paket für den Bedarf mittelständischer Unternehmen mit mehr als 250 PC-Nutzern optimiert, die mit Lync ihre bestehende Telefonanlage funktional und zukunftssicher ergänzen oder ersetzen möchten. Das zweite ist auf die Anforderungen von Großkunden ab 500 PC-Nutzern ausgerichtet. Diese können das Lync-Starterkit in Pilotprojekten einsetzen und so die Unified-Communications-Plattform im Praxisbetrieb testen.

Polycom liefert für das jetzt erhältliche erste Lync-Starterkit die UC-Geräte aus der CX-Serie sowie das einzige für Lync optimierte Polycom CX3000 IP-Konferenztelefon auf dem Markt. Weitere Partner von Microsoft „Lync-in-a-Box“ sind Dialogic, Ferrari electronic und Jabra.

Polycoms standardbasierte Lösungen für Video, Telepresence, Services, Sprache und Anwendungsintegration bauen auf der gesamten Produktivitätsplattform von Microsoft auf. Sie tragen zu einer höheren Flexibilität und Schnelligkeit in der geschäftlichen Kommunikation bei, erhöhen damit Effizienz und Effektivität im IT-Management, verbessern die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, senken die Gesamtkosten und bewirken folglich einen schnelleren ROI.

Polycom und Microsoft verfolgen gemeinsam das Ziel, produktivitätssteigernde Lösungen auf standardisierten Plattformen zu entwickeln.

6. Januar 2011

Virtueller Kooperationsgeist wird erwachsen

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Der große Hype um das Thema Unified Communications & Collaboration (UCC) ist zuletzt abgeklungen. Was aber vor allem ein Zeichen dafür ist, dass der Trend erwachsen geworden ist. Was nun kommt, beschrieb vor kurzem Netzwerkspezialist Cisco unter dem Schlagwort “mobile UCC”.

“Unser Portfolio wird im dynamischen Unternehmensnetzwerk vollständig miteinander verschmelzen”, sagte Barry O’ Sullivan, Senior Vice President Voice Technology Group Cisco, im Rahmen der Hausmesse der Cisco Expo. Künftig würden beim Netzwerkspezialisten mobile Lösungen auf Basis von Cius und Quad zusammenwachsen. So nutzen unternehmensintern die Kollaborationsplattform Cisco Quad bereits 70.000 Mitarbeiter im Netzwerk. Mit dem Unified Communication Manager stehe eine zentrale Schaltkonsole bereit, um alle Aktivitäten übersichtlich zu steuern. O’ Sullivan deutete in seiner Keynote aber auch an, dass es schwierig sei, die unübersichtliche Vielfalt, sprich das Chaos, in den sozialen Netzwerken zu organisieren. Mit dem Social Miner, einer Art erweiterten Suchmaschinenfunktion soll die effiziente Zusammenarbeit im Web-2.0-Zeitalter besser gelingen.

Was aber verbirgt sich hinter dem Integrationskonzept von Cisco, das als Antwort auf Branchenrivalen wie IBM zu sehen sein dürfte. Anders gefragt: Wie marktreif ist die mobile UCC wirklich? Diese Frage ist kaum mit ein paar griffigen Werbeslogans zu beantworten. Denn noch lauern auf die Anwender zahlreiche Tücken. Heterogene Gestaltungselemente wie Festnetztelefon, Handy, PDA, Smartphones, Voice-Box, Fax, PC und Notebook sowie Web- und Videokonferenzsysteme gehören zwar für viele Menschen heute bereits zum Arbeitsalltag.

Mit einem Haken: Solange all die verschiedenen Kontaktkanäle, Medien und Endgeräte unzureichend in ein schlüssiges Gesamtkonzept integriert sind, lassen sich Synergien für eine verbesserte Zusammenarbeit nicht im erwünschten und möglichen Maß realisieren. Dieser misslichen Lage will Cisco jetzt ein Ende bereiten. Zudem, so macht O’ Sullivan deutlich, stecke enormes Potenzial in mobilen Lösungen, etwa im Gesundheitsbereich in den “Emerging Markets” wie China oder Indien.

Der entscheidende Vorteil: Mit “mobiler UCC” könnten Unternehmen Kosten für teure Telefone am Arbeitsplatz von Mitarbeitern einsparen, die aus unterschiedlichen Gründen viel Zeit außerhalb des Unternehmens verbringen. Das hört sich gut an. Dennoch gibt es keine allgemein verbindliche Definition rund um die mobile Kollaborations- und Kommunikationswelt.

Auf welches Gesamtkonzept setzt also Cisco? Im Gespräch mit den Spezialisten werden die ersten Grundzüge deutlich. Der sieben Zoll große Cius ist mit einer Dockingstation, externem Monitor sowie Thin-Client-Architektur ausgestattet. Im Frühjahr kommt er auf den Markt, laut Cisco handelt es sich um einen “vollwertigen Arbeitsplatz auf einer breiten Systemgrundlage und Anwendungsvielfalt”.

Der Cius soll quasi als Großplattform im kleinen Endgerät mit einfacher Bedienung nutzbar sein. Ein zentrales Augenmerk liege dabei auf der Sicherheitsarchitektur, inklusive virtueller “Fernlöschung” beim Verlust des Geräts. Umfassend kommunizieren soll der Cius auch mit der ebenfalls aus dem Hause Cisco stammenden Kommunikationsplattform Quad.

Bislang separate Gerätewelten sollen so via Schnittstellen etwa für Chatfunktionen vereinigt werden. Derzeit lassen die Spezialisten von Cisco das zwischen Cius und Quad angesiedelte ultramobile Management-Cockpit von kleinen ausgewählten Nutzergruppen mit 20 bis 50 Personen in einem umfassenden Testlauf auf Herz und Nieren überprüfen. Die Erprobungsphase ist auf ein sukzessives Ausrollen binnen eines halben Jahres in ausgewählten Fachbereichen angelegt.

Kosten je Arbeitsplatz sollen dramatisch sinken

Werbung macht der IT-Netzwerkspezialist aber primär damit, wie es Barry O’ Sullivan auf der Cisco Expo an mehreren Praxisbeispielen verdeutlichte, mit seinen drei Standbeinen Video Conferencing, Desktop-Virtualisierung und eingebetteten Social- Media-Kanälen. Die Kernbotschaft lautet, nicht nur mehr Bedienkomfort und eine anwenderfreundliche Umgebung in der mobilen Arbeitswelt herzustellen. Mehr noch: Die Kosten je Arbeitsplatz sollen deutlich fallen. Die Zauberformel dazu lautet: “Video Everywhere”, wie die allgegenwärtige Arbeitswelt in Miniatur á la Cisco im internen Fachjargon bezeichnet wird. Cisco offeriert in seinem Drei-Säulen-Modell zum einen eine ganze Reihe neuer sparsamer Endpunkte zur Tele Presence. Dies ist zum einen das Desktop-System EX60 (Tandberg), das noch 30 Prozent preiswerter als das populäre EX90 sein soll. Hinzu kommen High-Quality-Videobilder für Ciscos WebEx Meeting Center.

Die neue Cisco Virtualization Experience Infrastructure (VXI) wiederum bietet eine Ende-zu-Ende-Architektur zur Desktop-Virtualisierung über alle relevanten Kollaborationswerkzeuge hinweg, vom Netzwerk bis zum Datenzentrum. Darin vertreten sind neben bekannten Partnern des Ökosystems Namen wie Citrix, EMC , Microsoft, NetApp, VMware und Wise.

Die Infrastruktur-Plattform VXI adressiert dabei bisherige Limitierungen, aufgrund derer sich die Desktop-Virtualisierung bis heute meist nur fragmentarisch hat umsetzen lassen. Bestehende Lösungen lassen sich laut Cisco auch auf die Video- und Rich-Media-Collaboration hin erweitern. Dadurch sollen Unternehmen einen Mix aus Kosten-, Sicherheits- und Flexibilitätsvorteilen erzielen. Die zentrale Aussage aus Sicht der Anwender aber lautet: Mit Hilfe einer möglichst durchgängigen Desktop-Virtualisierung sollen sich aus Sicht der Endanwender die Kosten pro Client und User nahezu halbieren. Auch die Kostenspirale für die Gesamtbetriebskosten (TCO) soll deutlich nach unten geschraubt werden, da deutlich mehr virtuelle Desktops auf einen Server passten.

Und schließlich bietet Cisco künftig zwei “Zero-Client-Devices” an, mit denen bei der Desktop-Virtualisierung keine Kompromisse mehr bei der Rich-Media-Nutzung notwendig seien. Dies betrifft demnach sowohl die USB-Video-Erweiterungseinheit für Ciscos IP-Telefone 8900 und 9900, als auch ein virtualisiertes Stand-Alone-Device. Auch das Cisco Cius Tablet lässt sich demnach künftig quasi nahtlos in die Desktop-Virtualisierung einbeziehen, etwa durch neue Client-Applikationen von Citrix, VMware und Wise. Und nicht zuletzt bringt laut Netzwerkspezialist die Quad-Variante Cisco Finesse eine Web-2.0-basierte “Collaboration-Desktop-Umgebung” auf die Notebooks der Außendienstler. Dies soll eine kostengünstige Zusammenarbeit direkt vor Ort beim Kunden ermöglichen. Und schließlich soll Ciscos Finesse auch auf der HTML-basierten Kollaborationsplattform Quad als Kontaktcenter-Funktion eingerichtet sein.

Quelle: http://www.silicon.de/technologie/netzwerk/0,39044013,41543988,00/virtueller_kooperationsgeist_wird_erwachsen.htm

2. Dezember 2010

Büro 2.0: das Ende von Fax, Telefon und Mail?

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Die großen IT-Hersteller haben lange an den neuen Produkten gearbeitet, die in den Unternehmen demnächst Telefone, Mailsysteme und Faxgeräte ablösen sollen. Jetzt stehen die neuen Büroanwendungen zum Abruf durch die Kunden bereit – und die wundern sich. Soll doch nach Meinung der IT-Lieferanten der Büroalltag zukünftig von den Web-2.0-Technologien und -Anwendungen geprägt sein. Die Vorstellung ist, dass sich Mitarbeiter in den internen Netzwerken der Unternehmen so selbstverständlich bewegen und austauschen, dort diskutieren oder streiten, wie viele es heute im Internet tun. Hierfür bieten die Hersteller ihren Kunden an, die internen Datennetze nach Vorbild des World Wide Web aufzurüsten. E-Mail wird dann eine Technologie von gestern sein. Der moderne Mitarbeiter kommuniziert mit den Kollegen per Video und Webkonferenz. Die Videoverbindung von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz wird so normal wie heute Telefonate über Yahoo oder Skype. In einem unternehmensinternen sozialen Netzwerk pflegen die Kollegen ihre Profile. Sie tippen ihr Wissen in Wikis und sind jederzeit für jeden im Konzern erreichbar.

Je mehr die Unternehmen die Notwendigkeit der internen Kommunikation und Zusammenarbeit unterstützen, desto höher werde die Qualität der Arbeit, so Lehre und Argumentation der IT-Hersteller. Mit diversen Studien verschiedener Marktforschungsinstitute ließen sie sich diese Modelle untermauern. Doch sind die Manager in den Unternehmen für dieses Umdenken bereit? Für sie würde die Umstellung bedeuten, eine lange Reihe neuer Begriffe zu lernen. Auf weltweiten Meetings und Konferenzen könnten sie sich über die im Unternehmen aufgebauten Wissensnetze austauschen. Social Tagging würde ebenso ein Thema werden wie die interne Search Engine Optimisation oder das Produkt-Ranking. Ob und wann sie das Ziel einer „Kollektiven Intelligenz” aller Beschäftigten erreichen, wäre ein Gegenstand der Diskussion, welche Formen der „Content Syndication” – also der vielfachen Verwendung des gleichen Inhaltes – sie anwenden, ein weiterer.

Bis dahin scheint es allerdings ein weiter Weg zu sein. Denn die Resonanz auf der Kundenseite ist nicht so positiv, wie sich die Hersteller das wünschen. Legen nämlich die Manager ihre Maßstäbe an und messen die neuen Ideen anhand ihrer Raster von Business Case, Return des Investments, Schulungsaufwand, Rollout oder Unternehmensstrategie, schrumpfen die angepriesenen Vorteile. Natürlich ist Kommunikation ein Thema auf der Tagesordnung, allerdings beschäftigen sich viele IT-Abteilungen mit Unified Communications und sind so gefühlte 100 Jahre von Web-2.0-Konzepten entfernt. „Einheitliche Kommunikation“ bedeutet in diesem Zusammenhang in erster Linie den Dokumenten- und Gedankenaustausch mit der guten alten E-Mail plus einer Vielzahl von Eins-zu-Eins-Kommunikationen. Vom Aufbau einer möglichen „Kollektiven Intelligenz“ ist nicht die Rede. Vielmehr überlegen die Verantwortlichen, wie die Mitarbeiter ihre Verfügbarkeit mit so genannten „Presence“-Informationen anzeigen könnten. Die Möglichkeiten zu Webkonferenzen stehen auf der Tagesordnung – sowie auch die Einsicht in öffentliche Kalender, Chats, Voice-over-IP-Telefonie und das Instant Messaging.

Und jede Technologie steht für ihre eigenen Probleme – in Gesprächen mit Managern oder IT-Leitern scheint Unified Communications ein Albtraum zu sein. Da es in den Unternehmen zur Kommunikation Telefone gebe, sei für konservative Unternehmenslenker ein offensichtlicher Nutzen nicht zu erkennen. Darüber hinaus seien die Kosten immens und ein Return kaum zu rechnen. Schon beim Aufbau der E-Mail-Systeme hatten die IT-Abteilungen gelernt, dass die digitale Kommunikation im Vergleich zum guten alten Brief kaum Einsparungen brachte. Beispielsweise weil E-Mails völlig neue und kostspielige Fragen aufwarfen: Viren, Trojaner, Compliance, Speichersysteme, Konzepte für digitale Archivierung, das Aussortieren des allgegenwärtigen Spams. Ein Ausgangspunkt für endlose Diskussionen mit dem Betriebsrat sind so genannte Presence-Informationen – also die Anzeige, ob ein Mitarbeiter erreichbar ist oder nicht – und sein öffentlicher Kalender.

Die Personalvertreter argumentieren, die Möglichkeiten bei der Überwachung der Mitarbeiter gingen klar zu weit. Dann sperren sie sich gegen diese Funktionen und stellen damit das gesamte Projekt in Frage. Viele IT-Abteilungen beschreiben Instant-Messaging-Systeme als den schieren Horror. Über viele Jahre waren sie die definitive Grenze jedweder Bemühung um eine einheitliche Compliance-Regelung im Unternehmen. Während jede Mail, jeder Brief, jedes Fax, jeder Vertrag inhaltlich den Regeln des Unternehmens entsprechen musste, plauderten die Mitarbeiter über Yahoo oder MSN mit Kunden oder Lieferanten. Ohne Kontrolle, ohne Speicherung oder Archivierung wechselten – und wechseln – auf diesem Weg nicht nur Informationen den Besitzer, sondern auch Dokumente, Bilder, Datensätze. Und mit Schrecken sehen Verantwortliche dem Thema Voice-over-IP (VoIP) entgegen. Hier bahnt sich ein langer Konflikt zwischen der IT und den Verantwortlichen aus den Telefonabteilungen an. Denn mit der Digitalisierung der Telefonanlage wird ein Computerserver deren Aufgaben übernehmen. Die alten, analogen Schaltstellen werden hinfällig, aus dem Haus getragen und verschrottet.

Für viele altgediente Verantwortliche aus der bisherigen Telefonabteilung ist dies ein undenkbarer Umbruch. Sie würden über Nacht sämtliche Kompetenzen verlieren, die sie sich in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut haben. Also stemmen sie sich gegen die Neuerungen und beharren auf ihren Anlagen, die technisch vielleicht noch immer einzigartig sind – allerdings aus Sicht der IT in ein vergangenes Jahrtausend gehören.

Quelle: http://www.automotiveit.eu/buro-2-0-das-ende-von-fax-telefon-und-mail/blickpunkt/id-0019802

25. November 2010

Microsofts Kommunikationsplattform Lync erscheint am 1. Dezember

Microsoft hat den Nachfolger von Office Communications Server vorgestellt. Lync vereint drei Produkte: ein Audio- und Videokonferenzprogramm, Instant Messaging mit Telepräsenzfunktionen (Fernzugriff auf Dokumente, Remote-Desktop) sowie Sprachanrufe von PC zu PC.

Eine 180-Tage-Demoversion von Lync Server steht schon jetzt zum Herunterladen bereit. Die Vollversion der Software wird in 150 Ländern - auch in Deutschland - ab dem 1. Dezember verfügbar sein.

Außer einer Variante für die lokale Installation bietet Microsoft auch eine Online-Ausgabe an. Diese wird als Teil von Office 365, der Cloud-Version von Microsoft Office, im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Wer Lync auf seinem Smartphone nutzen möchte, muss ebenfalls bis 2011 warten: Microsoft will die Funktion nachrüsten.

Chairman Bill Gates war bei der Produktvorstellung über eine Lync-Videokonferenz zugeschaltet und sprach über Möglichkeiten, die Software zu erweitern - etwa mit Gesichts- und Stimmerkennung sowie mit Optionen für die Bedienung per Touchscreen.

Chris Capossela, Leiter der Office-Sparte, zeigte zudem, wie Videochats mit Microsofts Bewegungscontroller Kinect funktionieren. Kinect, eigentlich ein Zubehör der Spielkonsole Xbox 360, bietet bereits jetzt Stimm- und Gesichtserkennung. Die Videochat-Funktion von Kinect funktioniert allerdings ausschließlich mit dem Windows Live Messenger. Auch die Xbox 360 kann sich noch nicht mit Lync verbinden. Gurdeep Singh Pall, der für Lync zuständige Corporate Vice President, versprach aber, diese Möglichkeit mit einem Update in Kürze nachzuliefern.

Microsoft vermarktet Lync auch als Geschäftsfeld für Software-Entwickler und Hardware-Anbieter. Nach Auskunft des Unternehmens gibt es bereits jetzt mehr als 70 Partner, die Lync-Komplettlösungen anbieten. Weitere 30 Partner entwickeln Anwendungen.

Ein eigenes Hardware-Logo “Optimized for Lync” ist in Planung. Dabei handle es sich nicht um ein Zertifikat, das willkürlich an Händler verteilt werde, die Microsoft einige Geräteeinheiten zur Verfügung stellten, erklärte Singh Pall. “[Das Logo] bedeutet, dass sie die von uns gesetzten Standards erfüllen, und dass die Produkte alle Tests bestehen, denen wir sie unterziehen.” Alle Geräte mit “Optimized for Lync” sollen automatisch erkannt werden, sobald sie mit einem System verbunden sind.

Quelle: http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_unternehmen_business_microsofts_kommunikationsplattform_lync_erscheint_am_1__dezember_story-39001020-41540895-1.htm

19. November 2010

Polycom beschleunigt Einführung von Unified-Communications für Großunternehmen, KMUs, mobile und Consumer-Netzwerke

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Polycom erweitert Lösungen für aufkommende UC-Märkte bei gleichzeitigem Investitionsschutz für Kunden

Wie Polycom, Inc. (Nasdaq: PLCM) heute bekannt gab, plant das Unternehmen, die Lieferung von Lösungen für UC-Netzwerke zu beschleunigen und Wachstum sowie Innovationen für Videokommunikationsnetzwerke durch neue Anwendungen in aufkommenden UC-Märkten – kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie mobile und Consumer-Netzwerke – voranzutreiben. Damit bestätigt Polycom erneut sein Engagement für offene, standardbasierte Unified Communications.

Um den Geräte-, Anwendungs- und Netzwerkanforderungen für KMU-, mobile und Consumer-Netzwerke gerecht zu werden, wird Polycom sein marktführendes Portfolio an Enterprise-UC-Produkten durch die Entwicklung standardbasierter H.264 Scalable Video Consulting (SCV)-Technologie für aktuelle und künftige Lösungen und UC-Initiativen erweitern. Strategischen Partnern, die offene und interoperabele Kommunikationsstandards durch Industrieforen wie das Unified Communications Interoperability Forum (UCIF) unterstützen, wird SVC kostenlos zur Verfügung stehen. Die SVC-Technologie zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, Video- und Audioerlebnisse bei kostant hoher Qualität auf jeder beliebigen Bandbreite zu liefern – auch über Netzwerke, die zu Paketverlusten und Überlastung neigen, wie zum Beispiel das öffentliche Internet und mobile Breitbandnetze.

Durch die Nutzung der in den Netzwerkelementen verfügbaren Rechenleistung bringen Polycoms SVC-Lösungen Kunden, die UC-Lösungen einsetzen, außerdem auch einen klaren wirtschaftlichen Vorteil. Polycoms End-to-End-SVC-Lösungen umfassen Client- und Intelligent-Infrastruktur-Komponenten und bieten eine nahtlose Interoperabilität mit bestehenden Anwendungen. Im Gegensatz zu den Lösungen anderer Anbieter verbinden die Lösungen von Polycom die verschiedenen Kommunikationsinseln – auf dieser Weise muss der Kunde sein altes System nicht komplett ersetzen, sondern kann vorhandene Systeme weiterhin nutzen und so seine bereits getätigten Investitionen schützen.

Damit Kunden angesichts neuer Anwendungen von ihren bisher getätigten Investitionen für Telepresence- und Videokonferenzlösungen auch weiterhin profitieren können, hat Polycom angekündigt, seine UC Intelligent Infrastructure Plattform durch die Bereitstellung universeller Bridging-Funktionen zu erweitern, um bestehende und neu aufkommende Videoapplikationen miteinander zu verbinden. Polycom wird außerdem seinen umfassenden Support für bestehende und neue Videotechnologien nach und nach um neue Supportangebote für aufkommende Protokolle wie H.264 SVC, Telepresence Interoperabilty Protocol (TIP), Jingle und andere ergänzen. So können Kunden ihre bisher getätigten UC-Investitionen schützen, die allgemeinen Betriebskosten senken und eine höhere Rendite erzielen.

Microsoft und Polycom erweitern videogestützte Unified Communications

Als eines der ersten Unternehmen hat Microsoft seine Absicht bekannt gegeben, Polycoms H.264 SCV-Technologie einzusetzen. Damit bekräftigt Microsoft die vor kurzem bekannt gegebene strategische Partnerschaft zwischen den beiden Firmen zur Bereitstellung und Vermarktung integrierter UC-Lösungen.

Der Fokus wird zunächst im Bereich der Desktop-Videokommunikation liegen. Die Kombination von Polycoms H.264 SVC-Technologie mit den Lösungen von Microsoft kann die Desktop-Video-Collaboration durch die Bereitstellung von Videokommunikation bei konstant hoher Qualität übergreifend über Großunternehmen-, KMU-, Home Office- und öffentliche Netzwerkumgebungen und durch die Bereitstellung von Interoperabilität mit bestehenden standardbasierten Telepresence- und Videokonferenzsystemen verbessern. Gartner geht davon aus, dass bis 2015 weltweit mehr als 200 Millionen Arbeitnehmer vom Unternehmen bereitgestellte Desktop-Videokonferenzsysteme nutzen werden1.

Über UC Everywhere von Polycom

Polycoms Strategie und Vision ist es, Unified Communications überall und mit jedem Gerät zu ermöglichen. Kurz: Unified Communications Everywhere. Polycom entwickelt Cloud- und Mobilitätslösungen für Endkunden, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Großunternehmen und erschließt damit neue und dynamische Märkte für Unified Communications. Gemeinsam mit international führenden Service Providern sorgt das Unternehmen weltweit für eine reibungslose UC, damit Kunden unabhängig von Zeit und Entfernung miteinander kommunizieren und arbeiten können.

1 - Gartner, “Predicts 2010: Video, Cloud and UC Services Loom Large in Enterprise Communications,” Dec 3, 2009

29. Oktober 2010

Unified Communications und Collaboration: Kommunikationsnetze ins Web 2.0 spannen

Um Social Software effizient zu nutzen, sollte sie in eine Strategie für Unified Communications und Collaboration (UCC) eingebunden werden. Die fördert unter anderem die Produktivität der Mitarbeiter – auch bei Mittelständlern. Mittlerweile existieren umfangreiche Lösungen, die alle Technologien abdecken sollen.

Mitarbeiter wollen im Büro die gleichen Werkzeuge vorfinden, die sie für die Kommunikation am heimischen PC verwenden. So gelangt Social Software – anders als sonstige IT-Lösungen – häufig über die Endanwender in die Unternehmen. Um einen Wildwuchs und die unkontrollierte Nutzung der neuen Technologien zu verhindern, sind die IT-Verantwortlichen gut beraten, Web-2.0-Werkzeuge in die eigenen Konzepte einzubinden. Dazu zählt auch die Integration von Social Software in eine UCC-Strategie.

Durch die Verknüpfung von Web 2.0 mit Technologien wie E-Mail, Instant Messaging, Webkonferenzen oder Voice over IP ist es möglich, den Nutzer bei seiner Arbeit auf vielfältige Weise zu unterstützen. Zu eintreffenden E-Mails kann das System dann zum Beispiel passende, zusätzliche Kontaktinformationen liefern, die es einem internen sozialen Netzwerk entnimmt. Dabei erfährt der Empfänger der Mail möglicherweise auch, ob der Absender über spezifische Kompetenzen verfügt, die er für seine aktuelle Tätigkeit eventuell gerade benötigt. Die UCC-Lösung kann den Nutzer auch darüber informieren, ob und wie der Kollege gerade erreichbar ist. Ihm stehen dann die verschiedenen Kommunikationskanäle zur Verfügung, um Kontakt aufzunehmen. Dazu können auch Telefonie-Funktionen zählen. Mit ihrer Hilfe ist es außerdem möglich, Konferenzschaltungen aus der Anwendung heraus zu starten.

Offene Standards

Um Collaboration-Technologien inklusive Web-2.0-Werkzeuge zusammenzubringen, können Unternehmen einen Best-of-Breed-Ansatz wählen und sich bei den Produkten verschiedener Hersteller bedienen. Eine solche Strategie ist jedoch mit einem entsprechenden Integrationsaufwand verbunden. Um diesen zu reduzieren, sollten die Verantwortlichen Systeme auswählen, die auf offenen Standards basieren. Dazu zählt etwa der Standard XMPP, der bei Chats und Instant Messaging zum Einsatz kommt. Auf der anderen Seite bieten einige Anbieter umfangreiche Lösungen an, die auch Social Software einschließen. So kann das Anwenderunternehmen also alles aus einer Hand bekommen.

Zur zentralen Plattform für Unified Communications hat zum Beispiel Microsoft seinen Office Communications Server (OCS) ausgebaut. Das Produkt ist mittlerweile in der dritten Generation verfügbar und wurde nun umbenannt in Lync Server 2010. Es soll laut Microsoft als Schnittstelle für alle Presence, Instant Messaging-, Conferencing- und Enterprise-Voice-Funktionen dienen. Das System lässt sich unter anderem mit dem Sharepoint-Server integrieren. Somit können dessen Web-2.0-Funktionen mit den UCC-Anwendungen verknüpft werden. Der Lync Server 2010 steht derzeit als Release Candidate zum Download bereit. Eine finale Version ist laut Hersteller noch für dieses Jahr geplant. Eine Integration mit Sharepoint ist aber auch schon mit dem Office Communications Server möglich. Zudem bietet der E-Mail-Client Outlook in der Version 2010 eine Verbindung zu Web-2.0-Seiten wie Xing oder LinkedIn. Da sich Outlook wiederum auch mit dem OCS beziehungsweise dem Lync Server verknüpfen lässt, können sich Unternehmen eine Lösung aus Microsoft-Produkten zusammenstellen, die Unified Communications, Collaboration und Web 2.0 umfasst.

[…]

Quelle: http://www.itmittelstand.de/startseite/detailansicht-brennpunkt/artikel/56/kommunikationsnetze-ins-web-20-spannen-1.html

24. September 2010

Grundlagen einer leistungsstarken Unified Communications-Umgebung

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Eine genaue Kenntnis der ITK-Umgebung ist unabdingbar für den Aufbau einer Unified Communications-Infrastruktur. Gefragt ist an dieser Stelle Daten- und Netzwerk-Knowhow, um klassische TK-Anlagen mit IP-Telefonie zu kombinieren. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Architektur einer möglichst problemfreien UC-Lösung, beschäftigen uns mit der Rolle von Medien-Gateways und erörtern, ob Unternehmen mit einer internen oder einer externen Lösung besser beraten sind.

Wenn es um Kommunikation, Kooperation und Koordination zur Optimierung von Geschäftsprozessen geht, ist in den letzten Jahren einiges in Bewegung geraten. An Unified Communications (UC) kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Nicht zuletzt hat sich durch den Office Communication Server von Microsoft vieles verändert. Die Vorreiter unter den Anwendern von UC-Lösungen werden bestätigen: Optimal aufeinander abgestimmte Kommunikationswege schaffen gute Bedingungen für höhere Produktivität und Kundenzufriedenheit. Bevor eine neue Lösung implementiert wird, ist es hilfreich, sich die Grundlagen vor Augen zu führen. Denn Unified Communications ermöglicht eine neue Art der Kommunikation mit folgenden Vorteilen:

  • Es entsteht eine einheitliche Anwendungs-Plattform, auch wenn im Back-Office unterschiedliche IT- und TK-Systeme im Verbund im Einsatz sind
  • Bisher allein stehende Kommunikations-Tools, beispielsweise E-Mail, Fax, Instant Messaging oder Videokonferenzen, sind miteinander verknüpft
  • Arbeitsplätze im Home Office und mobile Mitarbeiter werden optimal eingebunden
  • Die Telefonnummern und -gewohnheiten können beibehalten werden
  • Durch intelligente Wege-Optimierung lassen sich Gesprächsgebühren senken
  • Bei Bedarf können auch Geschäftspartner und Kunden in die UC-Infrastruktur integriert werden.

Alle Infos unter: http://www.it-administrator.de/themen/kommunikation/fachartikel/86562.html

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