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5. Mai 2011

Videos in der Cloud

Kategorie: Cloud Computing, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Polycom, Anbieter von Videokonferenz-Lösungen, bietet künftig ein Video Storage System als cloudbasierenden Hosted-Dienst an.

Die Cloud-Basis für den Dienst Accordent Media-Services bietet die Azure-Plattform von Microsoft. Firmenkunden sollen damit einen singulären Video-Content-Hub betreiben können, der die Verwaltung von Inhalten enorm vereinfachen soll. So können die einzelnen Mitarbeiter mit der Video-Content-Management-Lösung selber nach den passenden Videos im suchen und zu jeder Zeit eine Wiedergabe starten.

Bei Polycom glaubt man daran, dass etliche Unternehmen davon profitieren werden, wenn sie nicht extra ihr Netzwerk ausbauen und sich weitere Hardware anschaffen müssen. »Mit diesem Angebot reagieren wir auf die enorme Nachfrage nach einem Cloud-basierenden Media-Management-Modell für Accordent-Anwendungen außerhalb der Unternehmen«, sagt Mike Newman, zuständiger General Manager bei Polycom. Dank der Azure Plattform könne der Investitionsbedarf reduziert und Anwendungen einfacher betrieben und verwaltet werden, da sie On-Demand-Berechnung und -Storage zur Bereitstellung, Skalierung und Management von lokalen und Netzwerk-Anwendungen bietet.

Polycom hat erst kürzlich den langjährigen Partner Accordent Technologies übernommen und ist nun laut eigenen Angaben Marktführer in den Wachstumsmärkten für Video-Content-Management und -Bereitstellung.

Quelle: http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=134259&n=6&n2=0

17. Januar 2011

Die Zukunft der Collaboration

Kategorie: Cloud Computing, Web Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Die modernen Technologien für die Collaboration sind dabei, die Arbeitsprozesse tief greifend zu verändern. Künftig werden sich mehr und mehr Mitarbeiter in virtuellen Teams organisieren.

Je mehr die Unternehmen das Internet für die Kommunikation nutzen, desto stärker verändern sich die Arbeitsabläufe in den Büros. In allen verwaltenden Tätigkeiten gewinnt die Zusammenarbeit eine andere Qualität: Mitarbeiter können weltweit in einer Weise gemeinsam arbeiten wie dies bisher allenfalls zwei Kollegen möglich war, die sich im selben Büroraum unmittelbar gegenübersaßen. “Collaboration” geht daher weit über die herkömmliche gegenseitige Abstimmung und Information hinaus. Es ist wirklich ein gemeinsames Arbeiten möglich, ortsunabhängig und trotzdem in Echtzeit, flexibel, und multimedial. Die nötige Infrastruktur ist heute fast überall verfügbar und verursacht zudem nur minimale Kosten. Vor diesem Hintergrund lassen sich heute folgende zentrale Trends für die weitere Entwicklung der ausmachen:

  • Etablierung virtueller Teams
  • Integration in Social Media
  • Zunehmend mobile Collaboration
  • Cloud-basierte Collaboration
  • Integration der Technologien

VIRTUELLE TEAMS

Die neuen technischen Möglichkeiten erlauben es, unabhängig von bestimmten Orten multi-polar in Echtzeit zu kommunizieren und damit virtuelle Gruppen aufzubauen, die in den Prozessen ohne weiteres reale Arbeitgruppen ersetzen können. Was die privaten Web-Nutzer mit ihren Communities vorgemacht haben, vollziehen nun die Unternehmen. Sie bilden virtuelle Teams, die sich primär funktionell definieren. Mitglieder solcher virtueller Arbeits- oder Projektgruppen kennen sich oft nur übers Web oder arbeiten ausschließlich im Web zusammen. Insbesondere durch die Globalisierung sind diese Unternehmens-Communities heute bereits weit verstreut. Traditionelle Kommunikationsformen wie Arbeitsbesprechungen oder Mitarbeiterversammlungen lassen sich in diesem Szenario ohnehin nicht mehr oder nur mit sehr hohem Aufwand organisieren.

Damit zeichnet sich schon ein Trend ab: Auf die virtuellen Arbeitsgruppen folgen virtuelle Abteilungen. Am Ende dieser Entwicklung steht das virtuelle Unternehmen, bei denen die Mitarbeiter mobil sind oder im Home Office arbeiten. Natürlich wird nicht jedes Unternehmen ganz in die virtuelle Welt abwandern, aber überall dort, wo die Wertschöpfung sowieso schon in der virtuellen Sphäre erbracht wird, wie zum Beispiel beim Betrieb eines Online-Brokers, werden sich virtuelle Unternehmen etablieren. Je größer das Gewicht virtueller Strukturen in einem Unternehmen ist, desto flexibler ist es und desto besser kann es sich auf Veränderungen einstellen.

Durch die zunehmende Nutzung moderner Collaborations-Technologien wird sich die Arbeit generell von festen Standorten abkoppeln. Diese waren bisher eine technische Notwendigkeit, weil die für die Arbeitsprozesse benötigten Arbeitsmittel eben nur dort verfügbar sein konnten. Die Menschen mussten daher ihren Arbeits- und Kommunikationsmitteln folgen, mit den bekannten Auswirkungen der physischen Mobilität mit einem enormen Zeitverlust und hohen Kosten, sowie zu den gesamtgesellschaftlichen Folgen für Infrastruktur und Umwelt. Heute sind Arbeits- und Kommunikationsmittel in der Lage, den Menschen zu folgen. Diese Entwicklung hat weit reichende Folgen nicht nur für die Arbeitsprozesse, sondern für das gesamte gesellschaftliche Leben.

SOCIAL MEDIA

Die Business-Collaboration ist bereits heute von den Social Media geprägt. Virtuelle Unternehmens-Communities umfassen nicht nur ortunabhängige, digitale Kommunikation, sie vollziehen auf dieser Basis auch immer mehr das nach, was Communities auf Facebook, Linkedin oder Xing bereits auf privater Ebene vorgezeichnet haben. Diese Entwicklung wird sich noch verstärken, künftig werden die Unternehmen nicht nur eigene virtuelle Communities aufbauen, diese werden auch stärker mit den privaten verbunden sein und mitunter mit diesen sogar zusammenwachsen: Private Facebook-Seiten oder Twitter-Account lassen sich nur schwer von denen der Unternehmen trennen. Für die Unternehmen stellt dies eine große Herausforderung hinsichtlich Compliance und Sicherheit dar, denn nicht jeder Unternehmens-Content hat etwas auf einer privaten Seite zu suchen. Hier müssen unternehmensweite Vereinbarungen über die Grenzen getroffen werden.

MOBILE COLLABORATION

Mobile IT-Systeme geben dem Nutzer heute die Leistungsfähigkeit eines kleinen Rechenzentrums in die Hand. Durch die ständige Verbindung zum Internet sind solche mobilen Hochleistungssysteme die ideale Schnittstelle für die Collaboration, zumal dabei auch anspruchsvolle Anwendungen möglich sind. Damit lassen sich dynamische Geschäftsprozesse abdecken, denn in mehr und mehr Unternehmen sitzen die Mitarbeiter kaum noch an festen Schreibtischen mit traditionellen Telefonen. Mobile Mitarbeiter können ohne Aufwand und ohne spezielle Infrastruktur die für sie wichtigen Ressourcen außerhalb herkömmlicher Büroumgebungen nutzen und sich direkt in die Arbeitsprozesse einschalten. Dies gilt mittlerweile nicht mehr nur für klassische Office-Funktionen oder den Einsatz als Client von Enterprise-Applikationen.

Unternehmen können mit Mobilsystemen virtuelle Business-Communities auf- und ausbauen, deren Teilnehmer sich dann nicht nur an jedem Ort, sondern auch wirklich ganz unabhängig von bestimmten Orten agieren können. Da Collaboration über die Sprach-Kommunikation hinausgeht und beispielsweise das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten oder Präsentationen umfasst, können Unternehmen auch in mobilen Communities arbeiten. Collaborations-Lösungen müssen dafür die gesamt Vielfalt von Systemen von Blackberry bis iPhone unterstützen, so dass sich Mitarbeiter keine Gedanken über die Kompatibilität ihrer Geräte machen müssen. Damit wird aber auch die Vielfalt der Geräte und Gerätetypen, die in Collaborationsstrukturen eingebunden sind, zunehmen. Damit dies nicht zu zusätzlichem Aufwand führt, wird Standardisierung und Kompatibilität hier eine wichtige Aufgabe bleiben.

Mobile Systeme haben mittlerweile alle durch die geringe Größe und die fehlende Verbindung mit festen Leitungen bedingten Einschränkungen hinter sich gelassen. Sobald die Unternehmen auch die nötigen organisatorischen Voraussetzungen geschaffen haben – beispielsweise die zentrale Frage: Wer bekommt welches Smartphone? – wird die mobile Collaboration in Unternehmen Standard sein.

CLOUD-BASIERENDE COLLABORATION

Der derzeitige Mega-Trend Cloud Computing lässt natürlich auch die Collaboration nicht aus. Bewegen sich die Prozesse schon in der virtuellen Welt, so ist der Zugriff auf virtuell bereitgestellte Ressourcen nur nahe liegend. Jetzt schon lassen sich Collaborations-Anwendungen On-Demand via Cloud nutzen. Unternehmen müssen so nicht in eigene Hardware und Applikationen investieren, sie sind flexibler und können diese Lösungen weitaus leichter skalieren. Vor allem aber sind die Anwendungen über die Cloud überall verfügbar, jeder kann sich problemlos von jedem Web-fähigen Endgerät an jedem Ort der Welt einloggen und findet dort die gewünschte Plattform mit seinen jeweiligen Inhalten vor. Anbieter wie Cisco WebEx stellen dafür auch eine Infrastruktur zur Verfügung, die vom öffentlichen Web abgekoppelt ist und eine sicher Collaboration erlaubt. Der Aufbau eigener Inhouse-Lösungen für Collaborations-Anwendungen ist demgegenüber fast schon widersinnig. Cloud Computing wird sich im Bereich Collaboration daher schon recht bald durchsetzen.

INTEGRATION DER TECHNOLOGIEN

Die Integration von IT und Kommunikation ist fast schon kein Trend mehr, sondern häufig Realität. Allerdings ist die Entwicklung hier in der Praxis längst nicht abgeschlossen, die Zukunft muss hier erst noch die Versprechungen der Vergangenheit einlösen, denn noch immer stehen die für eine umfassende Collaboration nötigen alten und neuen Technologien nicht ausreichend verbunden nebeneinander: Telefon, E-Mail, Instant Messaging, Webkonferenz, Telepräsenz, Corporate Social Networks, Unternehmens-Websites, Microblogging aber auch unternehmensspezifische Kommunikationsplattformen wie Beschaffungsportale arbeiten zunächst einmal für sich. Eine moderne Collaborations-Infrastruktur kann dafür sorgen, dass diese Technologien endlich reibungslos ineinander greifen und einen direkten Übergang beispielsweise von Instant Messaging zur Webkonferenz realisieren.

Virtuelle Communities, intensive Nutzung mobiler Systeme und die Nutzung von Anwendungen aus der Cloud – diese Entwicklungen sind im privaten Sektor bereits seit langem zu beobachten. Seit Jahren nimmt die private Kommunikation nun schon vorweg, was Unternehmen bei der Organisation ihrer Collaboration erst nach und nach umsetzen. Insofern kann man hier durchaus einen Meta-Trend konstatieren: Der private Sektor fungiert als Schrittmacher – in den Unternehmen wird morgen so kommuniziert werden, wie heute schon in der Freizeit vieler Menschen: In sozialen Netzen, auf speziellen Kommunikationsplattformen, mit Video-Chats, per Kurznachricht, mit intensivem Multimedia-Einsatz. Unternehmen müssen diese Entwicklungen im Auge behalten, wenn sie sich für die Zukunft der Collaboration – ihrer Collaboration – interessieren.

* Peer Stemmler ist Country Manager Germany bei Cisco WebEx in Düsseldorf.

Quelle:  http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=132075&n=6&s=132073

7. Dezember 2010

Cloud-Kommunikationslösung für Business-Anwender

Kategorie: Telefonkonferenz, Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz

Cloud-Telefonie: Anwender zahlen bei einer Telefonanlage “aus der Cloud” nur für das, was sie tatsächlich benötigen
Leistungsstarke Carrier- und Hosting-Technologien sorgen dafür, dass beispielsweise die klassische ISDN-Telefonanlage überflüssig wird

“Cloud Computing” ist längst mehr als ein technisches Modewort: Zahlreiche Unternehmen haben bereits erste Erfahrungen in Cloud-Projekten gesammelt. Vielfach noch unbekannt ist jedoch, dass sich auch im Bereich der Kommunikationssysteme webbasierte Lösungen realisieren lassen. So offeriert Placetel für Freiberufler und kleine sowie mittelständische Firmenkunden eine vollwertige Telefonanlage ohne monatliche Fixkosten.

Nach einer aktuellen Einschätzung des ITK-Branchenverbands Bitkom ist die Bedeutung von Cloud Computing etwa mit der Einführung des Personal Computers oder des Internets vergleichbar. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen können vom Cloud Computing profitieren, weil sie so effizient und preiswert Zugang zu modernsten Softwarelösungen erhalten. Da wundert es kaum, dass das Angebot an Cloud Computing-Lösungen ständig zunimmt und auch der Markt rasant wächst. Eine kürzlich gemeinsam von der Experton Group und dem Bitkom vorgestellte Studie prognostiziert in Deutschland einen Umsatzanstieg im Bereich Cloud Computing von 1,14 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2015.

Während es vor wenigen Jahren in vielen Unternehmen noch als undenkbar galt, für den Geschäftsalltag elementare Technologien wie Datenbanken oder die Telefonie auszulagern, sind solche Lösungen heute risikofrei nutzbar: Leistungsstarke Carrier- und Hosting-Technologien sorgen dafür, dass beispielsweise die klassische ISDN-Telefonanlage überflüssig wird. Statt jeden Monat viel Geld für teure Miet- und Wartungsverträge auszugeben, zahlt der Anwender bei einer Telefonanlage “aus der Cloud” nur für das, was er tatsächlich benötigt.

Ohne Einrichtungsgebühren, ohne eine Mindestvertragslaufzeit und völlig ohne monatliche Grundgebühren können Firmen mit bis zu zehn Nebenstellen das Placetel-Angebot “free” nutzen. Verzicht üben braucht der Anwender dabei nicht: Eingeschlossen sind wie bei einer stationären ISDN-Anlage für den Geschäftsalltag wichtige Funktionen wie etwa Makeln, Gruppenruf, Rufumleitung oder VoiceMail.

Die alternativen Angebotspakete “profi” und “complete” bieten anspruchsvollen Unternehmenskunden wertvolle Sonderfunktionen, etwa kostenlose Telefonkonferenzen. Was bei mancher ISDN-Anlage nur als teures Extra oder gar nicht erhältlich ist, erhält der Anwender von Placetel serienmäßig: So lassen sich Anrufe direkt aus Outlook heraus per Mausklick starten.

Einschränkungen im Vergleich zur Telefonanlage vor Ort braucht niemand hinnehmen: Jeder Anwender telefoniert wie gewohnt mit dem Tisch- oder Schnurlostelefon. Die Gesprächsqualität ist vergleichbar mit der ISDN-Sprachqualität und alle wichtigen Telefonanlagenfunktionen stehen in vollem Umfang zur Verfügung. Sogar die Integration eines iPhone oder Android-Smartphones in das Telefonsystem funktioniert.

Quelle: http://www.saasmagazin.de/cloud-computing/applikationen/finocom301110.html

25. Oktober 2010

Cloud Computing mit extrem starkem Wachstum

Kategorie: Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz
  • Umsatz mit Cloud-Services legt jährlich um 50 Prozent zu
  • Neue Technologie hat hohe standortpolitische Bedeutung
  • Obermann: „Revolution im IT-Sektor.“

Köln, 6. Oktober 2010 - Die Nutzung von Cloud Computing entwickelt sich innerhalb weniger Jahre zu einem Milliarden-Markt mit einer hohen standortpolitischen Bedeutung für die gesamte deutsche Wirtschaft. Dieses Ergebnis zeichnet sich auf einer internationalen Konferenz ab, die der Hightech-Verband BITKOM heute in Köln veranstaltet. Nach einer aktuellen Studie der Experton Group für den BITKOM wird der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland von 1,14 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Das Umsatzwachstum liegt bei durchschnittlich 48 Prozent pro Jahr. Damit werden in fünf Jahren etwa 10 Prozent der gesamten IT-Ausgaben in Deutschland auf diese Technologie entfallen. Beim Cloud Computing erfolgt die Nutzung von IT-Leistungen in Echtzeit über Datennetze (in der „Wolke“) anstatt auf lokalen Rechnern. „Der Markt für Cloud Computing explodiert förmlich“, sagte BITKOM-Vizepräsident René Obermann bei der „Cloud Computing Konferenz“ des Verbands in Köln. „Wir sehen eine echte Revolution in der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen. Bereits in wenigen Jahren werden viele Unternehmen dank Cloud Computing ohne hausinterne Rechenzentren auskommen.“

Aus Sicht des BITKOM ist die Bedeutung von Cloud Computing mit der Einführung des PCs oder des Internets vergleichbar. „Cloud Computing Technologien eröffnen der Industrie wie auch der öffentlichen Verwaltung in Deutschland ein erhebliches Potenzial, innovativer und damit wettbewerbsfähiger zu werden“, sagte Steve Ballmer, CEO von Microsoft, bei der Konferenz. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen könnten laut Ballmer vom Cloud Computing profitieren, weil sie kostengünstig Zugang zu modernsten Software-Technologien bekommen.
Private Internetnutzer verwenden schon heute täglich Cloud-Lösungen, ohne es zu merken. Das Hochladen und Speichern von Fotos bei sozialen Online-Netzwerken, der Versand von Nachrichten über einen webbasierten E-Mail-Dienst oder die Nutzung von Suchmaschinen sind Anwendungen in der Cloud. Bei Unternehmen und anderen professionellen IT-Anwendern laufen die meisten Programme dagegen auf lokalen Rechnern. „Eine Umstellung auf Cloud-Services hat für die Anwender große Vorteile“, sagte BITKOM-Vizepräsident Obermann. „Sie sind kostengünstiger, weil sie standardisiert sind und nutzungsabhängig abgerechnet werden können.“ Unternehmen werden flexibler, können schneller wachsen und ihre Ideen kostengünstig umsetzen.

Sowohl die Anbieter als auch die Anwender von IT müssen die Chancen des Cloud Computing nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wir müssen und können den Vorsprung anderer Länder im Cloud Computing aufholen“, sagte Obermann. Wichtig sei vor allem, dass die hier tätigen Softwarehäuser und IT-Dienstleister den Schritt zu leistungsabhängigen Bezugsmodellen in der Cloud schaffen. Dieser stark mittelständisch geprägte Markt ist in Deutschland ein wichtiger Beschäftigungsmotor. In den vergangenen zehn Jahren sind bei den Anbietern von Software und IT-Services rund 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Die rund 560.000 Beschäftigten in diesem Bereich machen zwei Drittel aller Jobs in der ITK-Branche aus.

Wer sich in diesem neuen Umfeld behauptet, kann vom Wachstum des Cloud-Marktes profitieren. Laut den Experton-Prognosen entfällt etwa die Hälfte des Umsatzes auf die so genannten Cloud Services, vor allem die Bereitstellung von Programmen (Software as a Service). Dieses wichtigste Segment wächst von 550 Millionen Euro im Jahr 2010 auf voraussichtlich 4,8 Milliarden Euro im Jahr 2015. Ein Drittel entfällt auf Investitionen in Cloud-Infrastrukturen, im Wesentlichen Rechenzentren. Insbesondere große Unternehmen werden eigene Cloud-Umgebungen aufbauen, so genannte Private Clouds. Diese Ausgaben steigen von aktuell 400 Millionen Euro auf 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2015. Der Rest des Marktes, derzeit rund 200 Millionen Euro, entfällt auf Beratungsleistungen und Zusatzdienste rund um die Cloud. In fünf Jahren könnte dieses Segment ein Volumen von 800 Millionen Euro erreichen.

Die ITK-Industrie hat unter Federführung des BITKOM eine Reihe von Aktivitäten in Angriff genommen, um Cloud Computing in Deutschland voran zu bringen. Diese Maßnahmen sind Teil des Aktionsprogramms der Bundesregierung unter Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums. Darunter finden sich folgende Maßnahmen:

  • Auf der CeBIT 2011 ist Cloud Computing das Schwerpunktthema. BITKOM und BMWi werden mit der Sonderschau „Cloud Computing World“ den zentralen Anlaufpunkt zu diesem Thema auf der Messe   schaffen.
  • Start des BITKOM-Webportals www.cloud-practice.de. Die Website dient als zentrale Informationsplattform für Anbieter von Cloud-Lösungen, IT-Anwender und Wissenschaftler.
  • Erstellung von Informationsmaterial. Darin werden neben der technischen Umsetzung auch juristische Fragen, Sicherheitsaspekte und der Datenschutz thematisiert. Ein BITKOM-Leitfaden zum Thema steht zum Download bereit unter   http://www.bitkom.org/de/themen/36129_61111.aspx.

Quelle: http://www.bitkom.org/65433_65427.aspx

21. September 2010

Cloud Services: Der Markt, die Anbieter

Kategorie: Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz

Der Markt für Cloud Services ist zwar in einer noch jungen Entwicklungsphase. Dennoch existiert heute schon eine verwirrend breite Vielfalt an Lösungen und Diensteanbietern. Wir stellen die wichtigsten Cloud Dienstleister und ihre Services vor.

Die Angebote für Cloud Services teilen sich auf in die Bereiche Infrastructure as a Service (IaaS), Plattform as a Service (Paas) und Software as a Service (SaaS). In diesen Segmenten wetteifern die Vorreiter der Cloud-Bewegung - Internet-Unternehmen wie Google, Salesforce und Amazon - mit etablierten TK- und IT-Konzernen wie Telekom, IBM oder Microsoft um Marktanteile, was Partnerschaften im übrigen nicht ausschließt.

Einer der populärsten Infrastructure as a Service-Anbieter ist Amazon mit den IaaS-Kerndiensten Amazon Elastic Cloud (EC2) und Amazon Simple Storage Service (S3). Beide sind Teil der Amazon Web Services. S3 stellt Nutzern skalierbare Speicher-Ressourcen zur Verfügung, EC2 virtuelle, in den Rechenzentren von Amazon angesiedelte Server. Die Kapazitäten können innerhalb von Minuten geändert werden - eine perfekte Umsetzung der Cloud-Philosophie.

“Old Economy” auf Zug aufgesprungen

Auch alteingesessene IT-Konzerne sind auf den IaaS-Zug aufgesprungen. Sie adressieren vor allem größere Unternehmen, die Wert legen auf Sicherheit und aushandelbare Service Level Agreements (SLAs). Fujitsu stellt im Rahmen von Infrastructure-as-a-Service (IaaS) for Server Server-Kapazitäten aus seinem Rechenzentrum on demand zur Verfügung. Die Dienstleistung wird über ein Web-Portal in mehreren Varianten angeboten: Virtual Server ohne Betriebssystem, Virtual Server mit Betriebssystem, Dedicated Server und virtuelle Server mit Applikations-Software. Die Ressourcen können über ein Billingsystem eingekauft und monatlich abgerechnet werden.

IBM ist mit hochgradig skalierbaren und individuell anpassbaren Lösungen für Private Clouds stark vertreten. Mit dem Cloud-Angebot Smart Business Services soll vor allem der Mittelstand angesprochen werden. Die Smart Business Desktop Cloud möchte Unternehmen helfen, Desktops zu virtualisieren. Bei den Dynamic Services von T-Systems können Kunden zwischen On-Demand-Lösungen für ERP, CRM, Communication & Collaboration sowie Archivierung und E-Commerce wählen.

Quelle: http://www.computerwoche.de/management/cloud-computing/2351518/

8. September 2010

Arbeiten mit der «Wolke» wird zum Standard

Kategorie: Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz

Berlin (dpa) - Cloud Computing - also die Nutzung von verteilten Anwendungen und IT-Leistungen im Netz - mausert sich einer Studie zufolge zum Standard. Die überwiegende Mehrheit der IT- Manager (81 Prozent) erwarten, dass sich die Nutzung der Cloud (Wolke) zunehmend am Markt etablieren wird.

Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie von Hype über das «vernetzte Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft». Gut die Hälfte der befragten Manager rechnet damit, dass die Cloud sogar der dominierende Ort sein wird, von dem IT-Dienste abgerufen werden.

Cloud Computing ermöglicht es, IT-Dienste wie Software, Speicherplatz für Datenbanken oder auch Rechenleistungen dann abzurufen, wenn sie gerade benötigt werden. Weil nur die effektive Nutzung berechnet wird, können Unternehmen Kosten sparen.

Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass sich das Cloud Computing bereits in den kommenden zwei bis fünf Jahre etablieren wird. Lediglich 4 Prozent sehen im Cloud Computing ein Hype-Thema, das sich nicht durchsetzen wird. 77 Prozent der Manager in Unternehmen, die das Cloud Computing bereits einsetzen, erwarten steigende Investitionen in diesem Bereich.

Als weitere Trends macht die Studie das dezentrale Arbeiten in den Unternehmen mit dem Einsatz von mobilen Endgeräten sowie die Zusammenarbeit im Netz aus. Dabei erwarten die Experten, dass «sich gleichzeitig die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben immer mehr auflösen».

Die Studie «LIFE 2 - Vernetztes Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft» entstand am Institut für Kommunikationsökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München unter der Leitung von Tobias Kretschmer. Befragt wurden 1559 IT-Manager mit Entscheidungskompetenzen sowie zusätzlich auch Anwender in Unternehmen und private Verbraucher in insgesamt fünf Ländern. Die Publikation der Ergebnisse wurde von der Deutschen Telekom unterstützt.

Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1036427

28. März 2010

Cloud Computing und Virtualisierung

Kategorie: Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz

(http://www.vnr.de/b2b/Marketing/online-marketing/web-2-0/it-und-telekommunikations-trends-2010-cloud-computing-und-virtualisierung.html)

IT- und Telekommunikations-Trends 2010: Cloud Computing und Virtualisierung

Eine Studie der BITKOM hat die 5 Haupttrends der IT- und Telekommunikationsbranche für 2010 ermittelt. In dieser Serie sollen diese Trends kurz aufgegriffen und erläutert werden. In diesem ersten Teil der Serie geht es um Cloud Computing und Virtualisierung.

Umfrage der BITKOM: Was sind die Trends 2010?

Der Hightech-Verband BITKOM hat eine Umfrage in der ITK-Branche gemacht und die Antennen auf Zukunft gestellt. Sie wollten von den befragten Unternehmen wissen, was für sie die IT- und Telekommunikationstrends im Jahr 2010 sind.

Am häufigsten genannt wurden Cloud Computing und Virtualisierung, mobile Internet, IT-Sicherheit, IT-Outsourcing und Enterprise 2.0. In dieser 5teiligen Serie möchte ich kurz auf die einzelnen Trend eingehen. In Teil 1 starte ich mit Cloud Computing und Virtualisierung, die von 45 bzw. 44 Prozent der Befragten als Trend identifiziert wurden.

Trend 1: Cloud Computing und Virtualisierung

Immer mehr Unternehmen nutzen in der aktuellen konjunkturell weiterhin angespannten Lage bevorzugt Technologien, die ihnen helfen, schlanker und effizienter zu werden. Mit Cloud Computing (Englisch Cloud = Wolke) greifen die Nutzer über das Internet auf externen Speicherplatz, Rechenkapazitäten und auf einzelne Anwendungen zu.

Daten verteilt auf einen Hardware Pool: Cloud Computing

Bei Cloud Computing nutzt der User keine hausinternen, starren Hardware-Server mehr. Vielmehr werden die Daten und Anwendungen auf einen Hardware-Pool verteilt, dessen Ressourcen (Prozessor, RAM und Speicherplatz) auf beliebig viele und beliebig skalierte virtuelle Maschinen verteilen können. Ein Dokument befindet sich also nicht auf Server xy, sondern einzelne Teile liegen auf unterschiedlichen Servern verteilt. In einer Wolke.

Flexibilität durch Cloud Computing

“Cloud Computing ist kostengünstiger, weil Unternehmen nicht sämtliche IT-Ressourcen vorhalten müssen, sondern je nach Bedarf online darauf zugreifen können”, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Zusätzlich werden die Unternehmen flexibler. Bei Fusionen oder Reorganisationen können sie ihre betrieblichen Abläufe mit Cloud Computing schneller anpassen.

Mehr Sicherheit durch Virtualisierung

Bei der Virtualisierung geht es um die Trennung einer IT-Anwendung von der verwendeten Hardware. Diese Trennung hat unterschiedliche Ziele:

  • Optimale Ressourcenausnutzung
  • Sicherheit
  • Kostenreduzierung

Virtualisierung von Servern

In der Praxis gibt es meist eine Virtualisierung von Servern. Server-Applikationen und Betriebssysteme werden dabei auf eine virtuelle Maschine übertragen. Auf dieser können dann gleichzeitig mehrere virtuelle Server-Prozesse mit jeweils unterschiedlichen Betriebssystemen laufen. Dadurch werden die Ressourcen optimal ausgenutzt.

Kommt es zu einer Störung der Hardware, können die Server-Prozesse in einer virtuellen Infrastruktur auf eine andere Hardware übertragen werden, um den Betrieb sicherzustellen. Das reduziert die Betriebskosten und steigert zugleich die Verfügbarkeit der Prozesse.

Virtualisierung einzelner Arbeitsplätze

Ähnliche Ziele verfolgt die Virtualisierung auf Client-Seite, bei der die Hardware an den Arbeitsplätzen auf die Ein- und Ausgabegeräte (Bildschirm, Tastatur und Maus - also reine Terminals) reduziert wird. Jeder Arbeitsterminal nutzt eine eigene Instanz des Betriebssystems auf dem Server, die für ihn persönlich konfiguriert wurde. Neben dem reduzierten Aufwand für die Administration und der vereinfachten Datensicherung, steigert der Verzicht auf lokale Speichermedien die Sicherheit.

23. März 2010

Cloud Computing in Deutschland

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration, Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz

(http://www.cio.de/dynamicit/management_strategie/2226947/index1.html)

Der Markt für Cloud-Services wird sich bis Ende 2011 verdoppeln

Die prekäre Wirtschaftslage stellt die deutsche Firmenlandschaft vor Probleme, die sich mittels Cloud Computing zielgerichtet lösen ließen. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund erwarten die Analysten von Techconsult, dass die Ausgaben für Dienste aus der Wolke bis Ende 2011 von 285 Millionen Euro (2009) auf 564 Millionen Euro steigen. Eine mit dem ITK-Branchenverband Bitkom initiierte Studie beleuchtet den Stand der Dinge in Sachen Cloud-Nutzung und -Planung und liefert einen Ausblick auf die Entwicklung des hiesigen Markts.

Kaum ein Thema beschäftigt die IT-Branche derzeit so intensiv wie Cloud Computing. Eine Vielzahl von Anbietern wie Fujitsu (siehe auch “Dienste aus der Wolke” und “Fit für Infrastructure-as-a-Service”) hat bereits Lösungen für die Nutzung von Software oder IT-Infrastruktur via Internet auf den Markt gebracht oder angekündigt, und immer mehr Unternehmen prüfen die extern angebotenen Cloud-Services. Das viel und kontrovers diskutierte Konzept, bedarfsgerecht skalierbare IT-Ressourcen von einem Cloud-Anbieter zu beziehen, anstatt über teure und zeitenweise überdimensionierte eigene Infrastruktur bereitzustellen, wird sich nach Einschätzung von Markt- und Branchenexperten im laufenden Jahr weiter etablieren. “Das Prinzip, Software-Anwendungen und Rechnerleistung je nach Bedarf zu nutzen, wird sich auf breiter Front durchsetzen”, prognostizierte August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom), kürzlich auf der CeBIT. Der ITK-Branchenverband hat Cloud Computing - ein Thema, dem sich auch die IT-Messe in Hannover in allen Facetten widmete -, als einen Top-IT-Trend 2010 identifiziert.

Um herauszufinden, wie es in der hiesigen Firmenlandschaft aktuell um Cloud Computing bestellt ist, hat der ITK-Branchenverband gemeinsam mit den Marktforschern von Techconsult eine Untersuchung initiiert, für die 124 IT-Entscheider in deutschen Unternehmen zur Cloud-Nutzung und -Planung befragt wurden. Unterstützt wurde die Studie von Fujitsu, Accenture, Beta Systems, der Deutschen Telekom sowie Google und Saperion. Den Ergebnissen zufolge wird Cloud Computing in neun Prozent der interviewten Firmen bereits genutzt, bei knapp einem Prozent befinden sich Cloud-Services momentan in der Testphase, während nahezu drei Prozent der Organisationen bereits konkrete Vorhaben planen. Zusammen mit den 19 Prozent der IT-Entscheider, die sich grundsätzlich interessiert am Cloud-Konzept äußerten, hat demnach beinahe jedes dritte Unternehmen hierzulande schon eine gewisse Affinität zu der Wolken-IT entwickelt.

Probleme der Cloud-Abstinenzler im Visier

Dabei richteten die Studieninitiatoren ihr Augenmerk gerade auch auf diejenigen Firmen, die dem Thema Cloud Computing bislang noch zurückhaltend gegenüber stehen - laut Umfrage hat die Mehrheit (69 Prozent) der deutschen IT-Entscheider immer noch Vorbehalte gegen die Wolken-IT. “Wie die Erfahrung zeigt, erleben zahlreiche Technologien, die in der frühen Marktphase mehrheitlich abgelehnt wurden, später eine starke Nachfrage”, begründet Peter Burghardt, Managing Director bei Techconsult und Autor der Studie, die besondere Aufmerksamkeit für die Cloud-Abstinenzler unter den Interviewten. Zudem habe die Studie gezeigt, dass sich ein Großteil der hiesigen Unternehmen mit Herausforderungen konfrontiert sieht, die sich gerade mittels Cloud Computing leichter stemmen ließen:

  • Nahezu 40 Prozent der befragten Firmen müssen in ihrem Geschäftsverlauf mit weit über die Normalauslastung hinausgehenden Belastungsspitzen fertig werden;
  • bei jedem vierten Unternehmen sprengen notwendige Investitionen den Rahmen der verfügbaren IT-Budgets;
  • 60 Prozent der Organisationen sind mangels eigener Ressourcen bei der Einführung neuer IT-Lösungen im Regelfall auf externes Know-how angewiesen.

Die Lösung liegt in der Wolke

Genau diese Problemzonen sind es offenbar auch, die Unternehmen in Richtung Cloud Computing treiben: Laut Studie führen zwei Drittel der bereits überzeugten oder interessierten Umfrageteilnehmer das via Wolke zu erzielende Plus an Flexibilität als entscheidendes Argument zugunsten von Cloud-Services an. Jeweils gut 60 Prozent wiederum liebäugeln wegen der geringeren Kapitalbindung beziehungsweise niedrigeren IT-Kosten mit der Wolken-IT, und knapp drei Viertel reizt eigenen Angaben zufolge der mittels Cloud deutlich zu reduzierende Administrationsaufwand. Nahezu 40 Prozent lockt in diesem Kontext das geringe Maß an erforderlicher eigener IT-Expertise, während zwei Drittel die Möglichkeit, neue IT-Lösungen rasch einzuführen, für Cloud Computing einnimmt. Weitere Pluspunkte aus Sicht der IT-Entscheider: die Verfügbarkeit von jedem Ort mit Internet-Anschluss aus (90 Prozent) sowie die Möglichkeit, innovative Technologien zu nutzen.

Was die Art der Cloud-Angebote betrifft, interessieren sich die hiesigen Unternehmen und potenziellen Cloud-Anwender schwerpunktmäßig für via Internet nutzbare Software-Lösungen, die bereits stark verbreitet sind - etwa Office-Programme und Sicherheitslösungen -, sowie für Server- und Storage-Kapazitäten.

Noch nicht wirklich entspannt sind die Firmen indes, wenn es darum geht, ihre Daten den externen Prozessoren und Speichermedien anzuvertrauen: Zwar hätten die Unternehmen kaum Probleme damit, E-Mails und Marketing-Informationen in die Wolke auszulagern, seien aber deutlich zurückhaltender, sobald es um sensible Personal- und Kundendaten geht, so die Studie. Und lediglich zwei Prozent der Befragten würden Firmendaten in ihrer Gesamtheit in die Cloud geben.

Mehr Sicherheit via Cloud - gewusst wie

Angesichts der Tatsache, dass knapp jedes dritte Unternehmen angibt, aufgrund von Sicherheitsbedenken bereits auf IT-Lösungen verzichtet zu haben, seien diese Vorbehalte durchaus ernst zu nehmen, schreibt Techconsult-Experte Burghardt. Laut Umfrage stehen Sicherheitsbedenken unter den Gründen für die Ablehnung von Cloud Computing an erster Stelle (77 Prozent). Daneben seien es vor allem Faktoren wie Kontrollverlust, das Gefühl der Abhängigkeit sowie rechtliche Aspekte, die bei den Cloud-Skeptikern Berührungsängste hervorrufen.

Auch die Experton Group hat sich intensiv mit der Cloud-Hürde Sicherheit auseinandergesetzt - und ist zu folgendem Schluss gekommen: “Die Situation erscheint paradox: Grundsätzlich ermöglichen es externe Cloud-Services der Mehrzahl der Kunden, die Sicherheit bestimmter Anwendungen und Dienste auf ein höheres Niveau als bislang zu heben”, sagt Wolfram Funk, Senior Advisor bei der Experton Group. “Da externe Cloud-Dienstleister ihre Dienste für eine Vielzahl von Kunden anbieten, verfügen sie über die Skaleneffekte, die hohe Investitionen in eine hochsichere Infrastruktur erlauben.”

Für wenig zweckdienlich hält der Experton-Berater allerdings die meist auf technologischer Ebene geführte Diskussion um die Sicherheit von Cloud-Services. Den Schlüssel zum Erfolg sieht er in Aktivitäten rund um Risikoanalysen, Service Level Agreements (SLAs) und Provider Management. Solide technische Maßnahmen zur Absicherung von Cloud Services seien zwar wichtig, noch wichtiger jedoch die Beziehung zum Cloud-Dienstleister, so Funk. Wer durch extern bezogene Cloud Services mit vertretbarem Aufwand ein höheres Sicherheitsniveau als bei Inhouse-Lösungen erzielen will, sollte allerdings einige Regeln beherzigen:

  1. Zunächst sollten Unternehmen die interne Organisationsstruktur auf Vordermann bringen sowie Verantwortlichkeiten und Rollen für Informationssicherheit intern klären.
  2. Die Verantwortung für Informations-Sicherheit insgesamt sowie für Koordination, Management und Qualitätskontrolle externer (Cloud-)Dienstleister verbleibt immer im Unternehmen.
  3. Unternehmen sollten eine detaillierte Risikoanalyse (inklusive Compliance-Risiken) für den spezifischen, extern bezogenen Cloud Service sowie die zur Debatte stehenden Informationen und Prozesse vornehmen.
  4. Wirtschaftliche Aspekte, interne und kundenorientierte Prozessverbesserungen und weitere potenzielle Nutzeneffekte müssen den erwarteten (Rest-) Risiken gegenübergestellt werden.
  5. Die Sicherheitsarchitektur muss Arbeitsteilung und Schnittstellen zwischen dem Provider und dem eigenen Unternehmen detailliert festlegen.
  6. Prozesse für Reporting, Incident Management und Audits beim Dienstleister sind festzuschreiben.
  7. Kann der Cloud-Dienstleister die angeforderte Leistung auch tatsächlich erbringen? Hier gilt es auch zu hinterfragen, ob er Subunternehmer einsetzt, die das Risiko möglicherweise erhöhen.
  8. Die Einhaltung regulatorischer Anforderungen durch den Provider muss geklärt und festgeschrieben, unter anderem im Hinblick auf den Umgang mit Daten und deren Speicherung in bestimmten Regionen.
  9. Für sicherheitsrelevante Kriterien dürfen nur Service Level vereinbart werden, die sich auch messen lassen. Dabei ist die vorgeschlagene Messmethode sorgfältig zu prüfen.
  10. Der Kunde muss im Vorfeld festlegen, wie die Exit-Bedingungen im Falle eines Providerwechsels aussehen. Ein “Vendor-Lock-In” kann das Unternehmen im Ernstfall teuer zu stehen kommen.

Die heutigen Skeptiker sind die Kunden von morgen

Bei allen Sicherheitsbedenken bringt ein Großteil derjenigen Unternehmen, die gegenüber Cloud Computing Sicherheitsbedenken hegen oder in der Abgabe von Kontrolle Probleme sehen, dem Internet offenbar grundsätzlich großes Vertrauen entgegen: Der Techconsult-Umfrage zufolge betreiben 80 Prozent Online-Banking, fast 40 Prozent kaufen im Web unter Angabe ihrer Kreditkarten-Nummer ein, darüber hinaus nutzt jede dritte Firma in dieser Gruppe gehostete E-Mail-Postfächer und rund 40 Prozent sonstige gehostete IT-Lösungen oder Daten.

Vor diesem Hintergrund gehen die Studieninitiatoren davon aus, dass sich die hierzulande noch verbreitete Skepsis gegenüber Cloud Computing in absehbarer Zeit verflüchtigt und viele derzeitige Abstinenzler auf die Wolke aufspringen werden. “Zusammenfassend betrachtet, besteht also kein Grund, das firmeninterne Rechenzentrum bereits totzusagen, ebenso unangebracht ist es jedoch, Cloud Computing als reinen Hype abzustempeln”, resümiert Burghardt. Vielmehr dürften sich aus Sicht der Marktforscher selektive gemischte Modelle aus interner und Cloud-IT durchsetzen. Nach den jüngsten Prognosen von Techconsult werden die Ausgaben der deutschen Unternehmen für Cloud-Services bis Ende 2011 von 285 Millionen Euro (2009) auf 564 Millionen Euro steigen und sich damit fast verdoppeln.

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