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27. September 2010

ITK-News: BITKOM-Index steigt auf 10-Jahres-Hoch

Kategorie: ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz
  • 78 Prozent der Hightech-Firmen verzeichnen Umsatzplus
  • Nachfrage zieht in allen Marktsegmenten kräftig an
  • Positiver Beschäftigungseffekt für die Branche erwartet

Berlin, 21. September 2010 - Die Stimmung in der ITK-Branche ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Danach verzeichnen im dritten Quartal 78 Prozent der befragten Unternehmen ein Umsatzplus. Der BITKOM-Index klettert von 48 auf 67 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit seiner Einführung im Jahr 2001. „Im IT- und Telekommunikationsbereich zieht die Nachfrage kräftig an“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsätze liegen deutlich im Plus.“ So verzeichnen drei Viertel (74 Prozent) aller Unternehmen einen höheren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Scheer: „Die positive Geschäftsentwicklung zeigt sich derzeit in allen Marktsegmenten.“ Für das Gesamtjahr 2010 erwarten 79 Prozent aller Unternehmen ein Umsatzwachstum. Wegen des guten Geschäftsverlaufs rekrutieren viele Firmen neues Personal. 55 Prozent der befragten ITK-Unternehmen wollen in diesem Jahr zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, 29 Prozent halten die Mitarbeiterzahl stabil.

[…]

Bei den Anwendern von Informations- und Kommunikationstechnik wachsen die Ausgaben in der verarbeitenden Industrie derzeit am stärksten. 77 Prozent der befragten ITK-Anbieter geben an, dass die Nachfrage im produzierenden Gewerbe im Vergleich zum Vorjahr zunimmt. „Die Industrie war am stärksten von der Krise betroffen. Entsprechend groß ist jetzt der Nachholbedarf bei den IT-Investitionen“, sagte Scheer. Im Dienstleistungssektor wächst die ITK-Nachfrage um 73 Prozent und im Handel um 65 Prozent. Etwas weniger Dynamik kommt aus dem öffentlichen Bereich. Hier sehen 49 Prozent der Firmen eine Zunahme der Nachfrage. „Die öffentlichen Hand hat gegenüber der Wirtschaft ohnehin Nachholbedarf in Sachen IT“, sagte Scheer. „Verstärkte IT-Investitionen können der öffentlichen Hand den überfälligen Modernisierungsschub geben.“ Bei den Privatverbrauchern verzeichnen 46 Prozent der Firmen eine stärkere Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr.

Zahlreiche Unternehmen stocken wegen der positiven Geschäftsentwicklung ihre Belegschaften auf. „Die meisten Jobs entstehen bei Software-Häusern und IT-Dienstleistern“, sagte Scheer. 62 Prozent dieser Unternehmen wollen neue Stellen schaffen. Aber auch bei den Hardware-Herstellern wollen mehr Unternehmen die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen als verringern. Scheer: „Der BITKOM rechnet mit einem positiven Beschäftigungseffekt für die gesamte Branche.“

Hinweis zur Datenquelle: Grundlage der Angaben ist vierteljährlich stattfindende Konjunkturumfrage des BITKOM in der ITK-Branche. Der BITKOM-Index errechnet sich aus dem Saldo der Umsatzerwartungen für das laufende Quartal.

Quelle: http://www.bitkom.org/65239_65221.aspx

24. September 2010

Grundlagen einer leistungsstarken Unified Communications-Umgebung

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Eine genaue Kenntnis der ITK-Umgebung ist unabdingbar für den Aufbau einer Unified Communications-Infrastruktur. Gefragt ist an dieser Stelle Daten- und Netzwerk-Knowhow, um klassische TK-Anlagen mit IP-Telefonie zu kombinieren. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Architektur einer möglichst problemfreien UC-Lösung, beschäftigen uns mit der Rolle von Medien-Gateways und erörtern, ob Unternehmen mit einer internen oder einer externen Lösung besser beraten sind.

Wenn es um Kommunikation, Kooperation und Koordination zur Optimierung von Geschäftsprozessen geht, ist in den letzten Jahren einiges in Bewegung geraten. An Unified Communications (UC) kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Nicht zuletzt hat sich durch den Office Communication Server von Microsoft vieles verändert. Die Vorreiter unter den Anwendern von UC-Lösungen werden bestätigen: Optimal aufeinander abgestimmte Kommunikationswege schaffen gute Bedingungen für höhere Produktivität und Kundenzufriedenheit. Bevor eine neue Lösung implementiert wird, ist es hilfreich, sich die Grundlagen vor Augen zu führen. Denn Unified Communications ermöglicht eine neue Art der Kommunikation mit folgenden Vorteilen:

  • Es entsteht eine einheitliche Anwendungs-Plattform, auch wenn im Back-Office unterschiedliche IT- und TK-Systeme im Verbund im Einsatz sind
  • Bisher allein stehende Kommunikations-Tools, beispielsweise E-Mail, Fax, Instant Messaging oder Videokonferenzen, sind miteinander verknüpft
  • Arbeitsplätze im Home Office und mobile Mitarbeiter werden optimal eingebunden
  • Die Telefonnummern und -gewohnheiten können beibehalten werden
  • Durch intelligente Wege-Optimierung lassen sich Gesprächsgebühren senken
  • Bei Bedarf können auch Geschäftspartner und Kunden in die UC-Infrastruktur integriert werden.

Alle Infos unter: http://www.it-administrator.de/themen/kommunikation/fachartikel/86562.html

21. September 2010

Cloud Services: Der Markt, die Anbieter

Kategorie: Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz

Der Markt für Cloud Services ist zwar in einer noch jungen Entwicklungsphase. Dennoch existiert heute schon eine verwirrend breite Vielfalt an Lösungen und Diensteanbietern. Wir stellen die wichtigsten Cloud Dienstleister und ihre Services vor.

Die Angebote für Cloud Services teilen sich auf in die Bereiche Infrastructure as a Service (IaaS), Plattform as a Service (Paas) und Software as a Service (SaaS). In diesen Segmenten wetteifern die Vorreiter der Cloud-Bewegung - Internet-Unternehmen wie Google, Salesforce und Amazon - mit etablierten TK- und IT-Konzernen wie Telekom, IBM oder Microsoft um Marktanteile, was Partnerschaften im übrigen nicht ausschließt.

Einer der populärsten Infrastructure as a Service-Anbieter ist Amazon mit den IaaS-Kerndiensten Amazon Elastic Cloud (EC2) und Amazon Simple Storage Service (S3). Beide sind Teil der Amazon Web Services. S3 stellt Nutzern skalierbare Speicher-Ressourcen zur Verfügung, EC2 virtuelle, in den Rechenzentren von Amazon angesiedelte Server. Die Kapazitäten können innerhalb von Minuten geändert werden - eine perfekte Umsetzung der Cloud-Philosophie.

“Old Economy” auf Zug aufgesprungen

Auch alteingesessene IT-Konzerne sind auf den IaaS-Zug aufgesprungen. Sie adressieren vor allem größere Unternehmen, die Wert legen auf Sicherheit und aushandelbare Service Level Agreements (SLAs). Fujitsu stellt im Rahmen von Infrastructure-as-a-Service (IaaS) for Server Server-Kapazitäten aus seinem Rechenzentrum on demand zur Verfügung. Die Dienstleistung wird über ein Web-Portal in mehreren Varianten angeboten: Virtual Server ohne Betriebssystem, Virtual Server mit Betriebssystem, Dedicated Server und virtuelle Server mit Applikations-Software. Die Ressourcen können über ein Billingsystem eingekauft und monatlich abgerechnet werden.

IBM ist mit hochgradig skalierbaren und individuell anpassbaren Lösungen für Private Clouds stark vertreten. Mit dem Cloud-Angebot Smart Business Services soll vor allem der Mittelstand angesprochen werden. Die Smart Business Desktop Cloud möchte Unternehmen helfen, Desktops zu virtualisieren. Bei den Dynamic Services von T-Systems können Kunden zwischen On-Demand-Lösungen für ERP, CRM, Communication & Collaboration sowie Archivierung und E-Commerce wählen.

Quelle: http://www.computerwoche.de/management/cloud-computing/2351518/

16. September 2010

Flexiblere Arbeitswelt durch Webkonferenzen

Kategorie: Webkonferenz, Web Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

IKT-Lösungen haben wesentliche Veränderungen in der Arbeitswelt verursacht. Webkonferenzen und Online-Support können Unternehmen wirtschaftliche Vorteile verschaffen.

Nicht jede vermeintliche Hard- oder Software-Innovation hat eine so nachhaltige Wirkung wie das Internet oder die mobile Kommunikation. Eines der derzeit wichtigen Trendthemen heißt Web-Collaboration und ist die Antwort der IT-Industrie auf die steigende Anforderung nach der Flexibilisierung der Arbeitswelt. Zugleich sparen Webkonferenzen und Online-Support den Unternehmen Zeit und Kosten und verschaffen spürbare Wettbewerbsvorteile. Während in Nordamerika bereits seit Jahren Arbeitsmeetings in Unternehmen aller Größenordnungen wie selbstverständlich über das Internet durchgeführt werden, nutzen in Europa und Österreich bisher vor allem große Unternehmen diese Technologien. Die angebotenen Lösungen sind heute bereit, auch in der Breite im Mittelstand, bei Kleinunternehmen und sogar Freiberuflern zum Einsatz zu kommen. Niedrige monatliche Kosten als Software-as-a-Service führen zu einer raschen Amortisierung.

Kombination der Disziplinen
Der Austausch von Dokumenten über das Internet ist ebenso wenig neu wie die Nutzung von Audiokonferenzen. Auch teure Videokonferenzsysteme sind in Vorstandsbüros und einzelnen Meetingräumen der Großunternehmen Standard. Die Innovation und Stärke der Webkonferenzen liegt jedoch in der ständigen Verfügbarkeit und der unkomplizierten, visuellen Echtzeitkommunikation. Erst die Kombination der Disziplinen, vom Teilen der Bildschirmansicht über die Audiokonferenz bis hin zur Übertragung der Webcam-Videobilder der Sitzungsteilnehmer macht Web-Collaboration zum »Schweizer Messer« der internetbasierten Kommunikation.

In wenigen Sekunden einfach eine virtuelle Sitzung initiieren zu können, sei es mit Kollegen im eigenen Unternehmen oder mit Kunden über mehrere Kontinente hinweg, ist ein unschlagbarer Vorteil dieser preiswerten Technologie. Eine Internetverbindung, gerne auch über WLAN oder Mobilfunk, ist die einzige Voraussetzung.
Die Chancen dieser Technologie für eine Flexibilisierung der Arbeitswelt und eine bessere Verbindung von Arbeit und Familie sind ebenso greifbar wie deren Nutzen für einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Wenn der Unternehmer Betriebsprozesse optimieren und Kosten senken kann, dürfte sich Web-Collaboration dauerhaft in die Spitzengruppe der IKT-Lösungen einreihen, die Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändert und verbessert haben.

Quelle: http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=130056&n=2

13. September 2010

Konferenztelefone: Am Ohr der Zeit

Kategorie: Telefonkonferenz, Konferenztelefone — Redaktion: Telefonkonferenz

Quelle: http://www.telecom-handel.de/Marktreports/Festnetz-Breitband/Konferenztelefone-Am-Ohr-der-Zeit/Die-Beratung-bringt-s

Unternehmen ersetzen Reisen zunehmend durch Telefonkonferenzen - vor allem im Mittelstand bieten sich viele Chancen für den Channel. Unsere Marktübersicht gibt einen Überblick über aktuelle Modelle.

Der Markt für Konferenzlösungen brummt – und das nicht erst seit der Wirtschaftskrise, die viele Unternehmen dazu gezwungen hat, bei den Reisekosten den Rotstift anzusetzen. Auch die Schweinegrippe oder der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajoküll haben in vielen Unternehmen zu einem Umdenken geführt: An die Stelle der stationären Meetings treten in immer mehr Firmen Audio- oder Videokonferenzen. Während die meisten Konzerne große Telepresence-Lösungen einsetzen, statten vor allem kleine und mittlere Unternehmen ihre Konferenzräume mit reinen Audio-Lösungen aus. Und gerade in diesem Kundensegment hat der Channel – da sind sich die Anbieter einig – gute Vermarktungschancen.

Telecom Handel (www.telecom-handel.de) hat eine Übersicht der aktuellen Konferenztelefone mit ihren wichtigsten Funktionen zusammengestellt. Die Einsteigermodelle, wie beispielsweise das Chat 50 vom US-amerikanischen Hersteller ClearOne oder das Konftel 50, sind vor allem für kleinere Räume und Konferenzen geeignet. Ebenso werden diese Geräte gerne im Home-Office eingesetzt, damit die Telearbeiter komfortabel an Audiokonferenzen teilnehmen können. Entsprechend karg ist auch die Ausstattung: Das Chat 50 zum Beispiel bietet außer einem USB-Anschluss an den PC keine weiteren Anschlussmöglichkeiten, ist dafür laut Hersteller aber einfach per Plug & Play zu installieren und außerdem für den Microsoft Office Communicator zertifiziert.

Systeme wie beispielsweise die Soundstation-Serie von Polycom hingegen bieten deutlich mehr Features: Von einer vom Anwender konfigurierbaren Kontaktliste über die Sprechpausenerkennung bis hin zur automatischen Mikrofonsteuerung hat sich der Hersteller hier einiges einfallen lassen. „Tendenziell werden Audiokonferenzsysteme immer leistungsfähiger und komfortabler“, erklärt denn auch Dirk Gottschalk, Produkt Manager bei Komsa Systems. Die Folge: Der Beratungsbedarf beim Kunden steigt – und damit die Chancen für den Channel.

Die Beratung bringt’s

Seine Aufgabe ist es, aus der großen Auswahl an Lösungen die richtige für den Kunden herauszufinden. Neben den Anschlussmöglichkeiten spielt zum Beispiel auch der Konferenzraum selbst eine entscheidende Rolle: Wie weit muss das Mikrofon reichen, wie viele Teilnehmer sind im Durchschnitt bei den Audio-Meetings anwesend, muss das System in eine Videokonferenzlösung integriert werden?

Nur mit dezidierten Fragen kann der Verkäufer die passgenaue Lösung für den Kunden finden. Uwe Peters, Conference Phones Manager EMEA bei Polycom, warnt im Umkehrschluss vor einem typischen Fehler, der „Unterdimensionierung“: Oft fällt die Entscheidung für ein kleineres, kostengünstiges System statt für ein Konferenztelefon mit größerer Reichweite – nur wegen des Preises. Besser sei es, den Kunden auch auf künftige Anforderungen hinzuweisen und ihm ein höherwertiges und dafür ausbaufähiges Modell anzubieten.

8. September 2010

Arbeiten mit der «Wolke» wird zum Standard

Kategorie: Cloud Computing — Redaktion: Telefonkonferenz

Berlin (dpa) - Cloud Computing - also die Nutzung von verteilten Anwendungen und IT-Leistungen im Netz - mausert sich einer Studie zufolge zum Standard. Die überwiegende Mehrheit der IT- Manager (81 Prozent) erwarten, dass sich die Nutzung der Cloud (Wolke) zunehmend am Markt etablieren wird.

Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie von Hype über das «vernetzte Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft». Gut die Hälfte der befragten Manager rechnet damit, dass die Cloud sogar der dominierende Ort sein wird, von dem IT-Dienste abgerufen werden.

Cloud Computing ermöglicht es, IT-Dienste wie Software, Speicherplatz für Datenbanken oder auch Rechenleistungen dann abzurufen, wenn sie gerade benötigt werden. Weil nur die effektive Nutzung berechnet wird, können Unternehmen Kosten sparen.

Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass sich das Cloud Computing bereits in den kommenden zwei bis fünf Jahre etablieren wird. Lediglich 4 Prozent sehen im Cloud Computing ein Hype-Thema, das sich nicht durchsetzen wird. 77 Prozent der Manager in Unternehmen, die das Cloud Computing bereits einsetzen, erwarten steigende Investitionen in diesem Bereich.

Als weitere Trends macht die Studie das dezentrale Arbeiten in den Unternehmen mit dem Einsatz von mobilen Endgeräten sowie die Zusammenarbeit im Netz aus. Dabei erwarten die Experten, dass «sich gleichzeitig die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben immer mehr auflösen».

Die Studie «LIFE 2 - Vernetztes Arbeiten in Wirtschaft und Gesellschaft» entstand am Institut für Kommunikationsökonomie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München unter der Leitung von Tobias Kretschmer. Befragt wurden 1559 IT-Manager mit Entscheidungskompetenzen sowie zusätzlich auch Anwender in Unternehmen und private Verbraucher in insgesamt fünf Ländern. Die Publikation der Ergebnisse wurde von der Deutschen Telekom unterstützt.

Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1036427

2. September 2010

Realtime Collaboration (Teamarbeit in Echtzeit)

Kategorie: Videokonferenz, Webkonferenz, Realtime Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Realtime Collaboration ist, so modern es klingt, keine ganz neue Erfindung. Die “Zusammenarbeit in Echtzeit” ist schon seit Ende der Jungsteinzeit gebräuchlich.

Ein überaus erfolgreiches Modell also, das allerdings mit Einschränkungen der Mobilität auskommen muss: Es funktioniert nur so lange, wie sich alle Mitglieder einer Arbeitsgruppe am selben Ort befinden. Dies stellte auch nach Ende der Steinzeit lange Zeit kein Problem dar, aber in einer zunehmend weltweit agierenden Ökonomie mit verteilten Teams wird die Ortsabhängigkeit zu einem echten Hindernis.

Bisher bildeten asynchrone Kommunikationsmittel wie Brief oder E-Mail das Rückgrat der geschäftlichen Kommunikation. Wer aber in Echtzeit kommunizieren wollte, musste auf das Telefon zurückgreifen, das wiederum nur eine sehr reduzierte Art der Zusammenarbeit erlaubt. Zusammenarbeiten heißt ja nicht nur sprechen und hören, sondern auch zeigen, sehen und lesen. Gerade auf operationeller Ebene stehen Dokumente, Arbeitsunterlagen, Pläne, Statistiken, Tabellen oder auch Fotos im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit und an diesen kann man am Telefon nicht und per E-Mail nicht in Echtzeit gemeinsam arbeiten.

Für eine gemeinsame Arbeit müssen verteilte Teams wirklich gleichzeitig an ein und derselben Sache arbeiten können. Dafür musste man die Ortsgebundenheit letzten Endes in eigener Person aufheben – einer der Partner musste sich physisch zu den anderen begeben. Für manche Aufgaben mag das nach wie vor unerlässlich sein – weshalb Geschäftsreisen auch nicht aussterben werden. Für viele Aufgaben ist dieser physische Ortswechsel aber einfach unangemessen und ineffizient, denn das Verhältnis zwischen effektiver Arbeitszeit und der Zeit, die für An- und Abreise erforderlich ist, ist umso ungünstiger, je einfacher und alltäglicher die Aufgaben sind. Wenn man für jede noch so kleine Besprechung reisen muss, wird man diese Meetings zwangsläufig auf das Allernotwendigste beschränken. Und sich mit anderen Kommunikationsformen zufrieden geben müssen – also doch E-Mail statt Zusammenarbeit.

Die vom Internet geprägte Welt hat aber nicht nur einen enormen Bedarf an ortsunabhängiger Zusammenarbeit in Echtzeit hervorgebracht, sie bietet auch Technologien, mit denen sich die Anforderung bewältigen lässt. Video- und Webkonferenzen bringen heute ortsunabhängig virtuelle Teams zusammen und ermöglichen es, dass die Teilnehmer gemeinsam und zur gleichen Zeit an Dokumenten arbeiten, an Präsentationen, Kalkulationen oder Schriftstücken.

Bisher liegt bei Webkonferenzen der Fokus noch auf der Büroarbeit. Damit werden die Möglichkeiten der Realtime Collaboration allerdings bei weitem nicht ausgeschöpft. Denn auch in der Industrie lassen sich virtuelle Teams in Echtzeit zusammenführen. Etwa beim Support von Anlagen, wenn auswärtige Experten schnell in eine Problemlösung einbezogen werden. Sie können sich dabei direkt in die Anlagensteuerung einklinken, per Webkonferenz Informationen austauschen und ihren Kollegen vor Ort über die Schulter schauen. Der Kundendiensttechniker muss damit nicht extra anreisen, sondern kann sofort aus der Ferne tätig werden. Ein wertvoller Zeitgewinn, der ganz unabhängig von Reisekosten nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Und auch in Fällen, in denen eine Servicetätigkeit unerlässlich ist, kann die Arbeit durch eine vorherige Problemklärung via Webkonferenz wesentlich effizienter werden: Der Techniker hat dann eben schon die richtigen Ersatzteile dabei, hat sich eventuell das nötige Know-how beschafft und weiß schon wo er ansetzen muss. Hersteller von wartungsintensiven Lösungen können ihren Kundendienst auf diese Weise sehr viel effizienter organisieren und ihren Kunden einen besseren Support anbieten. Da die Technik auf Basis des Webs funktioniert, benötigt man auch keine besondere Infrastruktur, mehr als einen PC braucht man nicht. Auch die Software wird über das Web genutzt, so dass man nichts installieren oder warten muss. Dementsprechend stehen die Kosten einer solchen Lösung in keinem Verhältnis zu denen eines Vor-Ort-Einsatzes.

Realtime Collaboration ist damit eine Antwort auf die sich ständig beschleunigenden Geschäftsprozesse, die ihrerseits von räumlichen Grenzen unabhängig sind.

Quelle: http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=129686&n=2&n2=5

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