Viele Unternehmen kürzen aufgrund der Rezession ihre Ausgaben. Auch die Reisekosten stehen auf dem Prüfstand. Laut dem Düsseldorfer Experten für Telefonkonferenzen CSN.® ist seit der Finanzkrise die Nachfrage nach Online-Meetings um ein Drittel gestiegen. Die moderne Breitband-Kommunikation ermöglicht einen einfachen und zuverlässigen Dialog per Internet. Statt teurer Konferenzsysteme reicht heute ein einfacher PC. Zudem können Webkonferenzen automatisch protokolliert werden. Das spart viel Zeit und Geld. Gerade in der Krise müssen Unternehmen neue Wege ausprobieren, um ihr Überleben am Markt zu sichern. «…»
Das Potenzial der Einsparungen ist gigantisch: Doch das ist nicht der alleinige Grund. Auch das Denken im Management hat sich verändert: Während es früher als elitär galt, ständig unterwegs zu sein, ist heute „Balance“ gefragt: Produktiv im Job und abends gemütlich zuhause sein. Dazu die Zukunftsvision von Alfred May, Geschäftsführer von CSN.®: „Das Arbeiten in der Zukunft wird freier, unabhängiger und mobiler. Man arbeitet in der Arbeitswelt 2.0 überall: im Büro, zuhause, unterwegs, im Urlaub und im persönlichen Meeting auf einer gemeinsamen Plattform. Das Büro verliert an Bedeutung. Neue Technologien wie Webkonferenzen und mobiles Internet sind die neuen Erfolgsfaktoren für Unternehmer im Zeitalter 2.0“.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: In einer Webkonferenz besprechen die Gesprächspartner ihre Themen anhand von Statistiken, Videos oder Präsentation. Zumeist finden damit Beratung, Schulung und Abstimmungen statt. Laut CSN.® werden damit heute sogar Betriebsversammlungen, Redaktionssitzungen und Roadshows durchgeführt. Alfred May erläutert: „Webkonferenzen können Reisen nicht ersetzen. Wenn Kunden im Spiel sind, ist der persönliche Kontakt erforderlich. Jetzt werden aber in vielen Unternehmen vor einer Reise Überlegungen angestellt, ob das Treffen auch online realisiert werden kann. Einige Unternehmen vertreten sogar die Parole, dass die Kauf-bereitschaft zunächst online geprüft wird, bevor lange Reisen unternommen werden.“
(pressebox) Dillingen, 18.09.2009, Die Evolution des Internets schreitet zügig voran. Während wir noch von Web 2.0 sprechen, steht uns die nächste Generation der virtuellen Kommunikation bereits unmittelbar bevor. Wir sprachen mit Ross Fowler, Vice President Service Provider European Markets bei Cisco, über videobasierte Kommunikation der Gegenwart und Zukunft.
Welche Technologien spielen für die künftige IP-Kommunikation eine Rolle?
In den letzten Jahren hat in der IT-Welt ein Wechsel stattgefunden. Die Technologie spielt zwar noch immer eine große Rolle, der Schwerpunkt verschiebt sich jedoch zugunsten der eigentlichen Geschäftsprozesse. Collaboration lautet das Schlüsselwort - virtuelle Zusammenarbeit. Es geht einerseits darum, das Zusammenarbeiten der Menschen zu verbessern und zu bereichern, andererseits aber auch darum, Kosten zu senken, die Produktivität zu steigern und maximale Flexibilität zu erreichen.
Video nimmt in diesem Fall als Technologie die zentrale Stellung ein. Die Übertragungsqualität für Videodaten wächst kontinuierlich. Bereits für 2013 ist abzusehen, dass der Video Content das Gros des Datenverkehrs in den globalen Netzwerken ausmachen wird. Bis 2025 wird voraussichtlich die direkte Videokommunikation die Top-Position übernommen haben. Collaboration mittels Visual Networking erobert mittelfristig die gesamte Geschäftswelt rund um den Globus. «…»
Gibt es Schlüsseltechnologien zu Collaboration?
Die Grundlage für Collaboration ist ein intelligentes Netzwerk als Plattform, die alle Dienste über IP abwickeln kann und Technologien wie TelePresence durchgängig unterstützt. Diese Plattform gewährleistet die einfache Handhabung für den User - egal, ob im Business-Umfeld oder im Consumer-Bereich. Ein leistungsfähiges Netzwerk ist auch die Basis für Cloud IT. Es ist abzusehen, dass User ihre Software-Applikationen und die zugehörige Hardware nicht mehr selbst betreiben, sondern dies einem externen Anbieter überlassen. Anwendungen und Daten sind also künftig auf entfernte Systeme verteilt. Ein performantes Netzwerk ermöglicht, z. B. über einen Web-Browser, den Zugriff. Auch hier geht es um effektiveres Arbeiten in allen Bereichen: Network, Storage, Computing, Desktop … Cloud IT verbessert die Collaboration. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass bereits alles virtualisiert ist.
Warum ist Video die treibende Kraft?
Heute haben wir Web 2.0 und Social Networking. Das wird auch weiterhin die Basis für die Kommunikation der Zukunft bleiben. Doch mit der zunehmenden Videofähigkeit geht der Trend zum Visual Networking. Im Prinzip wachsen da zwei Welten zusammen: Video und Social Networking expandieren und konvergieren. Die Grenzen des Visual Networking liegen zum einen in den Zugangsvoraussetzungen, zum anderen in der Übertragungsqualität. Bei Video und Voice geht nichts ohne Quality of Service. Ein durchgehender Ende-zu-Ende Quality of Service mit garantierten Bandbreiten bildet die solide Basis für ein Netzwerk. Dabei geht es weniger um die Anzahl übertragener Bits als um Jitter, Latenzzeiten und Packet Loss. «…»
Telefonkonferenzen sind moderne Kommunikationsmethoden unserer Gesellschaft. Sie erleichtern die Zusammenarbeit weit entfernter Personen und sparen so enorme Summen ein – trotzdem ist man bestrebt, Telefonkonferenzen nach Möglichkeit kostenlos zu gestalten.
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Gerade bei größeren, international operierenden Firmen hat sich die Telefonkonferenz, sowohl innerhalb der Unternehmen als auch bei Verhandlungen zwischen Firma und Kunde, immer mehr durchgesetzt. Die Wirtschaftlichkeit der Telefonkonferenz ist abhängig von eingesparten Fahr- und Reisezeiten, auch beispielsweise innerhalb größerer Firmengebäude, sowie vom möglichen Sparpotenzial aufgrund rascherer Entscheidungsfindung. Trotz allem wünschen die Teilnehmer natürlich auch eine möglichst günstige Kostenstruktur der Telefonkonferenz, am besten kostenlos. Die kostenlose Telefonkonferenz ist sicher eine Kommunikationsmöglichkeit, die in der Zukunft weiter optimiert und entwickelt werden wird.
In der klassischen Telefonstruktur ist dies nur mit der Dreierschaltung realisierbar. Telefonkonferenzen, die mit nur drei Teilnehmern geführt werden sollen, sind i. d. R. kostenlos, weil man sich hier der sog. „Dreierschaltung“ bedient. Hierbei handelt es sich nicht um eine wirkliche Telefonkonferenz, es fehlen wichtige Merkmale wie z. B. selbstständige Einwahl oder Moderatorfunktionen.
Kostenlose Telefonkonferenz mit Voice over IP
Kostenlose Telefonkonferenzen sind beispielsweise unter Verwendung der modernen Voice over IP Technologie möglich. Hierbei handelt es sich um Telefonie via Internet, wobei sämtliche Teilnehmer angeschlossen sein müssen. Die Sprache wird von einem analogen Mikrofon aufgezeichnet, digitalisiert und in winzigen Datenpaketen durch ein Datennetz geschickt. Hierfür ist jedes Computernetz geeignet, da lediglich die Fähigkeit zur Datenübertragung erforderlich ist. Beim Empfänger werden die Datenpakete wieder zusammengesetzt. Als Empfangsgeräte können Computer, spezielle VoIP-Telefone oder auch durch entsprechende Adapter angepasste konventionelle Telefone verwendet werden. Auch die Sprachqualität kann bei dieser Technologie von Bedeutung sein – sie ist abhängig von der Qualität der verwendeten Datenleitungen und gerade bei weltweiten Telefonkonferenzen nicht immer optimal. Von Vorteil ist bei der VoIP-Technologie die i. d. R. kostenfreie Nutzung, sofern die Teilnehmer geeignete Internettarife nutzen. Allerdings ist es schwierig, mit VoIP-Technologie Moderatorstrukturen und Konferenzräume zu gestalten.
Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Anbieter, die eine kostenlose Telefonkonferenz mittels der klassischen Telefonsysteme ermöglichen. Soll eine Telefonkonferenz kostenlos sein, so ist dies häufig am einfachsten über die Einwahl auf eine Festnetznummer realisierbar, sofern die Teilnehmer bzw. der Moderator einen entsprechenden Flatrate-Tarif haben. Andernfalls sind die Telefonkonferenzen sehr kostenintensiv, speziell bei Einwahl vom Handy. Es kann sogar vorkommen, dass der Anbieter bei längeren Telefonkonferenzen die Leitung kappt oder Einwahlnummern sperrt.
Flexible Organisation einer Telefonkonferenz
Die Vorteile einer Telefonkonferenz liegen generell im sehr flexiblen Aufbau einer solchen Teilnehmerrunde. Auch bei einer kostenlosen Telefonkonferenz können Teilnehmer sich bei Verwendung des Dial-In-Verfahrens beliebig einwählen oder dazu gebeten werden und die Konferenz jederzeit verlassen. Auch bei einer kostenlosen Telefonkonferenz ist die Anzahl der möglichen Teilnehmer von Anbieter zu Anbieter völlig unterschiedlich. Es ist sogar möglich, einige hundert Teilnehmer in mehreren virtuellen Räumen miteinander zu verschalten und Nebenkonferenzen abzuhalten. Auch das Einspielen von Ansagen oder Mitschnitte der Konferenzen sind möglich, es gibt bei den verschiedenen Anbietern zahlreiche Optionen, die auch bei kostenlosen Telefonkonferenzen ausgewählt werden können.
Werden Web-, Video- oder Audio-Konferenzen gewünscht, so kommen in der Regel spezielle Systeme zum Einsatz, aber auch hier sind kostenlose Konferenzen möglich. Allerdings muss der zusätzliche Einsatz von Webcams oder Spezialsoftware berücksichtigt werden.
Die Studie “Face to Phase: Die Konvergenz von Geschäftsreisen und Virtual Meetings” des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) beleuchtet die Vorteile von Videokonferenz-Lösungen für Unternehmen.
Im Rahmen der Studie, durchgeführt in Zusammenarbeit mit Easynet Global Services, wurde insbesondere auf die Bedeutung von Geschäftsreisen für Unternehmen eingegangen. Die Studie weist dabei einige interessante Ergebnisse auf: Laut Studie nehmen die für ein Unternehmen besonders wichtigen Führungs- und Fachkräfte nur gut die Hälfte der Zeit (55%) einer Geschäftsreise als produktive Arbeitszeit war. Die verbleibende Zeit (45%) wird mit dem Warten auf den nächsten Flieger, Taxifahrten und anderen Dingen unproduktiv verbracht. So überrascht es nicht, dass jeder sechste Geschäftsreisende mit dem eigenen Reisepensum nicht zufrieden ist.
Bei vielen Managern setzt sich dabei die Erkenntnis durch, dass Videokonferenzen und persönliche Gespräche keine Gegensätze sind, sondern sich sinnvoll ergänzen können: Ein erster, persönlicher Kontakt wird nur schwer durch eine Videokonferenz zu ersetzen sein, während regelmäßige Routine-Meetings mit bereits bekannten Geschäftspartner gut und ressourcenschonend per Videokonferenz oder Telepresence durchgeführt werden können. Durch die häufigeren, unkomplizierten Kontakte per Videokonferenz wird sich das Verhältnis zwischen Geschäftspartnern schneller verbessern, als dies ohne Videokonferenzen möglich gewesen wäre und die Entscheidungsfindung insgesamt beschleunigt.
Laut der Studie sehen 87% der europäischen Unternehmen in Videokonferenzen und Telepresence ein Einsparpotential, trotzdem nutzen bislang nur ein Drittel der Unternehmen diese Möglichkeiten tatsächlich.
Auch der Aspekt des Umweltschutzes spielt für Unternehmen, die Videokonferenzlösungen einsetzen, eine Rolle. Für 31% der europäischen Unternehmen waren die umweltpolitischen Gesichtspunkte ein Faktor bei der Entscheidungsfindung.
Frost & Sullivan hat in einer kürzlich erschienen Studie eine steigende Nutzung von Telepresence in Unternehmen vorausgesagt. Bis 2014 soll das Marktvolumen auf US$ 4,7 Milliarden ansteigen.
Unter anderem wichtig für das Wachstum seien dabei offene Standards, die die Nutzung von Telepresence vereinfachen und dadurch Unternehmen eine höhere Investitionssicherheit geben. Insbesondere der Asien-Pazifik-Raum wird in der Studie als Wachstumsmarkt für den Bereich Telepresence angesehen. Bis 2014 soll dieser Markt mit US$ 1,7 Milliarden über ein Drittel des gesamten Markts weltweit ausmachen.
Die zusätzlichen Funktionen von Telepresence erweitern die Produktivität klassischer Videokonferenzlösungen deutlich. Dadurch wird Telepresence für mehr und mehr Unternehmen eine attraktive Alternative zu persönlichen Gesprächen vor Ort. «…»
Der Boom der Telefonkonferenzen ist unaufhaltbar. Und dies hat zwei Gründe: Erstens können damit die Kosten für Präsenzmeetings gesenkt werden und zweitens ist in lokal verteilten Organisationen die Telefonkonferenz die einzige Möglichkeit Themen zu besprechen.
Gerade bei Projekten, bei denen die Teilnehmer an unterschiedlichen Orten arbeiten, sind Telefonkonferenzen die einzige Möglichkeit Themen gemeinsam zu besprechen. Telefonkonferenzen werden im Projektmanagement für Statusmeetings, Problemklärungen und auch zur Vorstellung von Arbeitsergebnissen eingesetzt. Schon bei der Planung und Vorbereitung müssen die Besonderheiten dieser Meetings berücksichtigt werden.
Jedoch eine Telefonkonferenz ist kein Präsenzmeeting. Die Mimik und Gestik der Teilnehmer bleibt verborgen und das Telefon wirkt wie ein Filter. Trotz modernster Technik beschränkt das Telefon die Bandbreite der übertragenen Sprache. Bei Handys ist die Einschränkung noch größer als bei einem Festnetzanschluss. Hinzukommen Störgeräusche der Umgebung: Teilnehmer telefonieren aus einem Büro, in dem sie nicht alleine sind, aus dem Auto oder vom Flughafen. All diese Faktoren erschweren die Verständigung.
Der Moderator und die Teilnehmer müssen diese Nachteile durch die Form der Moderation und die Art und Weise wie die Beiträge eingebracht werden ausgleichen.
Ob eine Telefonkonferenz erfolgreich ist oder nicht entscheidet sich schon bei der Planung. Hier sind die folgenden Fragen von Bedeutung: Welches Konferenztool soll benutzt werden? Sollen die PC‘s der Teilnehmer vernetzt werden? Wie werden Unterlagen verteilt und in der Konferenz genutzt?
Wie jedes Meeting muss auch eine Telefonkonferenz vorbereitet werden. Dabei müssen auch an die folgenden Punkte gedacht werden: Vorstellung der Teilnehmer, Regeln für die Konferenz, Kommentierung von Unterlagen, Dokumentation der Beiträge.
Bei der Durchführung müssen Moderator und Teilnehmer daran denken, dass sich die Teilnehmer nicht sehen. Wortmeldungen müssen angekündigt und erteilt werden, die Stimme muss deutlich sein, Wiederholungen müssen eingeplant werden, weil die Visualisierung fehlt und insbesondere bei langen Telefonkonferenzen sollten Pausen dazugehören. Denn Telefonkonferenzen erfordern eine hohe Konzentration.
Viele Teilnehmer nutzen die Tatsache, dass sie nicht gesehen werden können dazu, andere Tätigkeiten nebenher zu erledigen. Solche Unsitten bleiben aber nicht ohne Wirkung auf den Erfolg der Telefonkonferenz. Eine Professionelle Moderation muss solche und andere Störungen erkennen und darauf reagieren.«…»
(prcenter.de) Berlin/Nürnberg - Der Kommunikationsstress in Unternehmen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bis zu 100 Nachrichten erhalten Wissensmanager laut einer Studie der Experton-Group pro Tag. An bis zu sieben Orten gehen SMS, Mails oder Anrufe auf sechs verschiedenen Geräten ein. Die Interaktion mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten leidet unter diesem technologischen Wildwuchs. Verpasste Anrufe, zu späte bemerkte E-Mail oder verlorene Daten sind die Folge. Fast jeder wünscht sich daher eine Integration der verschiedenen Kommunikationskanäle für Sprache und Daten. So genannte Unified-Communication-Technologien (UC) sollen die Kluft zwischen Telefon, PC, Laptop und Handy beseitigen.
“Dabei geht es um eine Zusammenführung von Kommunikationsdiensten und Software auf einer einheitlichen Benutzeroberfläche. Über den Bildschirm erfährt der Mitarbeiter durch Präsenzfunktionen, ob sein gewünschter Gesprächspartner gerade ansprechbar, in einem Meeting oder unterwegs ist.
Das bestimmt dann den Weg der Kontaktaufnahme: ein Telefonat vom PC, eine Sofortnachricht über den Instant Messenger, eine spontane Videokonferenz oder doch eine E-Mail”, bericht das Fachmagazin is report in der aktuellen Ausgabe.
Das Ganze sei allerdings kein reines Infrastrukturprogramm, so Nicole Dufft von der Berliner Marktforschungsfirma Berlecon, “sondern auch ein Reorganisationsprojekt”. Es herrsche noch großer Aufklärungsbedarf. Eine Integration in prozessorientierte Anwendungen setze eine generelle Einführung von UC in Unternehmen voraus. “Entsprechend sind Lösungen gefragt, mit denen Systemintegratoren heterogene IT- und TK-Welten in Gesamtlösungen überführen”, so Andreas Latzel, Deutschlandchef der Aastra-Gruppe. Nur so könne man die Vorteile einer einheitlichen Infrastruktur für alle Firmenstandorte, Heimarbeitsplätze und mobile Mitarbeiter nutzen. Die dazu notwendige Flexibilität und Fähigkeit zur Integration bringe UC von Haus aus mit.
“Da die gesamte Kommunikation über das Internet Protokoll erfolgt, ist sie deutlich anpassungsfähiger und vor allem unabhängig vom Endgerät”, weiß Latzel. Mit diesen Eigenschaften könnte man UC-Funktionen vergleichsweise einfach in vorhandene Applikationen und Geschäftsprozesse einbauen. “Der technische Unterbau in Form einer IP-basierten Infrastruktur ist in vielen Unternehmen heute bereits vorhanden. Nun stehen die nächsten Schritte an, indem die Einzellösungen miteinander verbunden werden und gleichzeitig eine Integration in die unternehmenskritischen Anwendungen erfolgt”, erläutert Latzel. So könne beispielsweise eine Telefon-, Video- oder Webkonferenz direkt aus einer Büroanwendung oder aus dem ERP-System gestartet werden.
Die UC-Thematik ist auch nach Ansicht von Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Days plus in Nürnberg, ein wichtiger Baustein für das Zusammenwachsen von IT und TK, um als Plattform für effizientere Kommunikationsprozesse im Unternehmen zu sorgen. “Die Verbreitung in deutschen Unternehmen ist allerdings noch auf einem eher bescheidenen Niveau. Umso mehr sind Anbieter aufgefordert, mit konkreten Beispielen aus unterschiedlichen Branchen den Nutzen aufzuzeigen”, fordert Steimel. Kaum ein Unternehmen würde sich auf Seminaren, Konferenzen und Fach-Kongressen als UC-Anwender “outen”.
“Das wollen wir auf unserem Nürnberger Fachkongress am 7. Oktober ändern und Licht ins Dunkel bringen. Mit acht Anwenderberichten aus vier Branchen werden wir am zweiten Kongresstag zeigen, wie Firmen bei der Einführung von UC-Lösungen vorgehen, welche Erfolgsfaktoren und Stolpersteine zu beachten sind”, kündigt Steimel an. Mitorganisator Jens Klemann warnt zudem vor einer zu technischen Diskussion: “Die größten Potenziale liegen bei einer radikalen Neudefinition der Geschäftsprozesse liegen. Die müssen genau analysiert und aufgebrochen werden, um sie auf Basis der neuen Möglichkeiten mit den Kommunikationsprozessen zu synchronisieren und damit neu zu definieren, lässt sich daraus ein echter Wettbewerbsvorteil im Sinne von Geschwindigkeit und Flexibilität erzielen”, so Klemann, Geschäftsführer des Beratungshauses Strateco.
Die UC-Einführung werde häufig nur aus dem Blickwinkel der internen Unternehmenskommunikation beleuchtet. Ebenso dramatisch seien aber auch die Veränderungen an der Schnittstelle zum Kunden - denn eine ganzheitliche UC-Strategie bedeutet auch an die Kommunikation mit Kunden kanalübergreifend zu managen. “Zu viele Firmen haben noch immer massive Probleme, eine kanalübergreifende Historie zu Kundeninteraktionen abzubilden und alle zur Problemlösung notwendigen Ressourcen einzubeziehen”, resümiert Klemann.