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20. August 2010

Unified Communications: Investitionen nur aufgeschoben?

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Unified Communications (UC) ist in Europa nach wie vor weit vom Durchbruch entfernt. Mit der anziehenden Konjunktur könnte sich das ändern.

In einer aktuellen Umfrage von Frost & Sullivan und dem ITK-Anbieter Aastra schätzen weniger als fünf Prozent der befragten Systemintegratoren, Service Provider, Berater, Distributoren und Reseller, dass der Großteil ihrer Kunden bereits UC einsetzt. Schuld an der Zurückhaltung scheint in erster Linie die schlechte Konjunktur der vergangenen Jahre zu sein. Fast 40 Prozent der Teilnehmer gaben an, der Großteil ihrer Kunden hätte ihre Investitionsentscheidungen auf Eis gelegt.

Mit dem sich abzeichnenden Ende der Rezession wächst nun aber die Hoffnung in der Branche, dass die Kunden aufgeschobene Investitionen nachholen. So erwarten 65 Prozent der Befragten noch in diesem Jahr eine zunehmende Nachfrage nach kompletten UC-Paketen oder einzelnen Diensten.

Betrachtet man die einzelnen Dienste, die unter dem Begriff Unified Communications zusammengefasst werden, so messen ihnen die Umfrageteilnehmer unterschiedliche Vermarktungschancen bei. Eines der Topthemen der kommenden Monate ist für 62 Prozent die Konvergenz von Festnetz und Mobilfunk (Fixed Mobile Convergence - FMC), gefolgt von Unified Messaging (42 Prozent). Das beste Geschäft erwarten 80 Prozent der Befragten in der Migration zur IP-Telefonie - diese ist streng genommen keine UC-Komponente, stellt aber eine Voraussetzung für die Verschmelzung von IT und TK und somit die mögliche Nutzung bestimmter UC-Dienste dar. Überraschend geringe Verkaufschancen sehen die Befragten hingegen bei raumgroßen Videokonferenzsystemen (Telepresence) - dieses ist im Bereich Großunternehmen nur für 13 Prozent ein Topthema, im SMB-Sektor sogar nur für 3,8 Prozent.

Mittelstand übt Zurückhaltung

Ganz allgemein sind die Umfrageteilnehmer bei ihrem Ausblick für UC-Geschäfte mit dem Mittelstand etwas vorsichtiger. Reseller, die ausschließlich Großunternehmen bedienen, äußerten sich im Vergleich deutlich zuversichtlicher über das erwartete Marktwachstum, eine rückläufige Nachfrage für 2010 wurde von keinem Umfrageteilnehmer aus dieser Gruppe erwartet.

Laut Umfrage stehen Kosteneinsparungen und Effizienz ganz oben auf der Liste der Motivationen zum Kauf einer UC-Lösung (beide 85 Prozent). Danach folgen Mobilität und Telearbeit (81 Prozent). Da effiziente Prozesse traditionell bei Finanzdienstleistern eine große Rolle spielen, sehen die Umfrageteilnehmer diesen Sektor als größten Abnehmer von UC-Lösungen. An zweiter Stelle kommt die IT- und Telekommunikationsbranche, gefolgt von Dienstleistern aus den Bereichen Immobilien, Consulting und Rechnungswesen. Eine vergleichsweise geringe Bedeutung spielen derzeitig laut Studie noch Einzelhandel, Erziehung und Bau.

Als größte Barrieren für die Einführung von UC bei ihren Kunden nannten die Reseller die damit verbundenen Integrationskosten (42 Prozent) sowie die teuren Lizenzen für benötigte Anwendungen (knapp 40 Prozent), gefolgt von anderen Prioritäten bei den Kunden (rund 38 Prozent) sowie dem eingeschränkten Wert von UC für den Großteil der Belegschaft (rund 36 Prozent). Mehr als ein Viertel der Befragten gaben außerdem als Grund an, dass UC von vielen Kunden nur begrenzt registriert worden sei.

Europaweit nahmen 169 Unternehmen an der Umfrage teil, 41 Prozent von ihnen stammen aus Deutschland

Quelle: http://www.computerwoche.de/netzwerke/tk-netze/2351844/

15. Juli 2010

ITK-Branche erwartet Wachstum

Kategorie: ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz
  • 71 Prozent der Hightech-Firmen erwarten Umsatzplus
  • Jedes zweite Unternehmen stellt zusätzliche Mitarbeiter ein
  • BITKOM fordert wirtschaftsorientierte Netzpolitik und Infrastruktur-Initiative

Im Hochtechnologiesektor hellt sich die Stimmung weiter auf: Die Erwartungen der BITKOM-Branche sind auch im zweiten Quartal 2010 gestiegen. 71 Prozent der Anbieter von Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) rechnen für das laufende Jahr mit Wachstum. Am optimistischsten sind Softwarehäuser und IT-Dienstleister. Aber auch die zuletzt gebeutelten Anbieter von Kommunikationstechnik erwarten zu 62 Prozent steigende Erlöse. „Wir rechnen für 2010 mit einem positiven Geschäftsverlauf, die Nachfrage wird weiter steigen“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die neuen Zahlen. 69 Prozent der Unternehmen melden bereits für das zweite Quartal steigende Zahlen. Der BITKOM-Index zur Lage der ITK-Branche machte im zweiten Quartal einen erneuten Sprung um 13 Punkte auf 48 Punkte und liegt nunmehr wieder deutlich über Vor-Krisen-Niveau. Ende 2009 lag er noch bei minus 6 Punkten. BITKOM rechnet für die ITK-Branche in diesem Jahr mit Umsätzen von 140 Milliarden Euro.

Inzwischen hat sich die ITK-Branche auf den vorderen Plätzen innerhalb der deutschen Industrie etabliert. Im Vergleich mit dem Maschinenbau, der Automobil-, Elektro- und chemischen Industrie sowie der Ernährungswirtschaft steht die ITK-Branche auf Platz 1 bei der Bruttowertschöpfung. In Sachen Arbeitsplätze belegt die ITK-Branche den 2. Platz nach dem Maschinenbau – mit 846.000 Beschäftigten im Jahr 2009. „Unser junger Wirtschaftszweig hat in kürzester Zeit herausragende Bedeutung gewonnen“, kommentiert Scheer. „Die BITKOM-Branche wird weiter zulegen.“ In den kommenden Jahren müssen aus Scheers Sicht wichtige Infrastrukturen durch IT intelligent gemacht werden: Verkehrssystem, Energie- und Behördennetze sowie das Gesundheits- und Bildungssystem. Dafür sei eine Infrastruktur-Initiative nach dem Vorbild des Breitband-Ausbaus nötig, die von Politik und Wirtschaft gemeinsam vorangetrieben werde.
Zudem sei eine wirtschaftsorientierte Internet-Politik nötig. Scheer: „Hightech-Politik darf nicht länger ein Spielfeld zur parteipolitischen Taktiererei und kurzfristigen Profilierung Einzelner sein. Wir brauchen einen strategischen Ansatz und den Schulterschluss zwischen den Verantwortlichen. Heute arbeiten oft mehrere Ministerien an denselben Themen, und zahlreiche Gesetze regeln dieselben Fragen der digitalen Welt. Wir brauchen ein einheitliches Konzept.“ Positiv bewertete Scheer die Gesprächsreihe von Bundesinnenminister de Maizière zur Netzpolitik, die vergangene Woche zu Ende ging. „Innenminister de Maizière hat die bisher umfassendste Einschätzung zur Internetpolitik vorgelegt, die von der Bundesregierung bislang zu sehen war. Damit hat er die Grundlagen für die anstehenden politischen Richtungsentscheidungen gelegt.“

Scheer forderte eine Fortsetzung der Debatte um Freiheit und Sicherheit, Anonymität und Verantwortung im Web: „Themen wie Internet-Sperren, Überwachung und Urheberrecht müssen öffentlich breiter diskutiert werden. Der Zuspruch für die Piratenpartei hat gezeigt, dass es an Kompetenzvertrauen in die etablierten Parteien fehlt.“ In einer Umfrage des BITKOM zur Bundestagswahl 2009 hatten sich 60 Prozent der Deutschen gewünscht, dass die Internetpolitik in dieser Legislaturperiode ein wichtiges Thema sein soll. Es waren aber nur 44 Prozent der Ansicht, dass es hierzu in der Politik genügend Sachkenntnis gibt. „Die Parteien sind dringend gefordert, in Sachen Internetpolitik das Vertrauen der Wähler zu gewinnen“, so Scheer.

Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_64392.aspx

28. Juni 2010

Videokonferenzen: Ins Kämmerchen statt auf Dienstreise

Kategorie: Videokonferenz, ITK-Branche, Telepresence — Redaktion: Telefonkonferenz

Dank neuer Technik setzen sich Videokonferenzen im Alltag der Unternehmen durch. Nicht nur die Wirtschaftskrise und die Suche nach Alternativen zur teuren Dienstreise haben die Entwicklung beschleunigt, sondern auch die mittlerweile höhere Qualität von Bild und Ton.

Wenn Podolski, Lahm und Kießling in Südafrika ihre daheim gebliebenen Familien und Freunde vermissen, können sie sie in einer kleinen Kabine neben dem Mannschaftshotel Velmore Grand treffen. Dort hat der DFB nämlich einen Videokonferenzraum einrichten lassen, mit Kameras und großen Bildschirmen in HD-Qualität, verbunden mit der gut 8000 Kilometer entfernten Zentrale in Frankfurt. Auch in anderen Büros des Deutschen Fußball-Bundes stehen Videokonferenzsysteme, über die während der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft Teambesprechungen mit Funktionären, Trainern und Spielern abgehalten wurden.

Lange galten Videokonferenzen als Zukunftstechnologie, spielten im Alltag der meisten Unternehmen aber keine große Rolle. Doch nicht zuletzt die Wirtschaftskrise hat die Entwicklung der Videokommunikation in den vergangenen Jahren enorm beschleunigt. Die Reisebudgets sinken und die Unternehmen suchen nach Alternativen zu teuren und zeitaufwendigen Dienstreisen. „Natürlich können und sollen Videokonferenzen nicht alle persönlichen Gespräche und Treffen ersetzen“, sagt Sven Damberger, Geschäftsführer des Systemhauses Mobile Video Communication (MVC), das bereits rund die Hälfte der Dax-Unternehmen mit Videokonferenzanlagen ausgestattet hat. Gegenüber Telefongesprächen und -konferenzen bestünden aber klare Vorteile: „Videokonferenzen laufen viel konzentrierter ab, weil man zum Beispiel nicht wie am Telefon nebenher E-Mails lesen kann und sich dezentrale Projektpartner besser einbinden lassen. Und die Verständigung mit internationalen Gesprächspartnern ist durch die zusätzliche optische Komponente wesentlich einfacher und effizienter.“

Kaum noch ruckelnde Bilder

Der Hauptgrund für die zunehmende Akzeptanz von Videokonferenzen in Unternehmen ist aber die technische Entwicklung. Noch vor wenigen Jahren sorgten schlecht aufgelöste und ruckelnde Bilder, Systemabstürze und sekundenlange Verzögerungen bei der Übertragung eher für Ärger als für eine entspannte Gesprächsatmosphäre. Mittlerweile erzeugen hochauflösende Kameras und Bildschirme sowie Breitbandverbindungen die Illusion einer echten Konferenzsituation, auch über Tausende von Kilometern hinweg. Außerdem können mehrere Videokonferenzräume ebenso zusammengeschaltet werden wie die Computer einzelner Mitarbeiter, die so direkt von ihrem Arbeitsplatz oder von zu Hause aus über eine Webcam an den Gesprächen teilnehmen können. Die Teilnehmer können Präsentationen und Dokumente gemeinsam betrachten und bearbeiten, die Videokonferenzen können aufgezeichnet und im Nachhinein zum Beispiel auf dem iPhone angeschaut werden. „Unsere Kunden sagen uns, dass das die Arbeitsweise in ihren Unternehmen völlig verändert“, sagt Michael Ganser, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Cisco in Deutschland. Seit drei Jahren ist Cisco mit hochwertigen Videokonferenzsystemen, den sogenannten Telepresence-Systemen, auf dem Markt - und trifft auf große Nachfrage.

„Eigentlich sind Videokonferenzen ein altes Thema, aber in dem Markt war lange Zeit nur wenig Innovation. Mittlerweile ist Telepresence die am schnellsten wachsende Technologie, die wir je hatten“, sagt Ganser. „Und Exportweltmeister Deutschland liegt bei der Annahme dieser Technologie ganz weit vorn.“ Bis zum Ende des Jahres will Cisco in Deutschland zusammen mit der Telekom 100 Videokonferenzräume einrichten. Weltweit ist die Zahl der Bestellungen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 50 Prozent höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Und für das kommende Geschäftsjahr erwartet das amerikanische Unternehmen, das 2009 den norwegischen Weltmarktführer Tandberg aufgekauft hat, ein Wachstum von 24 bis 26 Prozent im Geschäftsbereich Videokonferenzen. Konkurrent Polycom vermeldete im ersten Quartal 2010 den höchsten Konzernumsatz aller Zeiten und in den vergangenen Monaten ist nach Angaben des Unternehmens die Nachfrage nach Videokonferenzsystemen noch einmal sprunghaft angestiegen. MVC rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von mindestens 20 Prozent, und auch Siemens Enterprise und T-Systems sprechen von einer positiven Entwicklung.

Hohe Anschaffungskosten

Eine Einstiegshürde, gerade für mittelständische Unternehmen, sind die Anschaffungskosten, die für Zweipersonensysteme mit 52-Zoll-Bildschirmen zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegen, für komplett eingerichtete Videokonferenzräume aber schnell in den sechsstelligen Bereich steigen können. Deshalb bieten die Hersteller und Systemhäuser seit einiger Zeit auch Mietmodelle an. So kann beispielsweise ein Bildschirm und eine Kamera für ein bis zwei Gesprächsteilnehmer inklusive der notwendigen Breitbandverbindung für rund 2000 Euro pro Monat gemietet werden. „Das entspricht in etwa den Kosten von drei Flügen im Monat“, sagt Michael Ganser. „Kein anderes IT-Produkt hat einen so schnellen Return on Investment.“

Für einzelne Sitzungen können Unternehmen auch komplett eingerichtete Videokonferenzräume buchen, wie sie derzeit zum Beispiel die deutsche Telekom zusammen mit Cisco in mehreren deutschen Hotels einrichtet. Der Dienstleister Regus betreibt rund 2500 Konferenzstudios in 115 Ländern, in Deutschland sind es 55. Die durchschnittliche Zahl der Buchungen lag nach Unternehmensangaben 2009 um 22 Prozent höher als im Jahr zuvor. Und als Mitte April 2010 die Asche des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr in Europa lahmlegte, schnellten die Buchungen der Räume in Deutschland um 290 Prozent in die Höhe.

Ein Nachteil der Videokonferenzen ist derzeit noch die mangelnde Kompatibilität der Systeme verschiedener Hersteller und Dienstleister untereinander, so dass Unternehmen beispielsweise nicht problemlos mit Geschäftspartnern in Verbindung treten können. Doch Michael Ganser von Cisco ist sich sicher, dass sich das bald ändern und den Trend zur Videokommunikation weiter beschleunigen wird.

Stand: 06.2010
Quelle: http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EECC40E16733E4655AB28F9BDC3EA0D74~ATpl~Ecommon~Scontent.html

17. Juni 2010

ITK-Branche zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands

Kategorie: ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Die IT- und Telekommunikationsbranche ist heute nach dem Maschinen- und Anlagenbau der zweitgrößte Arbeitgeber in der deutschen Industrie. Das zeigt ein aktueller Vergleich der offiziellen Zahlen der jeweiligen Verbände.

Derzeit arbeiten in der deutschen ITK-Branche rund 846.000 Menschen. „Unser junger Wirtschaftszweig hat in kürzester Zeit eine herausragende Bedeutung gewonnen – auch im Arbeitsmarkt“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die BITKOM-Branche wird weiter zulegen“, ist sich Scheer sicher. In den kommenden Jahren müssten die wichtigsten Infrastrukturen durch IT intelligent gemacht werden: Verkehrssystem, Energienetze, Behördennetze sowie das Gesundheits- und Bildungssystem. „Der Bedarf an Spezialisten, die diesen Wandel gestalten, ist enorm.“

Die meisten Mitarbeiter – 599.000 – sind im Bereich Informationstechnik tätig. In der Telekommunikation arbeiten 236.000 Menschen, die digitale Unterhaltungselektronik zählt 11.000 Beschäftigte. „2010 wird der Arbeitsmarkt in der ITK-Branche voraussichtlich leicht wachsen“, so Scheer. So wollen 53 Prozent der deutschen ITK-Unternehmen ihr Personal verstärken, 30 Prozent möchten es auf dem aktuellen Niveau halten und lediglich 17 Prozent müssen Arbeitsplätze reduzieren. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des BITKOM hervor. „Neue Mitarbeiter werden vor allem in den Bereichen Software und IT-Services gesucht“, erläutert BITKOM-Präsident Scheer.

Derzeit gibt es rund 20.000 offene Stellen in der ITK-Branche. Jedes dritte IT-Unternehmen gibt an, dass der Fachkräftemangel seine Geschäftstätigkeit bremst. Laut einer Studie im Auftrag der EU-Kommission wird die Nachfrage nach IT-Experten in Deutschland in den kommenden Jahren beständig über dem Angebot liegen. „Der Expertenmangel hat strukturelle Gründe, die mit mehr Nachdruck angegangen werden müssen“, sagte Scheer. Im Zentrum stehen aus Sicht des BITKOM die Modernisierung des Bildungssystems, die Steigerung des Frauenanteils in der Branche und eine aktive Zuwanderungspolitik.

Stand: 14.06.2010
Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_64224.aspx

13. Juni 2010

HP und Vidyo kündigen gemeinsames Videokonferenz-Portfolio an

Kategorie: Videokonferenz, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Palo Alto / Hackensack / München, 10. Juni 2010

HP und Vidyo, Anbieter von Software-basierten Raum- und Desktop-Lösungen für Videokonferenzen in High Definition (HD)-Qualität, erweitern das HP Halo-Portfolio um Videokonferenzraum- und Desktop-Endpunkte für Unternehmensnetze.

Die neuen HP-Lösungen für visuelle Zusammenarbeit bieten qualitativ hochwertige Videokommunikation und nutzen dabei eine Infrastruktur, die niedrigere Gesamtbetriebskosten ermöglicht. Die Lösungen sind mit klassischen Videokonferenz-Endpunkten sowie bestehenden Halo-Studios interoperabel und werden sowohl über HP als auch über Vertriebspartner erhältlich sein.

Das Portfolio wird Vidyos komplette VidyoConferencing-Serie software-basierter Desktop-Lösungen und Raumsysteme umfassen. Da diese auf HP-Servern laufen, können Kunden ihre Netzwerk- und Videoinfrastruktur-Anforderungen reduzieren und gleichzeitig von qualitativ hochwertiger Videokommunikation in High Definition (HD) profitieren.

„Unternehmen brauchen ein vollständiges Portfolio an Endpunkt-Lösungen – Videokommunikation muss auf dem Desktop, dem mobilen Endgerät und im Konferenzraum möglich sein, damit die Mitarbeiter effizienter zusammenarbeiten können“, sagt Rob Scott, Vice President und General Manager, Halo Telepresence Solutions, HP. „Zusammen mit Vidyo werden wir Kunden qualitativ hochwertige Kommunikation bieten – egal ob am Desktop oder im Konferenzraum. Die Lösungen nutzen das Internet sowie drahtlose Netze, sind hoch zuverlässig und lassen sich nahtlos an unser bestehendes High-End-Video Collaboration-Portfolio anbinden.“

Vidyos Technologie reduziert Latenzzeiten mithilfe des Standards H.264 Scalable Video Coding (SVC). Dieser anpassungsfähige Codec sorgt für zuverlässigere Videokommunikation über Standard-Netze und macht teure Multipoint Control Units (MCU) überflüssig.

Laut eines Berichts von Gartner (1) „verändern anpassungsfähige Codecs den Markt, weil sie ermöglichen, dass qualitativ hochwertige Videokonferenzen schneller über das Internet angeboten werden können. Dies erhöht ihre Verbreitung enorm, reduziert Reisekosten und sorgt für Wachstum.“

„Vidyo und HP werden eine Reihe an Lösungen anbieten, die die besten Aspekte von High-End-Videokonferenzen vereinen – und das sowohl am Desktop, im Konferenzraum oder im Halo-Studio“, sagt Ofer Shapiro, CEO und Mitbegründer von Vidyo. „Vidyo freut sich darauf, durch die Zusammenarbeit mit HP vielen Unternehmen mit seiner Software-basierten Architektur zu mehr Effizienz in Sachen internationale Zusammenarbeit zu verhelfen.“

Die Lösungen, die von HP angeboten werden, umfassen unter anderem eine Desktop-Lösung für den HP TouchSmart PC. HP und Vidyo werden im Laufe des Jahres gemeinsame Marketingaktivitäten für diese Lösungen starten.

30. Mai 2010

Unified Communications Interoperability Forum

Allianz will Zusammenspiel von Unified-Communications-Lösungen verbessern

Eine Gruppe um HP, Juniper, Microsoft, Logitech/LifeSize und Polycom hofft, den UC-Markt mit zertifizierten Produkten anzutreiben.

Beim Thema Unified Communications ist nach wie vor das Zusammenfügen einzelner Bausteine von verschiedenen Herstellern zu einer Gesamtlösung die größte Herausforderung. Um dieses Problem besser in den Griff zu bekommen, haben jetzt mit HP, Juniper, Microsoft, Logitech/LifeSize und Polycom fünf führende Hersteller das Unified Communication Interoperability Forum (UCIF) ins Leben gerufen. Zu den bislang gewonnen Mitgliedsfirmen zählen außerdem Acme Packet, Aspect, AudioCodes, Broadcom, BroadSoft, Brocade, ClearOne, Jabra, Plantronics, Radvision, Siemens Enterprise Communications und Teliris.

Ziel des UCIF ist es, auf der Grundlage gemeinsamer Standards ein reibungsloses Zusammenspiel der UC-Hardware- und Softwarelösungen verschiedener Hersteller und Cloud-Service-Provider sicherzustellen und auf diese Weise die Voraussetzungen für eine nahtlose Kommunikation und Interaktion zwischen Unternehmen und Verbrauchern zu schaffen. Zu diesem Zweck will das UCIF in den nächsten drei Jahren UC-Produkte auf ihre Interoperabilität mit anderen Lösungen zu testen und entsprechende Zertifikate zu vergeben. Die mit dem Logo “UCIF-zertifiziert” ausgestatteten Produkte sollen helfen, Risiko und Komplexität bei der Implementierung zu reduzieren und so dazu beitragen, dass der stark fragmentierte UC-Markt sein prognostiziertes Wachstumspotenzial ausschöpfen kann. So prognostiziert etwa Forrester dem Bereich bis 2015 ein Potenzial von 14,5 Milliarden Dollar.

Neben - beziehungsweise noch vor - der Zertifizierung haben die UCIF-Mitglieder die Möglichkeit, gemeinsame Interoperabilitäts-Tests vorzunehmen. Sie sparen sich damit Zeit und Kosten für den Aufbau einer eigenen Testplattform, Produkte erreichen so eventuell früher Marktreife. Eigene Standards will das UCIF nach eigenen Angaben jedoch nicht entwickeln, allerdings “Profile”, die beschreiben, wie bestimmte Spezifikationen implementiert werden.

Zu Beginn hat die Allianz angekündigt, sich den vielfältigen Video- und Telepresence-Lösungen im Markt zu widmen, die häufig nicht plattformübergreifend funktionieren. Besondere Beachtung sollen dabei die genutzten Signal Planes, Video-Codeces und -Protokolle, die Konfiguration der Endpunkte sowie die Methoden zum Passieren der Firewall (Ports) finden.

Spätestens beim Thema Videoconferencing fällt auf, dass in der Allianz neben Avaya und IBM noch mindestens ein wichtiger Player fehlt - der Netzwerkriese Cisco, der nach der Tandberg-Übernahme nun auch das Preissegment unterhalb seiner mächtigen Telepresence-Lösungen bedient. Aktuell ist das Fernbleiben der US-Company angesichts der langen Entscheidungszyklen in großen Organisationen und der erst vor kurzem erfolgten Formierung des UCIF allerdings noch kein Thema und sollte nicht überbewertet werden. Sollten sich jedoch Cisco und Avaya entscheiden, dem Forum fernzubleiben, hätte die Initiative nur beschränkten Nutzen für Unternehmen.

Quelle: http://www.computerwoche.de/netzwerke/tk-netze/1936625/

13. Mai 2010

ITK-Branche: BITKOM rechnet mit stabilem Arbeitsmarkt

Kategorie: ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz
  • 846.000 Beschäftigte in der ITK-Branche
  • ITK-Branche zweitgrößter Arbeitgeber in der deutschen Industrie
  • Nach wie vor fehlen Tausende Spezialisten

Berlin, 11. Mai 2010 - Der Arbeitsmarkt in der ITK-Branche wird nach Angaben des Bundesverbands BITKOM in diesem Jahr weitgehend stabil bleiben. „Neue Mitarbeiter werden vor allem in den Bereichen Software und IT-Services gesucht“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Derzeit arbeiten in der deutschen ITK-Branche rund 846.000 Menschen. Die meisten Mitarbeiter – 599.000 – sind im Bereich Informationstechnik tätig. In der Telekommunikation arbeiten 236.000 Menschen, die digitale Unterhaltungselektronik zählt 11.000 Beschäftigte. Die ITK-Branche ist damit nach dem Maschinen- und Anlagenbau der zweitgrößte Arbeitgeber innerhalb der deutschen Industrie.

Im vergangenen Jahr konnte die ITK-Branche die Beschäftigung trotz Wirtschaftskrise halten. Einen Rückgang gab es in der Unterhaltungselektronik, einen Zuwachs bei Software und IT-Services. Scheer: „ Bei Software und IT-Services hat sich der positive Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt. Dadurch konnte der Arbeitsplatzabbau in den Bereichen Hardware und Telekommunikation ausgeglichen werden.“

Derzeit gibt es rund 20.000 offene Stellen in der ITK-Branche. Jedes dritte IT-Unternehmen gibt an, dass der Fachkräftemangel seine Geschäftstätigkeit bremst. Laut einer Studie im Auftrag der EU-Kommission wird die Nachfrage nach IT-Experten in Deutschland in den kommenden Jahren beständig über dem Angebot liegen. „Der Expertenmangel hat strukturelle Gründe, die mit mehr Nachdruck angegangen werden müssen“, sagte Scheer. Im Zentrum steht aus Sicht des BITKOM die Modernisierung des Bildungssystems. Gerade jetzt sei es wichtig, junge Menschen für Hightech-Berufe zu begeistern. „In den kommenden Jahren müssen unsere wichtigsten Infrastrukturen durch IT intelligent gemacht werden: Verkehrssystem, Energienetze, Behördennetze und das Gesundheits- und Bildungssystem“, erläuterte Scheer. „Der Bedarf an Spezialisten, die diesen Wandel gestalten, ist enorm.“

Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_63807.aspx

7. Mai 2010

Videokommunikation: Deutsche Firmen können 6 Milliarden Euro durch Videokonferenzen sparen

Kategorie: Videokonferenz, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Durch den Einsatz von Videokonferenzsystemen und Collaboration-Tools könnten Unternehmen in Deutschland pro Jahr 6 Milliarden Euro einsparen. Das schätzt die Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner.

Nach Angaben von Putz & Partner geben deutsche Firmen pro Jahr rund 25 Milliarden Euro für Dienstreisen aus. An die 6 Milliarden Euro davon könnten die Unternehmen einsparen, würden sie stärker auf Videokonferenzen und Collaboration-Tools wie etwa Microsoft-Sharepoint oder vergleichbare Produkte setzen, so die Beratungsfirma.

Laut Putz & Partner setzen nur etwa 30 Prozent der Unternehmen Videoconferencing und Lösungen ein, die eine Web-gestützte Zusammenarbeit der Mitarbeiter ermöglichen. Ein Rechenbeispiel: Wenn vier Beschäftigte eines Unternehmens von Hamburg nach München reisen, kostet das circa 20 Mannstunden. Hinzu kommen 800 Kilogramm Kohlendioxid, etwa für die Autofahrt oder den Flug.

Auch der verstärkte Einsatz mobiler Geräte wie Notebooks oder Smartphones, so die Hamburger Consulting-Firma, kann nicht verhindern, dass die Mitarbeiter unterwegs nicht so produktiv arbeiten können wie an ihrem Arbeitsplatz im Büro. Hinzu kommen höhere Kosten, etwa durch Mobilfunkverbindungen.

Hemmfaktor: Macht der Gewohnheit

Die Marktexperten argumentieren, dass es nicht gleich eine High-End-Videokonferenzlösung für Zehntausende von Euro sein muss. In vielen Fällen reiche ein preisgünstiges Desktop-Video-System aus. Auch Anwendungen wie Application-Sharing oder Instant-Messaging könnten die eine oder andere Dienstreise ersparen.

Ein Grund, weshalb viele Firmen und deren Mitarbeiter nicht auf Dienstreisen verzichten wollen, ist die Gewohnheit: »Sowohl bei der Entscheidung über die Einführung einer neuen Technologie wie Videoconferencing als auch bei der Implementierung selbst spielt immer die Angst eine Rolle, dass Bewährtes, Liebgewonnenes und Zwischenmenschliches aufgegeben wird«, sagt Volker Rothenspieler, Vorstandssprecher von Putz & Partner.

Daten zum Videoconferencing-Markt

Die Marktforschungsgesellschaft Frost & Sullivan hat ermittelt, dass der weltweite Umsatz im Bereich Telepräsenz von 396 Millionen Dollar im vergangenen Jahr bis 2015 auf 826 Millionen Dollar steigen wird. Unter »Telepräsenz« versteht Frost & Sullivan allerdings Systeme der Oberklasse, die dem Nutzer das Gefühl geben, an einer »echten« Konferenz teilzunehmen.

Auf deutlich höhere Zahlen kommt IDC. Die Analysten haben ermittelt, dass im Bereich Videoconferencing und Telepräsenz im Unternehmensumfeld weltweit rund 1,9 Milliarden Dollar ausgegeben wurden. Für 2014 erwartet die Marktforschungsgesellschaft ein Marktvolumen von 8,7 Milliarden Dollar.

Laut Jonathan Edwards, Analyst bei IDC, ist der Markt derzeit in einer Transformationsphase: »Bislang betrachteten viele Firmen Videokonferenzen als Notlösung, wenn persönliche Meetings nicht möglich waren«, so der Marktforscher. »In den kommenden Jahren wird Videoconferencing zunehmend als Technologie akzeptiert, die Entscheidungsprozesse innerhalb des Unternehmens beschleunigt sowie die Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Betreuung von Kunden vereinfacht.«

Quelle: http://www.networkcomputing.de/kommunikation/konvergenz/artikel-82692.html

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