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19. Januar 2012

Videokonferenzen in HD-Qualität

Kategorie: Videokonferenz, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Videokonferenzsysteme, die system- und netzübergreifend einsetzbar sind sowie die Kommunikation in High-Definition-Qualität erlauben, will das Projekt ‘Connected Visual Reality’ (CoVR) entwickeln.

Projektpartner sind die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), Ericsson und Rovi MainConcept. Die Projektleitung liegt beim Ericsson Eurolab in Aachen. Das Projekt ist einer der der Gewinner des Wettbewerbs HighTech.NRW und wird mit 1,1 Millionen Euro durch das NRW-Innovationsministerium und die EU gefördert.

Nach Angaben des CoVR-Projekts mangelt es bei High-End-Videokonferenzsystemen und Video-Chat-Lösungen im Internet derzeit an der Interoperabilität. Ein Ziel von CoVR sei es daher, Technologien zu entwickeln, die sich in heterogenen Netzwerken betreiben lassen. Die Qualität eines Videos lasse sich etwa durch eine effektivere und skalierbare Codierung optimieren, während sich die Güte der Audiosignale durch intelligente Störgeräuschreduktion, Enthallung und Echokompensation verbessern lassen.

Zudem sollen im Rahmen von CoVR neue Funktionen entwickelt werden, die die Attraktivität der Anwendungen steigern. So soll das entwickelte System eine laufende Inhaltsanalyse der übertragenen Audio- und Videosignale bieten - eingesetzt zum Beispiel, um Sprecher innerhalb einer Gruppe von Konferenzteilnehmern optisch hervorzuheben und kenntlich zu machen.

Quelle: http://www.silicon.de/technologie/software/0,39044013,41558039,00/videokonferenzen_in_hd_qualitaet.htm

16. Dezember 2011

BT und Orange bauen Telepräsenz-Konnektivität aus

Kategorie: ITK-Branche, Telepresence — Redaktion: Telefonkonferenz

Zürich – BT und Orange Business Services arbeiten im Bereich Telepresence zusammen. Videokonferenz-Kunden beider Unternehmen können nun an gemeinsamen Telepresence-Meetings teilnehmen. Die Zusammenarbeit zwischen BT und Orange bietet Anwendern die Möglichkeit, mehr Partner, Lieferanten, Kunden und mögliche Geschäftspartner an öffentlichen und privaten Endpunkten ihrer jeweiligen Netzwerke zu erreichen.

Die Zusammenarbeit ist ein wichtige Schritt in der Branche: Sie sorgt dafür, dass Telepresence zu einer positiven Erfahrung für die Kunden wird. Bestehende globale Konzernkunden beider Anbieter haben bereits erfolgreiche Tests durchgeführt. Der Service steht nun allen Kunden von Orange und BT zur Verfügung, die Cisco TelePresenceâ„¢ im Einsatz haben. Die Vereinbarung zwischen BT und Orange ermöglicht weltweit virtuelle Meetings in Echtzeit. Ein Directory zeigt, welche Unternehmen registriert und welche Standorte providerübergreifend erreichbar sind. So können sich Kunden, die entweder BT Global Video Exchange- oder Orange Telepresence Community-Services mit Cisco Telepresenceâ„¢ Ausstattung nutzen, gegenseitig einladen und an Multipoint-Telepresence-Meetings teilnehmen.

Höhere Rentabilität von Investitionen
„Diese Kooperation ist ein weiterer Schritt in Richtung intensiverer Konnektivität für die Videobranche. Sie unterstreicht unser Engagement für unsere Kunden: Wir erweitern die Telepresence-Netze unserer Kunden und erhöhen so die Rentabilität ihrer Investitionen“, so Rich Lowe, CEO der Conferencing-Sparte von BT. „Je grösser die Anzahl der Unternehmen ist, mit denen sich Kunden über Telepresence-Lösungen verbinden können, desto rentabler wird die Technologie. Persönliche Meetings durch Telepresence zu ersetzen, reduziert nicht nur Reisezeit und Kosten, sondern beschleunigt auch die Entscheidungsfindung, erhöht die Produktivität und verbessert die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit, die es ohne virtuelle Meetings wahrscheinlich gar nicht geben würde“, so Andrew McFadzen, Head of International Network Solutions bei Orange Business Services.

Kunden können den unternehmensübergreifenden Service nutzen, indem sie ihren Serviceprovider kontaktieren. Hier erhalten sie die notwendigen Informationen, mit denen sie weitere Teilnehmer zu Telepresence-Meetings einladen können – ohne den Service-Provider zu wechseln.

Quelle: http://moneycab.com/mcc/?p=84800

18. November 2011

Telekom forciert Videotelefonie - mit VideoMeet werden Videokonferenzen so selbstverständlich wie Telefonieren

Kategorie: Videokonferenz, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz
  • Weltweit erste Lösung, die verschiedene Videokonferenzsysteme, Standards und Geräte verbindet
  • Innovation durch Telekom-Partnerstrategie: VideoMeet in Zusammenarbeit mit dem Startup-Unternehmen Blue Jeans Network
  • Videokonferenzen zum Europastart für alle Kunden 30 Tage kostenlos

Die Deutsche Telekom forciert Videotelefonie und bietet mit VideoMeet ab sofort grenzenlose Videokonferenzen für jedermann an - egal wo, wann und mit welchem Gerät oder Videodienst. Der Cloud-basierte Dienst ist weltweit die erste Lösung, die unterschiedliche Videosysteme - unabhängig vom Anbieter - verbindet. Die Videokonferenzlösung wird zunächst in Deutschland, Österreich und Großbritannien vermarktet, später dann in ganz Europa.

“Video wird die reine Sprachtelefonie zunehmend ablösen”, so Rainer Deutschmann, Senior Vice President Core Telco Products bei der Deutschen Telekom. “Dazu stellen wir mit VideoMeet den weltweit ersten Dienst vor, der unterschiedliche Videosysteme miteinander verbindet. Eine Videokonferenz aufzusetzen funktioniert mit VideoMeet so einfach wie bei einer Telefonkonferenz. Der Service erfüllt hohe Sicherheitsstandards und als Cloud-Anwendung sind keine Vorab-Investitionen erforderlich. VideoMeet verbindet in perfekter Weise zum Beispiel Firmen mit verteilten Standorten, Heimarbeitsplätze und reisende Mitarbeiter, und auch den Vertrieb mit Kunden vor Ort.”

Im Rahmen ihrer “Telco plus” Strategie baut die Telekom ihr Produktportfolio durch die Zusammenarbeit mit neuen Partnern aus und bringt so innovative, neue Services schneller auf den Markt. VideoMeet ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem kalifornischen Startup-Unternehmen Blue Jeans Network. Die Telekom und Blue Jeans Network arbeiten seit Juni 2011 zusammen.

Weltweit erste übergreifende Videokonferenzlösung

VideoMeet ist die erste Videokonferenzlösung, die die Brücke zwischen Unternehmensanwendungen wie Cisco/Tandberg, Polycom oder Lifesize einerseits und Massenmarkt-Lösungen wie Skype oder Google Video Chat andererseits schlägt. Der Dienst bietet Unternehmen jeder Größe die Möglichkeit, Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern denkbar einfach zu organisieren, ganz gleich, ob Smartphones, Tablet-PCs oder komplexe HD-Raumsysteme zum Einsatz kommen. So werden auch berufliche Videokonferenzen mobil und Mitarbeiter können sich flexibel von unterwegs einwählen. Und auch Videokonferenzen mit Geschäftspartnern, die unterschiedliche Konferenzsysteme nutzen, sind kein Problem mehr.

Einfach und sicher

Die VideoMeet-Teilnehmer erhalten Zugang zu einem persönlichen und sicheren “Konferenzraum”. Dort können sie über eine einfache Nutzeroberfläche Konferenzen aufsetzen und durchführen. Die eingeladenen Teilnehmer rufen lediglich eine Nummer an oder folgen einem Link, um über eine Videoverbindung an der Konferenz teilzunehmen. Es sind keine Hardware-Anschaffungen oder Software-Downloads erforderlich. Die einzigen Voraussetzungen sind eine Internetverbindung und ein videofähiges Endgerät. Teilnehmer ohne videofähiges Gerät können einfach über eine dedizierte lokale Nummer telefonisch an einer VideoMeet-Konferenz teilnehmen.

VideoMeet funktioniert sowohl mit IP- als auch mit ISDN-Anschlüssen. Die Deutsche Telekom hat die Lösung so ausgestattet, dass sie den sicheren Zugang zu Videokonferenzen von überall ermöglicht - egal ob die Teilnehmer sich hinter einer Unternehmens-Firewall oder an einem beliebigen Ort außerhalb des Unternehmens befinden.

30 Tage kostenlos testen

VideoMeet ist mit bis zu 25 Endgeräten gleichzeitig nutzbar. Der Service ist ab sofort erhältlich und kann 30 Tage kostenlos genutzt werden. Nach der Testphase stehen mit Einzelkonferenzen, Minutenpaketen und Flat-Angeboten einfach verständliche und auf die Bedürfnisse von Kunden zugeschnittene Tarifmodelle zur Verfügung. Der Dienst kann weltweit genutzt werden. Weitere Informationen über VideoMeet finden Sie unter www.videomeet.de sowie unter http://de-de.facebook.com/VideoMeet

10. August 2011

Teilnehmerzahl im Mobilfunk weiterhin steigend

Kategorie: Mobilfunk, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Wachstum auf mobile Nutzung des Internets zurückzuführen

Die Teilnehmerzahl im Mobilfunk ist im ersten Halbjahr 2011 auf ca. 110 Mio. gestiegen. Dies ergibt sich aus den aktuellen Daten der Mobilfunknetzbetreiber. Im Vergleich zum Vorjahr (2010: ca. 109 Mio.) hat sich die Teilnehmerzahl damit leicht erhöht. Im Durchschnitt besitzt jeder Einwohner ca. 1,3 SIM Karten. Die meisten Teilnehmer (56 Prozent) nutzen eine vorausbezahlte SIM Karte.

“Das anhaltende Wachstum ist u. a. auf die mobile Nutzung des Internets zurückzuführen. Trotz der Ausbuchung inaktiver Prepaid-Teilnehmer durch die Netzbetreiber führt die starke Nachfrage und Nutzung z. B. von sogenannten Smartphones und Tablett-PCs somit im Ergebnis zu einer steigenden Teilnehmerzahl”, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die SIM-Karten werden zum Großteil für Gespräche im eigenen Netz oder in das deutsche Festnetz genutzt. Die Zahl der Gesprächsminuten ist dabei weiterhin hoch. Im Jahr 2010 wurden ca. 180 Mrd. Minuten in Mobilfunknetzen vertelefoniert, davon entfielen ca. 101 Mrd. Minuten auf abgehende Gespräche. Schätzungsweise zwei Drittel aller abgehenden Gespräche werden pauschal, z. B. per Flatrate oder Inklusivkontigent, abgerechnet.

Das Wachstum des im Mobilfunk generierten Datenvolumens ist ungebrochen. Auch für dieses Jahr ist mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen. Im vergangenen Jahr (2010: ca. 65 Mio. GB) hatte sich das Datenvolumen im Vergleich zum Vorjahr (2009: ca. 32 Mio. GB) verdoppelt.

Quelle: Bundesnetzagentur

15. Juni 2011

Konsortium will internationale Videokommunikation forcieren

Der UC (Unified Communications) -Spezialist Polycom hat mit mehreren internationalen Serviceprovidern das Open Visual Communications Consortium (OVCC) gegründet.

Der UC (Unified Communications) -Spezialist Polycom hat mit mehreren internationalen Serviceprovidern das Open Visual Communications Consortium (OVCC) gegründet, um visuelle B2B-Kommunikation über Unternehmens-Firewalls und proprietäre Videoplattformen hinaus zu erweitern. Dadurch soll für Unternehmen, Behörden, Universitäten, Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen und andere Organisationen der zeitlich und örtlich unbegrenzte Einsatz von Telepresence und Videokonferenzen ohne Netzherausforderungen möglich werden. Das OVCC wird laut den Informationen einen weltweiten standardbasierten visuellen Kommunikations-Exchange einführen. Anders als proprietäre Exchanges planen die OVCC-Mitglieder das gesamte Spektrum an Videosystemen – von immersiven Telepresence- und raumbasierten Systemen bis hin zu High- und Standard-Definition, gefolgt von Desktop-Clients und mobile Devices – zu unterstützen. »Der primäre Fokus der OVCC besteht in der Verbindung der geschätzt zwei Millionen standardbasierten Video­lösungen, die heute im Einsatz sind«, sagt Andy Miller, CEO von Polycom.

Laut eines Berichts von Forrester Research wird der Markt für Enterprise-UC weltweit von 3,75 Milliarden im Jahr 2010 auf 14,5 Milliarden Dollar im Jahr 2015 anwachsen. Die OVCC ist ab dem zweiten Halbjahr 2011 für neue Mitglieder offen, erste Lösungen sollen voraussichtlich Mitte 2012 gelauncht werden. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem die Unternehmen AT&T, BT Conferen­cing, Cable&Wireless Worldwide, Orange Business Services, Telefonica, Telstra und Verizon.

10. Mai 2011

Microsoft übernimmt VoIP Dienst Skype

Kategorie: Telefonkonferenz, VoIP, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Milliardenschwere Rekord-Übernahme perfekt: Microsoft und Skype gehen gemeinsame Wege

Heute morgen war es noch ein Mediengerücht - jetzt ist es perfekt: Microsoft wagt die größte Übernahme der Firmengeschichte: Für 8,5 Milliarden Dollar übernimmt der Windows-Hersteller den Internettelefonie-Dienst Skype.

RedmondMicrosoft kauft den Internettelefonie-Dienst Skype. Der Windows-Konzern zahlt 8,5 Milliarden Dollar in bar - drastisch mehr als bei bisherigen Skype-Verkäufen fällig wurde. Es ist der bisher größte Zukauf von Microsoft. Der Konzern will damit seine Position im Internet-Geschäft und Mobilfunk verbessern. Zuvor hatten bereits mehrere US-Medien von einem Deal in dieser Größenordnung berichtet.

Die Dienste beider Unternehmen sollen eng zusammengeführt werden: So werde Skype etwa auf Microsofts Spielkonsole Xbox kommen und mit dem Mailprogramm Outlook verknüpft werden, kündigte Microsoft am Dienstag an.

Skypes Geschäft hat weltweit Millionen Fans gefunden: die Telefonie über das Internet. Skype ist der größte Profiteur dieser Branche - und ist deshalb schon seit seiner Gründung heiß begehrt. Nun aber steht das einstige Start-up, das erst 2003 vom Schweden Niklas Zennström und seinem dänischen Kumpel Janus Friis gegründet wurde und heute von Luxemburg aus operiert, vor einem Milliardendeal. Wenn alles klappt, wäre das ein Coup für die Skandinavier. Schon früh formulierten sie ihren Plan: “Wir wollen die Art und Weise verändern, wie Menschen kommunizieren.”

Nun zahlt Microsoft an mehr als fünf Milliarden Euro für Skype. Dabei bietet das erst acht Jahre alte Unternehmen im Prinzip bloß eines: deutlich günstigere Gespräche, als sie übers klassische Telefonnetz möglich sind. Aber das vor allem auch mit Bild - Kameras in Laptops und Handys oder auf den Bildschirmen machen das möglich. Mehr als eine halbe Milliarde Nutzer hat Skype schon überzeugt. All das weckt Begehrlichkeiten, von denen vor allem die diversen Investoren etwas haben dürften, die Skype heute in ihren Händen halten.

Ursprünglich war geplant, Skype noch in diesem Frühjahr an die Börse zu bringen. Sollte Microsoft aber tatsächlich zuschlagen, hätte sich die Idee, den Kapitalmarkt um eine kräftige Finanzspritze zu bitten, indes prompt erledigt. Die Investoren dürften sich die Hände reiben. Sie sind in der noch jungen Skype-Geschichte ohnehin nur wenige von vielen bisherigen Eigentümern: Schon 2005, nur zwei Jahre nach der Gründung des Unternehmens, verkauften Zennström und Friis ihr Unternehmen an Ebay - und erhielten von der Auktionsplattform knapp zwei Milliarden Euro.

[…]

Quelle: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/microsoft-und-skype-gehen-gemeinsame-wege/4155930.html

5. Mai 2011

Videos in der Cloud

Kategorie: Cloud Computing, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Polycom, Anbieter von Videokonferenz-Lösungen, bietet künftig ein Video Storage System als cloudbasierenden Hosted-Dienst an.

Die Cloud-Basis für den Dienst Accordent Media-Services bietet die Azure-Plattform von Microsoft. Firmenkunden sollen damit einen singulären Video-Content-Hub betreiben können, der die Verwaltung von Inhalten enorm vereinfachen soll. So können die einzelnen Mitarbeiter mit der Video-Content-Management-Lösung selber nach den passenden Videos im suchen und zu jeder Zeit eine Wiedergabe starten.

Bei Polycom glaubt man daran, dass etliche Unternehmen davon profitieren werden, wenn sie nicht extra ihr Netzwerk ausbauen und sich weitere Hardware anschaffen müssen. »Mit diesem Angebot reagieren wir auf die enorme Nachfrage nach einem Cloud-basierenden Media-Management-Modell für Accordent-Anwendungen außerhalb der Unternehmen«, sagt Mike Newman, zuständiger General Manager bei Polycom. Dank der Azure Plattform könne der Investitionsbedarf reduziert und Anwendungen einfacher betrieben und verwaltet werden, da sie On-Demand-Berechnung und -Storage zur Bereitstellung, Skalierung und Management von lokalen und Netzwerk-Anwendungen bietet.

Polycom hat erst kürzlich den langjährigen Partner Accordent Technologies übernommen und ist nun laut eigenen Angaben Marktführer in den Wachstumsmärkten für Video-Content-Management und -Bereitstellung.

Quelle: http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=134259&n=6&n2=0

4. März 2011

Marktforscher prophezeien neuen TK-Boom

Kategorie: ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Nachdem die Telekommunikationsbranche seit 2005 Umsatzeinbußen verbuchen musste, befinden sich die meisten Unternehmen jetzt wieder auf Wachstumskurs. Die wachsende Zahl von Internetdiensten, Smartphones und schnelle Mobilfunknetze werden das Wachstum weiter beschleunigen.

Die Signale in der deutschen Telekommunikationsbranche stehen wieder deutlich auf Wachstum: Jedes zweite Unternehmen erwartet, dass sich die Branche bis 2013 besser entwickeln wird als die Gesamtwirtschaft. Lediglich neun Prozent rechnen mit einem unterdurchschnittlichen Zuwachs. Haupttreiber ist dabei das Internet, insbesondere das mobile Internet und mobile Endgeräte. Der Wettbewerb innerhalb der Branche wird sich allerdings weiter verschärfen. Vor allem die Kabelnetzbetreiber nehmen den etablierten Telekommunikationsanbietern Marktanteile ab. Aber auch branchenfremde Anbieter – beispielsweise Energieversorger und IT-Unternehmen – drängen zunehmend auf den Markt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Branchenkompass 2011 Telekommunikation« von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Die optimistische Stimmung der Unternehmen steht auf den ersten Blick im Widerspruch zur Gesamtentwicklung der vergangenen Jahre: Seit 2005 sind die Umsätze der Branche stetig zurückgegangen. Verantwortlich für diese Negativentwicklung sind allerdings überwiegend die sinkenden Einnahmen des Branchenprimus Deutsche Telekom. Die meisten Wettbewerber konnten ihre Umsätze hingegen nachhaltig steigern. […]

Das sind die wichtigsten Trends

Von Bedeutung ist dabei vor allem der anhaltende Trend zur Internettelefonie. Sie wurde in einer offenen Befragung – also ohne Antwortvorgabe – von 15 Prozent der Befragten als wichtige Entwicklung genannt. Voice over IP wird die Sprachübertragung über Analog- und ISDN-Netze voraussichtlich schon bald ablösen.

Fast ebenso viele Telekommunikationsunternehmen (14 Prozent) nennen spontan Internetdienste als entscheidenden Trend. Die im Festnetz übertragenen Datenmengen wachsen weiter. Da immer mehr Menschen über Smartphones oder Tablet Computer verfügen, wird sich in den kommenden drei Jahren jedoch vor allem das Volumen der über Mobilfunknetze übertragenen Daten deutlich vergrößern. Neue, attraktive Geschäftsmöglichkeiten eröffnet dabei auch das Mobilfunknetz der vierten Generation mit seiner Technologie Long Term Evolution (LTE). Es wird die Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze deutlich erhöhen.

Der harte Wettbewerb in der Branche lässt auch in den kommenden drei Jahren nicht nach. Im Gegenteil: 72 Prozent der Unternehmen erwarten, dass die Kabelnetzbetreiber ihre Marktanteile bis 2013 weiter steigern werden. Schon seit einigen Jahren ringen sie mit ihren Komplettpaketen aus Internet, Telefonie und Kabel-TV den etablierten Telekommunikationsanbietern immer mehr Festnetzkunden ab.

Aber auch Unternehmen aus anderen Branchen versuchen, auf dem Telekommunikationsmarkt Fuß zu fassen. Fast drei Viertel der Befragten rechnen mit einem zunehmenden Engagement beispielsweise von Energieversorgern oder IT-Unternehmen. Stadtwerke, aber auch große Versorger wie RWE drängen bereits mit dem Bau von Glasfasernetzen in den Telekom-Markt. IT-Unternehmen wie Google, Apple oder Facebook dagegen verschärfen den Wettbewerb im Bereich der Telekommunikationsdienste. Eine Anwendung wie Google Voice, die es Nutzern ermöglicht, vom Internet aus jeden beliebigen Festnetzanschluss anzurufen, könnte auch den deutschen Markt in Aufruhr bringen.

Im Oktober und November 2010 befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut 100 Führungskräfte der größten Telekommunikationsunternehmen Deutschlands zu den Branchentrends sowie zu Strategien und Investitionszielen bis 2013. Die Entscheider repräsentieren die wichtigsten Unternehmenskategorien in der deutschen Telekommunikationsbranche. Forsa führte die Befragung in Form von Computer Assisted Telephone Interviews (CATI) durch.

Quelle: http://www.crn.de/netzwerke-tk/artikel-89142-2.html

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