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28. Juni 2010

Videokonferenzen: Ins Kämmerchen statt auf Dienstreise

Kategorie: Videokonferenz, ITK-Branche, Telepresence — Redaktion: Telefonkonferenz

Dank neuer Technik setzen sich Videokonferenzen im Alltag der Unternehmen durch. Nicht nur die Wirtschaftskrise und die Suche nach Alternativen zur teuren Dienstreise haben die Entwicklung beschleunigt, sondern auch die mittlerweile höhere Qualität von Bild und Ton.

Wenn Podolski, Lahm und Kießling in Südafrika ihre daheim gebliebenen Familien und Freunde vermissen, können sie sie in einer kleinen Kabine neben dem Mannschaftshotel Velmore Grand treffen. Dort hat der DFB nämlich einen Videokonferenzraum einrichten lassen, mit Kameras und großen Bildschirmen in HD-Qualität, verbunden mit der gut 8000 Kilometer entfernten Zentrale in Frankfurt. Auch in anderen Büros des Deutschen Fußball-Bundes stehen Videokonferenzsysteme, über die während der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft Teambesprechungen mit Funktionären, Trainern und Spielern abgehalten wurden.

Lange galten Videokonferenzen als Zukunftstechnologie, spielten im Alltag der meisten Unternehmen aber keine große Rolle. Doch nicht zuletzt die Wirtschaftskrise hat die Entwicklung der Videokommunikation in den vergangenen Jahren enorm beschleunigt. Die Reisebudgets sinken und die Unternehmen suchen nach Alternativen zu teuren und zeitaufwendigen Dienstreisen. „Natürlich können und sollen Videokonferenzen nicht alle persönlichen Gespräche und Treffen ersetzen“, sagt Sven Damberger, Geschäftsführer des Systemhauses Mobile Video Communication (MVC), das bereits rund die Hälfte der Dax-Unternehmen mit Videokonferenzanlagen ausgestattet hat. Gegenüber Telefongesprächen und -konferenzen bestünden aber klare Vorteile: „Videokonferenzen laufen viel konzentrierter ab, weil man zum Beispiel nicht wie am Telefon nebenher E-Mails lesen kann und sich dezentrale Projektpartner besser einbinden lassen. Und die Verständigung mit internationalen Gesprächspartnern ist durch die zusätzliche optische Komponente wesentlich einfacher und effizienter.“

Kaum noch ruckelnde Bilder

Der Hauptgrund für die zunehmende Akzeptanz von Videokonferenzen in Unternehmen ist aber die technische Entwicklung. Noch vor wenigen Jahren sorgten schlecht aufgelöste und ruckelnde Bilder, Systemabstürze und sekundenlange Verzögerungen bei der Übertragung eher für Ärger als für eine entspannte Gesprächsatmosphäre. Mittlerweile erzeugen hochauflösende Kameras und Bildschirme sowie Breitbandverbindungen die Illusion einer echten Konferenzsituation, auch über Tausende von Kilometern hinweg. Außerdem können mehrere Videokonferenzräume ebenso zusammengeschaltet werden wie die Computer einzelner Mitarbeiter, die so direkt von ihrem Arbeitsplatz oder von zu Hause aus über eine Webcam an den Gesprächen teilnehmen können. Die Teilnehmer können Präsentationen und Dokumente gemeinsam betrachten und bearbeiten, die Videokonferenzen können aufgezeichnet und im Nachhinein zum Beispiel auf dem iPhone angeschaut werden. „Unsere Kunden sagen uns, dass das die Arbeitsweise in ihren Unternehmen völlig verändert“, sagt Michael Ganser, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Cisco in Deutschland. Seit drei Jahren ist Cisco mit hochwertigen Videokonferenzsystemen, den sogenannten Telepresence-Systemen, auf dem Markt - und trifft auf große Nachfrage.

„Eigentlich sind Videokonferenzen ein altes Thema, aber in dem Markt war lange Zeit nur wenig Innovation. Mittlerweile ist Telepresence die am schnellsten wachsende Technologie, die wir je hatten“, sagt Ganser. „Und Exportweltmeister Deutschland liegt bei der Annahme dieser Technologie ganz weit vorn.“ Bis zum Ende des Jahres will Cisco in Deutschland zusammen mit der Telekom 100 Videokonferenzräume einrichten. Weltweit ist die Zahl der Bestellungen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 50 Prozent höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Und für das kommende Geschäftsjahr erwartet das amerikanische Unternehmen, das 2009 den norwegischen Weltmarktführer Tandberg aufgekauft hat, ein Wachstum von 24 bis 26 Prozent im Geschäftsbereich Videokonferenzen. Konkurrent Polycom vermeldete im ersten Quartal 2010 den höchsten Konzernumsatz aller Zeiten und in den vergangenen Monaten ist nach Angaben des Unternehmens die Nachfrage nach Videokonferenzsystemen noch einmal sprunghaft angestiegen. MVC rechnet in diesem Jahr mit einem Wachstum von mindestens 20 Prozent, und auch Siemens Enterprise und T-Systems sprechen von einer positiven Entwicklung.

Hohe Anschaffungskosten

Eine Einstiegshürde, gerade für mittelständische Unternehmen, sind die Anschaffungskosten, die für Zweipersonensysteme mit 52-Zoll-Bildschirmen zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegen, für komplett eingerichtete Videokonferenzräume aber schnell in den sechsstelligen Bereich steigen können. Deshalb bieten die Hersteller und Systemhäuser seit einiger Zeit auch Mietmodelle an. So kann beispielsweise ein Bildschirm und eine Kamera für ein bis zwei Gesprächsteilnehmer inklusive der notwendigen Breitbandverbindung für rund 2000 Euro pro Monat gemietet werden. „Das entspricht in etwa den Kosten von drei Flügen im Monat“, sagt Michael Ganser. „Kein anderes IT-Produkt hat einen so schnellen Return on Investment.“

Für einzelne Sitzungen können Unternehmen auch komplett eingerichtete Videokonferenzräume buchen, wie sie derzeit zum Beispiel die deutsche Telekom zusammen mit Cisco in mehreren deutschen Hotels einrichtet. Der Dienstleister Regus betreibt rund 2500 Konferenzstudios in 115 Ländern, in Deutschland sind es 55. Die durchschnittliche Zahl der Buchungen lag nach Unternehmensangaben 2009 um 22 Prozent höher als im Jahr zuvor. Und als Mitte April 2010 die Asche des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr in Europa lahmlegte, schnellten die Buchungen der Räume in Deutschland um 290 Prozent in die Höhe.

Ein Nachteil der Videokonferenzen ist derzeit noch die mangelnde Kompatibilität der Systeme verschiedener Hersteller und Dienstleister untereinander, so dass Unternehmen beispielsweise nicht problemlos mit Geschäftspartnern in Verbindung treten können. Doch Michael Ganser von Cisco ist sich sicher, dass sich das bald ändern und den Trend zur Videokommunikation weiter beschleunigen wird.

Stand: 06.2010
Quelle: http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EECC40E16733E4655AB28F9BDC3EA0D74~ATpl~Ecommon~Scontent.html

25. Juni 2010

Panorama-Telepräsenzlösung für Desktops von Teliris

Teliris kündigt erste Panorama-Telepräsenzlösung für Desktops an, die Einzelnutzern ein reibungsloses und immersives Konferenzerlebnis bietet.

Teliris , weltweit führender Anbieter vollständig verwalteter Telepräsenz- und Collaboration-Lösungen, kündigte heute die weltweit erste Telepräsenzlösung an, die ein natürliches, intuitives Erlebnis am Desktop bietet, indem sie einzelne Teilnehmer in Konferenzumgebungen nahtlos, zuverlässig und sicher miteinander verbindet.

Die Teliris NanoEX Telepresence(TM)-Lösung beruht auf einem gebogenen Bildschirm, in dem die patentierte und hochpräzise Augenkontakt-Technologie von Teliris eingesetzt wird. So wird allen Teilnehmer ein reibungsloses Konferenzerlebnis ermöglicht.

Die flexible Lösung bietet ein Multipoint-Erlebnis mit durchgehender Präsenz sowie eine Voice-Switched-Option für grosse Konferenzen, ist ausserdem leicht zu bedienen und lässt sich ohne grossen Aufwand wirksam einsetzen.

“Jede Teliris-Lösung ist speziell so gestaltet, dass unabhängig von der Grösse des Raumes ein wirkliches Eintauchen gewährleistet werden kann. Dies gilt sowohl für grosse Räumlichkeiten als auch für Systeme mit kleinem Formfaktor”, erklärt Marc Trachtenberg, CEO und Mitgründer von Teliris. “Diese neue Lösung bietet genau das - sie überträgt das massstabsgetreue und organische Gefühl, in einem Raum tatsächlich anwesend zu sein, problemlos auf den Desktop. So können Unternehmen auf der ganzen Welt ihre flexiblen Arbeitspraktiken weiter vertiefen.”

Teliris NanoEX Telepresence ist mit der kompletten Baureihe der Teliris Telepräsenzlösungen kompatibel und kann ausserdem mit allen traditionellen Videokonferenz- oder Telepräsenzsystemen eingesetzt werden. Unter Einbeziehung eines Laptops oder eines zusätzlichen separaten Teliris InterACT Presentation(TM)-Bildschirms lassen sich zudem Präsentationen vorführen und anschauen.

Teliris NanoEX Telepresence wird im September 2010 erhältlich sein.

Stand: 06.2010
Quelle: http://www.presseportal.de/pm/59523/1628644/teliris_ltd

20. Juni 2010

Videotelefonie auf dem iPhone 4

Kategorie: Videokonferenz — Redaktion: Telefonkonferenz

Apple hat auf der WWDC das neue iPhone 4 vorgestellt. Neben zahlreichen Innovationen sind Videokonferenzen eines der Highlights der neuen iPhone-Generation.

In seiner Präsentation zur Eröffnung der Weltentwicklerkonferenz hat Apple-Chef Steve Jobs das neue iPhone 4 und eine Reihe von Funktionen und Details der neuen iPhone-Generation vorgestellt. Unter anderem demonstrierte er die Anwendung FaceTime. Dabei handelt es sich um eine neue App für Videokonferenzen von iOS 4, dem Betriebssystem des iPhone 4. FaceTime benötigt keine spezielle Installation oder Konfiguration. Die App nutzt sowohl die Kamera auf der Vorderseite als auch auf der Hinterseite des iPhone 4.

Damit der Nutzer auch gute Bilder von sich selbst machen kann, wurde die vordere Kamera entsprechend angepasst. FaceTime kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat genutzt werden. Neben den Kontakten im Telefonbuch des iPhone 4 erscheint ein FaceTime-Button, wenn diese auch über die App verfügen. Ein kurzes Berühren des Bildschirms genügt, und schon befindet sich der Nutzer in einer Videokonferenz.

Die neue App bietet jedem, der ein iPhone 4 oder ein anderes iPhone, auf dem iOS 4 läuft, die Möglichkeit zur ruckelfreien Videotelefonie. Allerdings funktioniert FaceTime bislang nur über die WLAN-Verbindung des iPhone 4. Bevor auch die UMTS-Verbindung zur Videotelefonie genutzt werden kann, müssen noch Details mit den Mobilfunkanbietern geklärt werden.

Stand: 06.2010
Quelle: http://www.appleradar.de/iphone-4/facetime-videotelefonie-auf-dem-iphone-4/

17. Juni 2010

ITK-Branche zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands

Kategorie: ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Die IT- und Telekommunikationsbranche ist heute nach dem Maschinen- und Anlagenbau der zweitgrößte Arbeitgeber in der deutschen Industrie. Das zeigt ein aktueller Vergleich der offiziellen Zahlen der jeweiligen Verbände.

Derzeit arbeiten in der deutschen ITK-Branche rund 846.000 Menschen. „Unser junger Wirtschaftszweig hat in kürzester Zeit eine herausragende Bedeutung gewonnen – auch im Arbeitsmarkt“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die BITKOM-Branche wird weiter zulegen“, ist sich Scheer sicher. In den kommenden Jahren müssten die wichtigsten Infrastrukturen durch IT intelligent gemacht werden: Verkehrssystem, Energienetze, Behördennetze sowie das Gesundheits- und Bildungssystem. „Der Bedarf an Spezialisten, die diesen Wandel gestalten, ist enorm.“

Die meisten Mitarbeiter – 599.000 – sind im Bereich Informationstechnik tätig. In der Telekommunikation arbeiten 236.000 Menschen, die digitale Unterhaltungselektronik zählt 11.000 Beschäftigte. „2010 wird der Arbeitsmarkt in der ITK-Branche voraussichtlich leicht wachsen“, so Scheer. So wollen 53 Prozent der deutschen ITK-Unternehmen ihr Personal verstärken, 30 Prozent möchten es auf dem aktuellen Niveau halten und lediglich 17 Prozent müssen Arbeitsplätze reduzieren. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des BITKOM hervor. „Neue Mitarbeiter werden vor allem in den Bereichen Software und IT-Services gesucht“, erläutert BITKOM-Präsident Scheer.

Derzeit gibt es rund 20.000 offene Stellen in der ITK-Branche. Jedes dritte IT-Unternehmen gibt an, dass der Fachkräftemangel seine Geschäftstätigkeit bremst. Laut einer Studie im Auftrag der EU-Kommission wird die Nachfrage nach IT-Experten in Deutschland in den kommenden Jahren beständig über dem Angebot liegen. „Der Expertenmangel hat strukturelle Gründe, die mit mehr Nachdruck angegangen werden müssen“, sagte Scheer. Im Zentrum stehen aus Sicht des BITKOM die Modernisierung des Bildungssystems, die Steigerung des Frauenanteils in der Branche und eine aktive Zuwanderungspolitik.

Stand: 14.06.2010
Quelle: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_64224.aspx

13. Juni 2010

HP und Vidyo kündigen gemeinsames Videokonferenz-Portfolio an

Kategorie: Videokonferenz, ITK-Branche — Redaktion: Telefonkonferenz

Palo Alto / Hackensack / München, 10. Juni 2010

HP und Vidyo, Anbieter von Software-basierten Raum- und Desktop-Lösungen für Videokonferenzen in High Definition (HD)-Qualität, erweitern das HP Halo-Portfolio um Videokonferenzraum- und Desktop-Endpunkte für Unternehmensnetze.

Die neuen HP-Lösungen für visuelle Zusammenarbeit bieten qualitativ hochwertige Videokommunikation und nutzen dabei eine Infrastruktur, die niedrigere Gesamtbetriebskosten ermöglicht. Die Lösungen sind mit klassischen Videokonferenz-Endpunkten sowie bestehenden Halo-Studios interoperabel und werden sowohl über HP als auch über Vertriebspartner erhältlich sein.

Das Portfolio wird Vidyos komplette VidyoConferencing-Serie software-basierter Desktop-Lösungen und Raumsysteme umfassen. Da diese auf HP-Servern laufen, können Kunden ihre Netzwerk- und Videoinfrastruktur-Anforderungen reduzieren und gleichzeitig von qualitativ hochwertiger Videokommunikation in High Definition (HD) profitieren.

„Unternehmen brauchen ein vollständiges Portfolio an Endpunkt-Lösungen – Videokommunikation muss auf dem Desktop, dem mobilen Endgerät und im Konferenzraum möglich sein, damit die Mitarbeiter effizienter zusammenarbeiten können“, sagt Rob Scott, Vice President und General Manager, Halo Telepresence Solutions, HP. „Zusammen mit Vidyo werden wir Kunden qualitativ hochwertige Kommunikation bieten – egal ob am Desktop oder im Konferenzraum. Die Lösungen nutzen das Internet sowie drahtlose Netze, sind hoch zuverlässig und lassen sich nahtlos an unser bestehendes High-End-Video Collaboration-Portfolio anbinden.“

Vidyos Technologie reduziert Latenzzeiten mithilfe des Standards H.264 Scalable Video Coding (SVC). Dieser anpassungsfähige Codec sorgt für zuverlässigere Videokommunikation über Standard-Netze und macht teure Multipoint Control Units (MCU) überflüssig.

Laut eines Berichts von Gartner (1) „verändern anpassungsfähige Codecs den Markt, weil sie ermöglichen, dass qualitativ hochwertige Videokonferenzen schneller über das Internet angeboten werden können. Dies erhöht ihre Verbreitung enorm, reduziert Reisekosten und sorgt für Wachstum.“

„Vidyo und HP werden eine Reihe an Lösungen anbieten, die die besten Aspekte von High-End-Videokonferenzen vereinen – und das sowohl am Desktop, im Konferenzraum oder im Halo-Studio“, sagt Ofer Shapiro, CEO und Mitbegründer von Vidyo. „Vidyo freut sich darauf, durch die Zusammenarbeit mit HP vielen Unternehmen mit seiner Software-basierten Architektur zu mehr Effizienz in Sachen internationale Zusammenarbeit zu verhelfen.“

Die Lösungen, die von HP angeboten werden, umfassen unter anderem eine Desktop-Lösung für den HP TouchSmart PC. HP und Vidyo werden im Laufe des Jahres gemeinsame Marketingaktivitäten für diese Lösungen starten.

8. Juni 2010

Unified Communications: Kommunikation als Erfolgfaktor

Kategorie: Unified Communication / Konvergenz / Collaboration — Redaktion: Telefonkonferenz

Im weltweiten Wettbewerb zahlt sich eine schnelle und reibungslose Kommunikation aus. Unified Communication, also die Zusammenführung verschiedener Kommunikationsformen, kann helfen.

Unternehmen sind ihrer Konkurrenz nur dann einen Schritt voraus, wenn ihre gesamte interne und externe Kommunikation einfach und effizient abläuft. Den Schlüssel dazu liefert Unified Communications (UC). UC-Lösungen vereinen bislang getrennte Kommunikationsformen auf einer Plattform, sei es Telefon, Fax, E-Mail, Web-, Audio- und Videokonferenzen oder Instant Messaging.

Ein typisches Szenario aus dem Büroalltag: Sie müssen eine Präsentation schnell fertig stellen, benötigen dazu aber dringend Informationen von einem Kollegen in Madrid. Der ist per Festnetz nicht erreichbar, also versuchen Sie es unter seiner Mobilfunknummer, hinterlassen ihm eine Voice-Mail auf dem Handy und schicken vorsichtshalber auch eine E-Mail. Der Kollege ruft Sie drei Stunden später zurück. Jetzt sind Sie nicht erreichbar, weil Sie gerade in einer wichtigen Besprechung sitzen. Ist diese beendet, versuchen Sie, ihren Kollegen in Madrid zu erreichen. Das Problem: Er hat schon Feierabend gemacht. Effiziente Kommunikation sieht anders aus.

Erster Schritt: Präsenzinformationen

Mit der Präsenzfunktion wäre das nicht passiert. Sie ist eine elementare Komponente von  Unified-Communications-Lösungen und hätte automatisch angezeigt, ob und über welches Medium der Kollege aus Madrid gerade erreichbar ist. Ist es das Telefon, ist er im Netzwerk eingeloggt oder befindet er sich in einem Meeting? Zugleich zeigt die Präsenzfunktion an, ab wann Sie den Kollegen wieder anrufen können.

Selbst bei der Arbeit in virtuellen Team-Räumen, in denen die Mitarbeiter Dokumente gemeinsam bearbeiten, hilft die Präsenzfunktion. Bei jedem Dokument wird dabei ersichtlich, wer welche Änderungen vorgenommen hat. Mitarbeiter sehen bei Nachfragen sofort, ob der entsprechende Kollege gerade erreichbar ist und können ihn bei Bedarf ansprechen, sei es per Instant Messaging, Telefon oder Web-Konferenz. Einfacher und effizienter geht es kaum.

Alle Kanäle auf einer Plattform

Unified Communications vereint Kommunikationsmittel wie Telefon (VoIP, beziehungsweise Internet-Telefonie), Fax, E-Mail, Web-, Audio- und Videokonferenzen sowie Instant Messaging (Sofortnachrichten in Echtzeit) unter einer Benutzeroberfläche. Mitarbeiter können dadurch über einen einzigen Zugang alle Kommunikationsformen nutzen - unternehmensweit und unabhängig von Ort und Zeit.

Dass Unternehmen optimierte Kommunikation benötigen, zeigt eine Umfrage der Marktforscher von Berlecon Research unter deutschen ITK-Entscheidern. 80 Prozent der Befragten halten demnach eine Integration verschiedener Kommunikationskanäle unter einer Nutzeroberfläche für sinnvoll. Etwa zwei Drittel sind davon überzeugt, dass die Einbindung von Kommunikationsfunktionen in Office-Anwendungen dazu beitragen kann, effizienter zu kommunizieren. Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen eine bessere Unterstützung mobiler Mitarbeiter durch Unified Communications. Hier spielen vor allem Funktionen eine wichtige Rolle, die eine automatische Weiterleitung von Anrufen zum aktuell genutzten Endgerät gewährleisten.

Nicole Dufft, Geschäftsführerin der Berlecon Research GmbH, erklärt den Wunsch nach besser integrierten Kommunikationskanälen: “Das Kommunikationsvolumen nimmt zu, Kunden erwarten schnelle Reaktion. Hinzu kommt, dass die Anforderungen an die Produktivität der Mitarbeiter - auch unterwegs - immer höher werden.” Zudem werde die Vernetzung mit externen Partnern wie Dienstleistern und Lieferanten immer dichter - mit entsprechend höheren Anforderungen an eine reibungslose Kommunikation.

Wettbewerbsvorteile durch UC

Unified Communications eignet sich vor allem für Unternehmen, die weltweit verteilte Standorte besitzen und häufig übergreifende Teams bilden, einen großen Außendienst beschäftigen und in denen viele Angestellte vom Home Office aus arbeiten. Auch wenn die Mitglieder eines Teams oft rund um den Globus verstreut sind, müssen sie schnell Entscheidungen treffen, Probleme lösen und Ergebnisse liefern. Einfache und effiziente Kommunikation spielt in diesem Umfeld eine entscheidende Rolle und wird somit zum strategischen Wettbewerbsfaktor.

Hier liefert Unified Communications handfeste Vorteile:

  • Höhere Produktivität: Dank aktueller Präsenzinformationen sparen Mitarbeiter viel Zeit, da sie unabhängig von ihrem Standort immer den schnellsten Draht zueinander finden. Die Fernabfrage von Mails per Sprache beschleunigt die internen Prozesse zusätzlich, da Mitarbeiter damit auch von unterwegs flexibel reagieren und sich beispielsweise im Auto über das Handy ihre E-Mails vorlesen lassen oder per Spracheingabe antworten können.
  • Mehr Flexibilität: Mitarbeiter können ohne Medienbrüche einfach und schnell zwischen verschiedenen Kommunikationsverfahren wechseln. So gehen sie zum Beispiel nahtlos von Instant Messaging in ein Telefonat über, integrieren per Mausklick weitere Teilnehmer und entscheiden sich bei Bedarf kurzfristig für den Übergang in eine Web-Konferenz, in der die Teilnehmer gemeinsam Dokumente bearbeiten. Auch das Arbeiten an sich wird flexibler, da die Mitarbeiter unabhängiger von Zeit und Ort werden und über eine feste IP-Nummer immer erreichbar sind - gleichgültig, welches Endgerät (mit VoIP-Client) sie gerade benutzen, sei es Notebook, PDA oder Smartphone.
  • Sinkende Kosten: Die Echtzeit-Kommunikation in Form von Video- oder Web-Konferenzen ermöglicht eine effiziente Zusammenarbeit auch über große Distanzen hinweg. Damit reduzieren sich die Reise- und Konferenzkosten erheblich.
  • Weniger Aufwand: Die einheitliche Kommunikationsumgebung mit der Bündelung von Telefon, Fax, E-Mail, Instant Messaging sowie Audio-, Video- und Webkonferenzen auf einer Plattform verringert die Komplexität der Infrastruktur. Dadurch vereinfacht sich die zentrale Administration des Systems. Alternativ bietet sich das Outsourcing der Unified Communications-Lösung an.

Quelle: http://www.computerwoche.de/subnet/t-systems/1868805/index.html

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