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13. Mai 2006

Alice startet Fernsehen über DSL

Kategorie: Telefonkonferenz — Redaktion: Telefonkonferenz

Bis zu 100 Fernsehkanäle und rund 600 Filme

Hansenet will mit “Alice homeTV” der Telekom zuvorkommen und bietet ab sofort Fernsehen per DSL an. Bis zu 100 Fernsehkanäle und rund 600 Filme stellt Alice homeTV seinen Nutzern bereit.
Das IPTV-Angebot bringt mehr Sender mit als das gewöhnliche Kabel- und Antennenfernsehen. Neben nationalen Sendern sind auch internationale Kandidaten mit dabei, von RTL über SAT.1, VOX und ProSieben bis zu CNN oder terranova. Hingegen sind ARD und ZDF derzeit nicht im Portfolio, die Vertragsgespräche mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten seien aber so weit fortgeschritten, dass von beiden Seiten mit einem Vertragsabschluss in den nächsten Tagen gerechnet wird.

Das Pay-TV-Angebot bietet nationale und internationale Sender wie National Geographic Channel, Sailing Channel oder Motors TV. Hinzu kommen Programmfamilien wie “MTV Tune-Inn”, das fünf MTV-Programme umfasst, oder “Türk Premium” mit drei türkischsprachigen Bezahlprogrammen, darunter auch der Fußballsender “LIG TV”.

Darüber hinaus stehen über Alice homeTV rund 600 Filme als Video-on-Demand zur Verfügung. Unter anderem steuern Buena Vista International Television (Disney), MGM, Constantin und Ufa sowie BBC worldwide und Warner Music ihre Filme und Konzertmitschnitte bei. Zum Start gehören Filme wie “Flightplan” oder “Die Chroniken von Narnia” zum Angebot, später sollen unter anderem “Scary Movie IV” oder “Fluch der Karibik II - Die Truhe des Todes” folgen.

Allerdings ist Alice homeTV derzeit nur in ausgewählten Anschlussgebieten wie dem Großraum Hamburg inklusive Lübeck verfügbar. Mittelfristig soll das Angebot auch in weitere Ballungsräume ausgeweitet werden.

Das Basis-Paket kostet monatlich 9,90 Euro zuzüglich einer einmaligen Versandkostenpauschale von 9,90 Euro. Darin enthalten ist der TV-Anschluss für den Empfang des TV- und Video-on-Demand-Angebots sowie die monatliche Miete der Set-Top-Box.

Die Pay-TV-Sender sind in verschiedenen Paketen buchbar. So kostet zum Beispiel das Pay-TV-Paket “Big Entertainment” monatlich 14,90 Euro und bietet eine Auswahl an themenorientierten Sendern (SciFi, National Geographic Channel oder 13th Street). Das türkischsprachige Pay-TV-Paket “Türk Premium” ist für monatlich 22,90 Euro erhältlich, das Musikangebot MTV “Tune-Inn” erhalten Alice-Kunden für 2,90 Euro. Filme, die per Video-on-Demand zur Verfügung stehen, kosten zwischen 0,90 Euro und 4,90 Euro.

Voraussetzung für den Empfang von Alice homeTV ist ein Alice-Komplettprodukt (Speed-Komplett, Alice Fon, Alice Super, Alice Fun oder Alice Deluxe).

11. Mai 2006

ZDF droht Telekom mit Boykott bei geplantem Internet-Fernsehen

Kategorie: Telefonkonferenz, VoIP — Redaktion: Telefonkonferenz
Die Partnerschaft mit Microsoft könnte für die Deutsche Telekom bei ihrem geplanten Fernsehangebot über das Internet (IP-TV) zum Problem werden.Wie die “Financial Times Deutschland” (Donnerstagausgabe) vorab berichtete, drohen die öffentlich-rechtlichen Sender mit einem Boykott. “Unter den derzeitigen technischen Bedingungen gibt es von uns kein Signal”, sagte ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky der Zeitung.Auch die ARD werde ihr Programm nicht für das TV-Angebot der Telekom zur Verfügung stellen. Die IP-TV-Software von Microsoft unterstütze wichtige europäische Fernsehstandards nicht. “Wir bestehen darauf, dass dies zunächst geändert wird”, sagte Bereczky.

Verhandlungen
“Wir sind im Moment in Verhandlungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern”, sagte ein Telekom-Sprecher, nannte aber keine Details. Die Telekom hat keine Rundfunklizenz und muss sich zur Durchleitung der TV-Signale mit den Sendern einigen.

Die Telekom will über ihr neues VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz, das zunächst in den zehn größten deutschen Städten zur Verfügung steht, ab dem Sommer rund 100 Free- und Pay-TV-Sender über das Internetprotokoll anbieten. Die Telekom hatte mitgeteilt, ihren Kunden mit der Microsoft-Software sowohl TV-Bilder in Standardqualität als auch im hoch auflösenden Standard HDTV anbieten. Die Programme können live oder nach Bedarf (on-demand) abgerufen. (Reuters)

gefunden auf:derstandart.at

6. Mai 2006

Siemens Gigaset SE461

Kategorie: Telefonkonferenz — Redaktion: Telefonkonferenz

Siemens Gigaset SE461 – WiMAX-Modem für das ‘Internet aus der Luft’
Datenmengen bis zu 20 Megabit pro Sekunde.

Ein neues Modem von Siemens kann per Funk doppelt so viele Daten empfangen und versenden wie seine Breitbandinternet-Vorgänger. Das Gigaset SE461 kann Datenmengen bis zu 20 Megabit pro Sekunde verarbeiten und ist speziell für das Funkinternet WiMAX (Worldwide Interoperability of Microwave Access) entwickelt worden.

Es funktioniert weltweit in allen drei internationalen Frequenzbereichen. Der Nutzer muss das Modem nur an seinen Computer anschließen. Egal ob Windows, MacOS oder Linux: via Plug and Play installiert sich das Gerät von selbst und sucht automatisch den Kontakt zum Funknetz. Vor allem so genanntes Triple Play, also drei gebündelte Dienste Internet, Voice over IP und Video on demand, werden mit der hohen Übertragungsrate möglich.

Mit dem Funkmodem vervollständigt das Unternehmen sein WiMAX-Produktportfolio. Siemens Communications bietet mit Basisstationen, Modems und Routern Netzbetreibern jede Technik für das Funkinternet aus einer Hand an. Das Unternehmen ist der erste große Telekommunikationsanbieter, dessen Produktpalette vom WiMAX-Forum zertifiziert wurde, einer internationalen Institution zur Überwachung der weltweiten WiMAX-Kompatibilität.

Mit WiMAX, oft als „Internet aus der Luft“ bezeichnet, können Regionen ans Internet angeschlossen werden, in denen Kabelverbindungen zu teuer wären. Während DSL heute Standard ist, können Städte und Regionen, deren Telefonleitungen statt aus Kupferkabeln aus DSL-untauglichen Glasfaserkabeln bestehen, bisher nicht auf das schnelle World Wide Web zugreifen. Mit WiMAX dagegen ist eine flächendeckende Versorgung möglich. Theoretisch wäre mit der Technik auch Breitbandinternet an entlegenen Gegenden der Welt realisierbar.

Die Technik wird vergleichbar mit einem Handynetz mit Sendestationen betrieben. In Deutschland testen Netzanbieter WIMAX zurzeit in Düsseldorf und Kaiserslautern. Innerhalb eines Radius von 30 Kilometer sendet ein Funkmast das Breitbandinternet mit 500 Milliwatt – das ist die fünffache Sendeleistung eines Wireless LAN (WLAN)

3. Mai 2006

Dicke Post für Swisscom

Kategorie: Telefonkonferenz — Redaktion: Telefonkonferenz

Die Wettbewerbskommission droht wegen zu hoher Durchleitungspreise für Mobilfunkgespräche mit hoher Busse

Die Wettbewerbskommission (Weko) droht der Swisscom in einem Sanktionsentwurf mit einer Busse von fast 500 Millionen Franken. Swisscom will sich bis vor Bundesgericht dagegen wehren.

Hans Galli/Bern

Die Durchleitungspreise für Mobiltelefongespräche werden zum ersten richtigen Testfall für das neue Wettbewerbsgesetz. Das Sekretariat der Wettbewerbskommission (Weko) will gegen Swisscom Mobile eine Busse von 489 Mio. Fr. verhängen. Die Weko wirft dem Unternehmen vor, es habe zu hohe Terminierungsgebühren verlangt. Diese Gebühr fällt beispielsweise an, wenn ein Sunrise-Kunde einen Abonnenten von Swisscom Mobile anruft. Für die Durchstellung in ihr Netz stellt dann Swisscom Mobile diese Gebühr Sunrise in Rechnung.

Die Weko eröffnete im Oktober 2002 eine Untersuchung gegen alle drei Schweizer Mobilfunkanbieter. Jetzt hat die Behörde einen ersten Vorentscheid gegen Swisscom gefällt. Der Vorwurf: Diese habe eine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt. Swisscom hat einen Anteil von 60% am Schweizer Mobilfunkmarkt. Orange und Sunrise teilen sich die restlichen 40%.

Swisscom weist Kritik zurück

Die angedrohte Sanktion bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. April 2004 bis 31. Mai 2005. Das hat zwei Gründe: Erstens ist das neue Wettbewerbsrecht, das direkte Bussen vorsieht, erst seit Anfang April 2004 in Kraft, zweitens hat Swisscom Mobile die Terminierungsgebühren per Anfang Juni 2005 massiv gesenkt. Swisscom hat die Sanktionsandrohung gestern früh vor Börsenstart bekannt gegeben. Sie weist die erhobenen Vorwürfe mit mehreren Argumenten zurück:

• Swisscom Mobile habe seit Jahren die tiefsten Terminierungsgebühren in der Schweiz. Demzufolge liefere sie den Konkurrenten Orange und Sunrise pro Gespräch mehr ab, als sie von diesen erhalte. Zudem gebe es mehr Gespräche von Swisscom in andere Netze als umgekehrt.

• Es sei unstatthaft, nur Swisscom als marktbeherrschend zu bezeichnen und nur sie zu bestrafen.

• Die Weko habe bisher nie geäussert, welches der richtige Preis für die Durchleitung wäre. Swisscom wisse deshalb nicht, welchen Preis sie verlangen dürfe.

Swisscom will bis am 22. Mai ausführlich zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Anschliessend wird die Weko über den Sanktionsantrag ihres Sekretariats entscheiden.

Rückstellungen bilden

Falls die Weko an der Busse festhält, wird Swisscom den Entscheid an die Rekurskommission für Wettbewerbsfragen weiterziehen. Sollte sie auch dort scheitern, werde sie ans Bundesgericht gelangen, kündigte sie an. Der Fall dürfte deshalb erst in einigen Jahren entschieden sein. Das Verfahren könnte die Jahresrechnung 2006 der Swisscom belasten. Sie müsse eventuell zusätzliche Rückstellungen bilden, sagte Konzernchef Carsten Schloter an einer Telefonkonferenz. Bisher habe die Konzernleitung das Risiko einer Busse auf weniger als 50% eingeschätzt gehabt.

Die Rivalen sind teurer

Die Untersuchung für die Zeit nach der Gebührensenkung durch Swisscom Mobile am 1. Juni 2005 geht weiter. Sie betrifft alle drei Mobilfunkanbieter. Swisscom Mobile senkte ihre Terminierungsgebühren per Anfang Juni 2005 von 33,5 auf 20 Rp. pro Minute. Seither liegt sie nach eigener Angabe leicht unter dem europäischen Mittel. Swisscom sind dadurch letztes Jahr 160 Mio. Fr. entgangen. Schloter bestritt damals, die Senkung sei auf Druck der Weko erfolgt. Grund sei vielmehr die Marktentwicklung: Die Kunden hätten wegen der hohen Preise immer weniger telefoniert.

Als Reaktion auf das Vorpreschen der Swisscom hat auch die Konkurrenz die Terminierungsgebühren gesenkt, aber nur zögerlich. Orange beispielsweise verlangt weiterhin 32,95 Rp. pro Minute für das Durchstellen eines Anrufs aus einem fremden Netz, wie eine Sprecherin sagte. Sunrise wollte die Höhe der Terminierungsgebühren nicht offen legen. Aus Sicht der Kunden führen die Terminierungsgebühren zu paradoxen Preisverzerrungen. Im eigenen Netz können die Mobilfunkkunden von Orange, Sunrise und Swisscom heute für rund 50 Rp. eine ganze Stunde telefonieren. Bei Anrufen in andere Netze reichen 50 Rp. dagegen nur für eine Minute. Noch höher sind die Durchleitungspreise bei grenzüberschreitenden Verbindungen, wogegen nun allerdings die EU-Kommission vorgehen will.

Copyright © St.Galler Tagblatt
Eine Publikation der Tagblatt Medien

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